Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 401)
- Language
- German
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technischen Positionen in Palästina von ungarischen Ingenieuren und Technikern besetzt. In letzter Zeit sind auch mehrere ungarische Industrielle nach Palästina ausgewandert und haben dort eigene Betriebe eröffnet bzw. sich an solchen beteiligt. Das Verhältnis der offiziellen jüdischen Organisationen Ungarns, insbesondere der neologen und orthodoxen Landeskanzleien, der Kultusgemeinden usw., ist dem Zionismus gegenüber ein unfreundliches, was hauptsächlich auf die radikale Propaganda des ,,Egyenlôség" zurückzuführen ist. Es gilt daher als allgemeine Wahlparole, daß Zionisten in öffentliche Vertretungskörperschaften nicht aufgenommen werden dürfen. Mangels einer Organisation enthalten sich die Zionisten der' Teilnahme an solchen Wahlen. Die Erhaltung unseres Blattes Zsido Szemle sowie die Erhaltung unseres Büros, das wir in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft bisher nicht aufgegeben haben, erfordert jährlich ca. 200 000 000 k, die von einigen wenigen Gesinnungsfreunden in Budapest ohne jedwede Unterstützung von anderwärts aufgebracht werden. Bei dieser außerordentlichen Belastung ist die Opferfreudigkeit eine minimale. Für den Keren Hajessod haben bisher nur einige wenige Budapester Gesinnungsgenossen beigesteuert, eine organisierte Keren Hajessod-Arbeit hat sich bisher als nicht möglich erwiesen. 1924 ergab die Schekelaktion insgesamt 1300 Schekolim, im laufenden Jahre dürfte sich die Schekelzabl auf 2000 bis 3000 erhöhen. Dazu kommen noch die im vorigen Jahre-vereinnahmten goldenen Schekolim und im laufenden Jahre ca. 100 Pfund für den Gentraifonds. Unserem leitenden Komitee gehören folgende Herren an: Dr. Leopold Ostern, Dr. Nison Kahan, David Kolm, Ing. Armin Beregi, Ing. Moses Bisseliches, Dr. Ede Izsak, Dr. Ungar Béla, Bedakteur des Zsidö Szemle, Martin Hirsch, Nândor Partos, Friedrich Fried und Béla Szmuck an. Vereinigte Staaten. Die Jahre 1923—1925 zeichnen sich durch einen energischen Versuch aus, die Organisation in numerischer Hinsicht zu verstärken. Seit der Begründung des Keren Hajessod in Amerika sind die besten Kräfte der Bewegung in der Aufbringung von Geldern für Palästina absorbiert worden. Im gleichen Maße, wie die Begeisterung für den Keren Hajessod und andere Palästina-Tätigkeiten wuchs, ließ das Verantwortlichkeitsgefühl für die Organisation selbst nach. Angesichts der dringenden Geldforderungen aus Palästina zur Deckung des Budgets ließ man den Dingen ihren Lauf, bis sich mit dem Jahre 1923 herausstellte, daß die Mitgliederzahl der Organisation auf 40 000 herabgesunken war. Viele Zionisten erblicken hierin durchaus keine Schwächung der Organisation, sondern betrachten die Situation vielmehr als eine politische Neukonzentrierung, die darauf hinauslief, der Palästina-Arbeit eine umso konzentriertere Aufmerksamkeit zu widmen. Sie vertraten die Ansicht, daß es einer großen Organisations- Mitgliedschaft nur so lange bedürfe, als es galt, mit der numerischem Stärke der Bewegung bei der Außenwelt aus politischen Gründen Eindruck 392