Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 333

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 333 (sequence 342)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/9038125-9054154--1262-9054494
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

nächste Abteilung ein Institut für orientalische Studien eröffnet werden, das gemeinsam mit dem judaistischen Institut den Kern der zukünftigen geisteswissenschaftlichen Fakultät bilden wird. Die National- und Universitätsbibliothek. Die Periode der Entwicklung der Bibliothek in der Zeit seit dem letzten Kongreß ist vor allem durch die Tatsache gekennzeichnet^ daß den Ausbau der Bibliothek als wissenschaftliches Institut erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt wurde und daß mit Erfolg daran gearbeitet wurde, die Bibliothek zu einem Zentrum der wissen^ schaftlichen Arbeit in Palästina sowohl für Juden als auch für Nicht]uden zu machen. Die ersten drei Jahre der zionistischen Verwaltung der Bibliothek, 1920—1923, waren dazu verwendet worden, das Institut, welches durch den Krieg schwer gelitten hatte, wieder zu einem lebendigen Institut zu machen, die Leserzahl zu erhöhen, die Yerbindungen mit dem Galuth, mit den Freunden der Bibliothek in allen Ländern wieder aufzunehmen und einen erneuten Zufluß von Büchern nach Palästina zu sichern. Dieses Beginnen war von Erfolg gekrönt. Seit Uebernahme der Bibliothek durch die Zionistische Organisation war ein monatlicher Zuwachs von 1000 Bänden erreicht Avorden und die Bibliothek, die mit 32 000 Bänden im Sommer 1920 von der Zionistischen Organisation übernommen worden war, zählte im Sommer 1923 in runden Ziffern 56 000 Bücher in ca. 66 000 Bänden. Nachdem auf diese Weise die Arbeit dieser drei Jahre das Institut wieder lebendig gemacht hatte, konnte nunmehr daran geschritten werden, die Bibliothek systematisch auszubauen und sie zu einem brauchbaren Instrument für den in Palästina arbeitenden wissenschaftlichen Forscher zu machen. Dies erwies sich als umso notwendiger, als im Vorjahre die Universität eröffnet wurde und die Ansprüche von seiten der um die Universität gruppierten wissenschaftlichen Arbeiter naturgemäß viel höhere wurden. Der Ausbau der Bibliothek konnte natürlich nicht in allen Zweigen in gleichmäßiger Weise durchgeführt werden. Die Bibliothek beschränkte sich zunächst auf diejenigen Fächer, deren Ausgestaltung die dringendste Forderung des Augenblicks war. In diesem Sinne wurde die hebräische, die judaistische, die orientalistische, die chemische und die medizinischei Abteilung der Bibliothek besonders ausgebaut. Der Ausbau der hebräischen und judaistischen Abteilung der Bibliothek erfolgte zum großen Teil mit Hilfe der energischen Tätigkeit der verschiedenen Komitees im Auslande, von denen insbesondere die großzügig organisierte Arbeit des Vereins der Freunde der Universität in Warschau eine besondere Hervorhebxmg verdient. Nach der Eröffnung des judaistischen Instituts der Universität wurden von seiten dieses Instituts besondere Mittel zum Ankauf großer Sammlungen bereitgestellt und es wurde auf diese Weise die Bibliothek des verstorbenen Dr. S. A. Posnanski in Warschau (unter Beteiligung des Warschauer Komitees), die Bibliothek der klassischen Philologen Professor Gomperz und Professor Me ekler und die 33S

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.