Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 321 (sequence 330)
- Language
- German
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In den sechs Jahren von 5679 bis 5684 vergrößerte sich die Beteiligung des Jischuv an den Erziehungsausgaben um mehr als das 41/2facne' und eine Schätzung von 5685 zeigt sogar eine mehr als 6 fache Vergrößerung, und die jedenfalls nicht kleiner als Sîfôî&ch. sein wird. Dagegen hat sich die Zahl der Schüler bloß um 15 °/o vergrößert. < Diese Ergebnisse kosteten uns viel Mühe. Auch waren die Beträge, die wir für einige der Kolonien festsetzten, sehr hoch, wodurch die Kolonien ihren Verpflichtungen nicht nachkommen konnten, und uns noch gewisse Summen aus den früheren Jahren schulden. Ein Teil dieser Schulden ist bereits in diesem Jahre getilgt worden und ein Teil wird jetzt getilgt und zwar derart, daß die Schulden aus den früheren Jahren, die überhaupt nicht zur Einkassierung gelangen, die Summe von £ 1800 nicht übersteigen. Außer den Schulgeldern an unsere Schulen bestreitet der Jischuv die Schulkosten für seine Kinder in anderen Anstalten, in denen noch zirka 35 °/o der jüdischen Kinder lernen, und die Zahlungen belaufen sich insgesamt auf £ 45000—46 000 jährlich. Diese fallen auf die Schultern einer Bevölkerung von 110 000 Seelen, oder 22 000—25 000 Familien, wovon mindestens 40 °/o Immigranten sind, die erst vor kurzem ins Land kamen und noch keine feste ökonomische Basis für ihre Existenz gefunden haben. Und noch mehr; ein Teil dieser Summen wird nur durch die Eltern von Schülern bezahlt, die zirka 60 % der Familienzahl ausmachen. Es wird behauptet, daß unsere Brüder im Galut, auch in den Ländern, wo ihre ökonomische Lage nicht besser ist als in Palästina, ihr Erziehungswesen selbst decken, ohne Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Im Galut aber gibt es kein solches Netz von Volksschulen mit acht Lehrjahren wie in Erez-Israel. Auf diesen vollkommenen Bau unseres Erziehungswesens können aber weder die Landesbewohner noch das ganze Volk in allen Ländern des Galut, welches seine Zukunft an unser nationales Zentrum knüpft, Verzicht leisten. Wenn davon die Rede sein kann, durch schweren Druck die Einnahmen aus dem Jischuv zu vergrößern, so ist dies hauptsächlich durch die Beteiligung der organisierten Gemeinden an dem Erziehungswesen möglich. Damit haben wir in diesem Jahre begonnen. Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw hat als erste auf unseren Ruf geantwortet und hat uns £ 4280 (statt £ 500 im Jahre 5684) bewilligt, außer den £ 500, die sie den Schulen für Arbeitsgegenstände bewilligte. Auch hat sie gewisse Summen für Abendkurse und andere Kulturinstitutionen in der Stadt bewilligt. Zu Beginn des Sommers bewilligte sie weitere £ 300 für die Kindererziehung der Immigranten. Im nächsten Jahre wird sie gewiß die Summe ihrer Beteiligung bedeutend erhöhen. Auch die Gemeinde von Jaffa beteiligte sich mit £ 70. — In Petach-Tikwäh gelang es uns, einigen Einfluß auf die Beziehung des Waad Hamoschawa zum Erziehungswesen auszuüben, so daß er beschlossen hat, sich in diesem Jahre mit der bescheidenen Summe von £ 300 am Erziehungswesen zu beteiligen. Aber nachdem der Waad den ersten Schritt in dieser Beziehung gemacht hat, wird es uns gewiß gelingen, ihn nächstes Jahr mit einer viel größeren Summe zu kontingentieren. Die übrigen Kolonien beteiligen sich bereits seit langem mit ziemlich bedeutenden Sum- 21 321