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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 391

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 391 (sequence 400)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054154--1320-9054552
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seit 13 Jahren unter dem Patronat der Kultusgemeinde wirkte und viele hunderte Mitglieder zählte, wurde als zionistisch-verdächtig aufgelöst. Dasselbe widerfuhr auch unserer zionistischen akademischen Vereinigung Makkabäa. Der Kampf der antizionistischen offiziellen Judenheit tind ihres Organs ,,Egyenlôség" hat trotz aller Erfolge des Zionismus nicht abgenommen, sondern sich noch mehr verstärkt, und selbst rein kulturelle Institutionen wie z. B. die hebräische Universität in Jerusalem werden aufs energischeste bekämpft. Mangels Statuten ist auch jede öffentliche zionistische Tätigkeit verboten: Sammlungen für Keren Hajessod, Keren Kajemeth, ja selbst Verkauf von Schekolim können nicht öffentlich betrieben werden, da bloß Vereine berechtigt sind, von ihren Mitgliedern Gelder für wohltätige oder kulturelle Zwecke zu sammeln, während andere Sammlungen in jedem Falle der Bewilligung des Ministers des Innern und des Finanzministers unterliegen, die für zionistische Sammlungen natürlich die Genehmigung nicht erteilen werden. Oeff entliche Versammlungen für zionistische Propaganda werden durch die Behörden nicht gestattet, es ist nur möglich, im engsten Kreise Besprechungen abzuhalten. Unsere einzige öffentliche Tätigkeit besteht in der zionistischen Presse. Unter sehr schweren Opfern einiger Weniger Gesinnungsgenossen in Budapest geben wir zweiwöchentlich unser Organ Zsido Szemle heraus. Unter der Redaktion unserer Gesinnungsgenossen Dr. Josef Patai erscheint die literarische und Kunst-Zeitschrift ,,Mult és Jövö". Das ausgezeichnet redigierte Blatt ist nicht zionistisch, jedoch unserer Sache freundlich gesinnt und veröffentlicht sehr eingehende Mitteilungen über Palästina und jüdische Kulturbewegung. Von der Redaktion dieses Blattes wurde neulich eine Ausstellung der Werke von Abel Pann veranstaltet, die außerordentlichen Zuspruch hatte und auch von der ungarischen Tagespresse sehr eingehend als eine palästinensische Kunstausstellung gewürdigt wurde. Das Verhalten der Tagespresse im allgemeinen ist ein günstiges, ausgenommen natürlich die der Regierung freundliche antisemitische Presse, die den Zionismus als eine Weltgefahr aufs heftigste bekämpft. Anläßlich der Universitätseröffnung brachte die liberale Tagespresse sehr ausführliche Artikel über Zionismus und Universität in überaus sympathischen Tone. Im allgemeinen ist die Stimmung dem Zionismus günstig, doch mangels einer Organisation fehlt uns jedwede Möglichkeit, diese Stimmung für unsere Idee nutzbar zu machen. In Budapest versuchen wir es, die wenig übriggebliebenen Kräfte beisammen zu halten. Wir veranstalteten mehrere gesellige Zusammenkünfte, wir feierten den Jahrestag der BalfOurdeklaration, die Eröffnung der hebräischen Bibliothek usw., doch erstreckten sich diese Veranstaltungen nur auf einen kleinen Kreis (einige Hundert) von Gesinnungsgenossen. Eine organisierte C h a 1 u z - Bewegung gibt es in Ungarn aus den angeführten Gründen nicht. Doch ist die Zahl der aus Ungarn nach Palästina ausgewanderten Intellektuellen und Arbeitern eine verhältnismäßig bedeutende und bekanntlich ist eine Anzahl der wichtigsten 391

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