Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 388 (sequence 78)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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388 in England. In der arabischen Wirtschaft wird die Anbaufläche des Gemüses ständig vergrößert (hierbei leistet das Landwirtschaftsdepartement der Regierung große Hilfe), aber es besteht kein Grund zur Besorgnis vor Konkurrenz, wenn wir die richtigen Methoden für die Anbaufolge, die geeigneten Sorten und Zeitpunkte für den Absatz, Verpackung und Versand finden. a) Mohrrüben: In unseren Gemüsebetrieben haben wir uns bemüht, uns auf den Anbau der Mohrrübe zu konzentrieren. Wir haben Sorten erzielt, die imstande sind, bereits im Mai Erträge von 1800 kg pro Dunam zu bringen, im Monat Juni 2000 kg pro Dunam und im Juli 4000 kg. Demgegenüber brachte uns eine andere Varietät im Mai 1700 kg, im Juni 1620 kg, im Juli 3960 kg und im August 4360 kg. Dieser Anbauzweig hat den Vorteil, daß man die Mohrrübe in Palästina das ganze Jahr hindurch anbauen kann; allerdings liegt die Hauptsaison am Ende des Sommers. Im Laufe des Sommers gedeiht die Rübe nicht so gut, und die Erträge sind sehr gering. Die auf unseren Demonstrationsfeldern ausgewählten Sorten können bereits verwandt werden, bis andere, noch bessere Sorten gefunden sein werden. b) Gurken: Hier war das Ziel, Sorten zu bekommen, deren Früchte grün, mittelgroß, symmetrisch sind, die eine frühe Ernte ergeben und ein starkes Kraut entwickeln. Von 9 auf unseren Instruktionsfeldern erprobten Vaterietäten haben wir 2 als die besten befunden; sie geben 2 To. pro Dunam. Diesen Ertrag gibt jedoch auch die Damaszener Gurke, aber diese verdirbt rasch und hält sich nicht gut, während die von uns ausgewählten Sorten sich nach der Ernte eine Woche lang gut halten. (Sie werden z. B. von Kalifornien bis New York über eine Entfernung von mehr als 6 Reisetagen versandt.) Wir haben auch spezielle Gurkensorten zum Einlegen ausgewählt, da großes Interesse an sauren Gurken in Palästina besteht. Auch hierbei gelangten wir zu zwei französischen Sorten, die imstande sind, pro Dunam 1600—1700 kg zu tragen. Zwar bringen die Damaskus-Gurken bis zu 2000 kg pro Dunam, aber die damaszenische Sorte ist viel größer und nicht so gut zum Einlegen geeignet wie die französischen Sorten. c) Bohnen: Wir haben Sorten mit grünen Hülsen und mit gelben Hülsen erzielt, die ca. 1500 kg pro Dunam ergeben. Hier besteht das Hauptinteresse darin, daß die Bohne während des ganzen Sommers Absatz findet und sich bezüglich Fruchtbarkeit, der Hülsenform und der Samen auszeichnet. Solange die Preise gut sind, kann sie gepflückt werden, sobald der Preis sinkt, läßt man die Bohne ausreifen und kann sie für den Verkauf im folgenden Jahre abernten. d) Tomaten: Wir haben versucht, ertragreichere Sorten als die im Lande üblichen zu finden, Sorten mit kugligen, festen Früchten, die sich gut verschicken lassen, und gegen Krankheiten widerstandfähig sind; wir gelangten zu einer französischen Sorte, die imstande ist, mehr als 5 To. pro Dunam im Emek Jesreel zu geben, und es besteht