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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 296

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 296 (sequence 305)
Language
German
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IRI
…/9038125-9054154--1225-9054457
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Ende des Winters 5684 machte sich eine kenntliche Besserung auf dem. Arbeitsmarkte in Tel-Awiw bemerkbar. Ein Teil der Arbeitslosen ging zur Tabaksarbeit in die Kolonien und die Bautätigkeit belebte sich und erreichte im Sommer 5685 einen solchen Umfang, daß sie alle Arbeitslustigen beschäftigte und sogar neue Einwanderer, die in Tel-Awiw von Monat zu Monat sich ansammelten, aufnehmen konnten. Im Jahre 5685 war demgemäß keine Notwendigkeit zu Notstand sarbeiten auf Grund von Anleihen des Arbeitsdepartements. Jerusalem: Der Zustand in Jerusalem ist ein außergewöhnlicher. Jerusalem entwickelt sich wirtschaftlich nur langsam. Die geringe Bautätigkeit hindert die Entfaltung dieses Arbeitszweiges. Die sehr schwache Industrie und der Mangel einer landwirtschaftlichen Bevölkerung in der Umgebung Jerusalems tragen dazu bei, daß die Ströme neuer Einwanderer mit Initiative bisher nicht nach Jerusalem gingen. Immerhin besteht Aussicht auf Besserung der Lage, wenn hypothekarischer Kredit zu günstigeren Bedingungen zu haben sein wird und wenn dadurch die Bautätigkeit ermöglicht wird, zu der ein großes Bedürfnis wegen der Wohnungsknappheit besteht. Auch die große Zahl von öffentlichen und von kulturellen Institutionen wird die Einwanderung nach Jerusalem vergrößern und die wirtschaf tliche Initiative anregen, sich der Befriedigung der Bedürfnisse der Bevölkerung von Jerusalem anzunehmen. Aber im Augenblick ist die schlechte Lage und der Mangel an Arbeitsmöglichkeiten noch sehr zu spüren. In Jesalem gibt es fast zu jeder Jahreszeit eine bestimmte Zahl von Arbeitslosen, die sich von Zeit zu Zeit durch die ständige Einwanderung orientalischer Juden vermehrt, die großenteils Familienväter und ungelernte Arbeiter sind. Dieser Zustand herrscht ununterbrochen, so daß sich die beiden Berichtsjahre nicht voneinander unterscheiden. In den Jahren 5684 und 5685 wurden seitens des Arbeitsdepartenients für Notstandsarbeiten in Jerusalem folgende Summen gegeben: An Beth Hakerem für Wegebau und -Vorarbeiten auf Grundstücken £E 2250 An Rachaviah (Rattisbonne) ,, 2000 An Keren Montifiore „ 1000 Für öffentliche Arbeiten bis Ende 5685 „ 1000 Diese Arbeiten geschahen größtenteils in der Form, daß die betreffenden Wohnviertel 50 % der Ausgaben für diese Arbeiten trugen. Außerdem wurde der Kupatti cholim der Arbeiterschaft für Bau eines Weges zwecks Verbindung des Sanatoriums Mozah mit der Straße Jaffa—Jerusalem gegeben ,, 250 Gesamtbetrag der Ausgaben für öffentliche Arbeiten in Jerusalem £E 6500 Haifa: Ende des Sommers 5684 trat in der Bäubewegung ein Stillstand ein und es entstand Arbeitslosigkeit in Haifa. Um den zeitweiligen schweren Zustand zu überwinden, bewilligte das Arbeitsdepartement zu Anfang des Jahres 5685 der rumänischen Gesellschaft „Ach usât h Sir Herbert Samuel" eine Anleihe für den Bau eines Weges auf ihrem Terrain auf dem Karmel. Diese Bewilligung verschaffte 100 Menschen für ein halbes Jahr Arbeit. Außerdem gab 296

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