Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 307)
- Language
- German
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löhne. 70 V/o der Summe wurden dem Solel-Boneh in bar bezahlt und der Rest in sicheren Wechseln. Unter der Berücksichtigung des großen Werts dieser Arbeiten an sich, sowie als Beschäftigungsmöglichkeit von Arbeitern für mindestens 2 Jahre, fand es das Arbeitsdepartement für nötig, dem Solel- Boneh für diesen Zweck eine Anleihe von £E 5000 zu gewähren. Vom Arbeitsetat des Jahres 5685 lieh das Arbeitsdepartement dem Solel-Boneh auf Rechnung dieser £E 5000 den Betrag von £E 1000,. während der Restbetrag von £E 4000 dem Anleihekonto des Arbeitsetats für 5686 belastet wurde. Beteiligung an den Verlusten bei Uebernahme von Regierungsaufträgen: Die einzige Arbeit, die der Solel-Boneh im Jahre 5684 von der Regierung zu erhalten vermochte, betrifft die Errichtung von Ställen und Baracken im Heereslager in Sarafend. Außerdem übernahm der Solel-Boneh einen sehr kleinen Teil vom Bau des Friedhofs für die im Kriege gefallenen englischen Soldaten. Im Laufe des Jahres 5684/85 übernahm der Solel-Boneh von der Stadtverwaltung Jerusalem einige Straßen zu einem Betrage von £E 3000. Um dem Solel-Boneh die Durchführung dieser Arbeiten zu ermöglichen, beteiligte sich das Arbeitsdepartement an dem Verlust, der durch die Differenz zwischen dem üblichen jüdischen Arbeitslohn und den üblichen Regierungslöhnen besteht, die auf der Basis der Ausbeutung beruhen. Diese Beteiligung wurde seitens des Departements auf Grund einer in dieser Frage angestellten Untersuchung festgestellt, die durch eine Sachverständigenkommission bei 15 °/o der in Frage kommenden Arbeiten durchgeführt wurde. Im Laufe der Jahre 5684/85 gab das Arbeitsdepartement als Beteiligung an den Verlusten bei der Uebernahme von Regierungsarbeiten den Betrag von £E 668,560 aus. VI. Arbeitsbeschaffung für Arbeiterinnen. Im Bericht des Arbeitsdepartements für das Jahr 5682 wird die Frage der Arbeitsbeschaffung für Arbeiterinnen folgendermaßen charakterisiert: „Sie ist nach unserer Ansicht eines der ernstesten Probleme unter allen Arbeitsfragen im Lande." Das Departement machte es sich zur Aufgabe, bei der Beschaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeiterinnen bei verschiedenen landwirtschaftlichen Arbeiten und neuen Zweigen des Handwerks und der Industrie mitzuwirken. Im Laufe dieser Jahre gab das Departement größere Anleihen zur Beschäftigung von Arbeiterinnen durch Vermittlung des Arbeiterinnenrates, zur Unterbringung von Arbeiterinnen in Baumschulen und in verschiedenen Zweigen der Bauarbeit.' Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Unterbringung einer Zahl yon Arbeiterinnen in besonderen Kwuzoth und in passenden Arbeitszweigen die Position der Arbeiterinnen im Lande stärkt und sie im täglichen schweren Existenzkampf seelisch stärkt. Die landwirtschaftlichen Kwuzoth gingen, nachdem sie in der ersten Zeit ihres Bestehens vom Arbeitsdepartement Anleihen erhalten hatten, nunmehr im ganzen Umkreis ihrer Arbeit in den Bereich 298