Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Journal
- Bericht des Departements für Landwirtschaftliche Kolonisation über die Jahre ... an den ... Zionisten-Kongress und die ... Tagung des Council der Jewish Agency
- Volume
- 1935
- Issue
- 8.1935
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 381 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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38i schiedener Sorten angeschafft, darunter »Leghorn«, »Horpington« »Rhode Island Red«, »Plymouthrock«, ferner Gänse, Truthühner usw. Irri Jahre 1926 veröffentlichte die Versuchsstation die Ergebnisse der in Ben Schemen durchgeführten Experimente. Sie zeigten, daß bei guter Pflege und zweckmäßiger Ernährung eine Zahl von mindestens hundert Eiern pro Jahr auf das Huhn erreicht werden kann. Insbesondere zeichneten sich beim Eierlegen die »Leghorn«-Hühner aus, die im Durchschnitt 120 Eier pro Huhn und Jahr bei einem Gewichte von 53,014 g für das Ei legten; »Rhode Island« ergaben 100 Eier pro Jahr im Gewichte von 53g und die Kreuzungen der ausländischen Rassen mit den einheimischen ergaben 131 Eier mit einem Gewichte von 49,82 g. Diese Ergebnisse ermutigten die Siedlungen, diesen Wirtschaftszweig in intensiverer Weise zu pflegen, und bereits im Jahre 1927 wurden von »Tnuvah« mehr als 70.000 Eier auf den Markt gebracht. Im Jahre 5694 erreichte der Absatz durch »Tnuvah« die Höhe von 4,500.000 Eiern. Die durchschnittliche Zahl der Legehühner in unseren Siedlungen belief sich auf 100.000 Stück, es wurden ca. 500.000 Eier ausgebrütet und Brutmaschinen eingeführt mit einer Fassungskraft bis zu 170.000 Eiern. Es muß festgestellt werden, daß sich dieser Wirtschaftszweig in der ganzen Zeit nur in unseren Siedlungen entwickelt hat. In der letzten Zeit begann er sich in erheblichem Maße in den neuen Siedlungspunkten der deutschen Einwanderer, insbesondere in der Siedlung Ramoth Haschawim, zu entwickeln. 3. Die Hühnerzucht in den Moschawim: Der Umfang dieser Tätigkeit ist nicht bei allen Siedlern der gleiche; bei einem Teile der Siedler ist das vorhandene Geflügel nur für die Selbstversorgung bestimmt, bei der Mehrzahl jedoch besteht die Tendenz, einen Überschuß über den Eigenverbrauch für den Verkauf heranzuzüchten. Es gibt kaum eine Wirtschaft, die weniger als 40—50 Legehennen besitzt, in vielen Wirtschaften jedoch übersteigt die Zahl dieser Hennen 150. Im Durchschnitt ist anzunehmen, daß auf jede Familie im Moschaw etwa 100 Hühner kommen. Die Zahl der Küken in den Moschawim beträgt pro Siedler zwischen 250 und 400. Im Moschaw bestehen besonders günstige Bedingungen für das Geflügel. Den Hühnern kommt der ganze Abfall des Wirtschaftshofes zugute; aus dem Kuh- und Pferdestall, dem Gemüsegarten, den Küchenresten und dem Dreschplatz nutzt der Bauer auf diese Weise Nährstoffe aus, die sonst zugrunde gingen. All diese Sorten von Abfall verringern die Kosten des Futters und vergrößern den Verdienst. Der Hühnerstall befindet sich nah am Hause und ist leicht unter Kontrolle zu halten. Die Tätigkeit befindet sich hauptsächlich in den Händen der Frau, und die Arbeit im Hühnerstall fällt in den Rahmen der hauswirtschaftlichen Tätigkeit. Aus diesem Grunde ist die Rentabilität dieses Zweiges in der Wirtschaft des Einzelbauern größer als in der kollektiven Wirtschaft. 4. Die Geflügelzucht in der Kwuzah: Die Zahl der Hennen pro Familie in der Kwuzah schwankt zwischen 25 und 100. Der Umfang