Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 304)
- Language
- German
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bruch und 100 Arbeiter in der Steinbearbeitung. Es wurden jetzt Steinbrüche an verschiedenen Stellen Jerusalems gekauft und als Ergebnis des Solel-Boneh kann gesagt werden, daß große Bauten, wie die Hebräische Universität und das Sanatorium in Mozah ebenso die Gebäude im Viertel Beth hakeren, in Talpioth und in Rachavia mit jüdischen Steinen erbaut worden sind. Es wurde also ein vielversprechender Anfang gemacht, eine Industrie, ebenso für die Landesbedürfnisse wie für den Export, die ein wichtiges Mittel für Arbeitsbeschaffung vor allem in Jerusalem werden kann. Der so gemachte Anfang erfordert nunmehr seine Erweiterung und Basierung. Die vom Solel-Boneh begonnene Tätigkeit erfordert die Investierung neuer Mittel zwecks Erwerbs neuen Bodens, zwecks Erweiterung der bestehenden Steinbrüche und zwecks Anschaffung der notwendigsten Maschinen. Wegen der Knappheit des Etats des Arbeitsdepartements konnten für das Jahr 5685 nur £E 1310 für die Erweiterung der Steinindustrie bewilligt werden. Abgesehen von dieser Summe wurden £E> 300 dem Misrachi für die Unterbringung von 30 Arbeitern in der Steinindustrie zwecks Anschaffung von Arbeitsgerät und zwecks Erwerbs der notwendigen Erfahrungen bewilligt. Es liegt ein Plan zur Erweiterung des zukunftsreichen Arbeitszweiges der jüdischen Steinindustrie vor und die Frage der Beschaffung der dafür notwendigen Mittel muß eine Lösung finden. Wegen der Wichtigkeit der Steinindustrie und um die Beschaffung von Geldmitteln dafür aus verschiedenen Quellen zu ermöglichen, liegt der Antrag vor, die gesamte Steinindustrie einer besonderen Gesellschaft zu übertragen. Eine gemeinsame Kommission der Zionistischen Exekutive und des Solel-Boneh hat bereits die Statuten und die Prinzipien der neuen Gesellschaft ausgearbeitet. , V. öffentliche Arbeiten. Tel-Awiw: Im Anfang des Jahres 5684 herrschte große Arbeitslosigkeit in Tel-Awiw. Etwa 1000 Menschen gingen ohne Arbeit und ohne Existenzmittel herum. Die Bautätigkeit war zum Stillstand gekommen, ebenso die öffentlichen Arbeiten wie Wegebau und ähnliches. Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw tat in diesem Jahre keinerlei Schritte, um öffentliche Arbeiten in Angriff zu nehmen. Die einzige öffentliche Arbeit, nämlich der Bau einiger Straßen in Tel-Awiw, geschah im Winter 5684 mit Hilfe von Anleihen des Arbeitsdepartements, nachdem Hunderte von Menschen viele Monate ohne Arbeit gewesen waren. Um die Arbeitslosigkeit in Tel-Awiw zu verringern, bemühte sich das Arbeitsdepartement, andere Arbeiten einzurichten und tat auch andere Schritte, um soweit als möglich die Arbeitslosen nach anderen Plätzen zu bringen. So wurde eine Notstandsarbeit in der Umgebung von Tel-Awiw eingerichtet: Bau einer Straße in Ramath Gan am Wege von Tel-Awiw nach Petach Tikwah. Diese Arbeit beschäftigte 100 Menschen im Laufe der Wintermonate. Für die Notstandsarbeiten in Tel-Awiw im Winter 5684 wurden folgende Anleihen gegeben: - Der Stadtverwaltung von Tel-Awiw für Wegebau £E 1500 Der Siedlung Ramath Gan für Wegebau £E 1500 295