Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 290)
- Language
- German
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mitunter auch bis zur Austrittsgrenze, bzw. bis Triest begleitet. Bei größeren Transporten wurde für die Bereitstellung von Separatwaggons und für eine geschlossene Weiteraufgabe des Beisegepäcks Sorge getragen. Einen wesentlichen Teil der Tätigkeit des Palästina-Amtes bildet die Fürsorge für die Palästinafahrer. Zunächst handelte es sich darum, mittellosen Auswanderern und Durchwanderern Unterkunftsmöglichkeit im Wanderheime zu gewähren. Mit Rücksicht auf die Abnahme der Durchwanderung konnte ein größeres Heim, und zwar das dem Zionistischen Landeskomitee für Oesterreich gehörende Haus ,,Donauwarte" als Durchwandererheim aufgelassen werden, und es verblieb bloß das Chaluzheim in der Rossauerkaserne, welches fast immer voll belegt war. Im Jahre 1923 benützten das Heim 155 Personen, im Jahre 1924 144 Personen. Mit Ende April 1925 weist das Heim einen Vollbelag von 38 Betten auf. Die Fürsorgetätigkeit erstreckt sich ferner auf die ärztliche Behandlung von Chaluzim und auf die Unterbringung von Kranken, speziell von solchen, die aus Palästina zwecks Heilung nach Wien kamen, in besonderen Heilanstalten. Schließlich gewährt das Palästina-Amt, vorwiegend solchen Chaluzim, die in Oesterreich ihre Hachscharah genossen haben, Zuschösse zu den Beisekosten, bzw. stellt es dort, wo es nottat, auch die vollen Reisespesen nach Erez Israel in Form von Darlehen zur Verfügung. In der Zeit vom 1. Mai 1923 bis 30. April 1925 hat das Palästina- Amt aus den Mitteln seines gesondert geführten Emigrations fonds folgende Beträge verausgabt: 1) Reisedarlehen an 186 Personen .... £ 661.19.9 2) Krankenkosten....... ö. K. 30 670200.— 3) Heimerhaltungskosten .....,, „ 123 261 800.— 4) Hachscharahbeiträge und Subvention für die Charluzorganisation . ... . . ,, „ 4 677 900.— Die Einnahmen des Emigrationsfonds setzen sich nebst gelegentlichen Zuwendungen aus der von jedem durch das Palästina-Amt abgefertigten Palästinafahrer eingehobenen Gebühr in Höhe von engl. Schilling 2.— und aus den vom Lloyd Triestino geleisteten Vergütungen zusammen. Durch Erteilung von Informatione n über die vorhandenen wirtschaftlichen Möglichkeiten in Palästina, war das Palästina- Amt auch bestrebt, kapitalkräftige Juden für den Wiederaufbau Palästinas in Form einer wirtschaftlichen Betätigung im Lande zu interessieren. Diesbezüglich stand das Palästina-Amt in engem Kontakte mit dem Handels- und Industrie-Departement der Zionistischen Exekutive in Jerusalem. Bei der Anknüpfung von Handelsbeziehungen zwischen Palästina und Oesterreich, sowie bei der Durchführung wichtiger Industrieprojekte war das Palästina-Amt den Interessenten behilflich. Durch Veranstaltung von Gesellschaftsreisen nach Erez-Israel, die hauptsächlich um die Pessachzext stattfanden, war das Palästina-Amt bemüht, weiteren Kreisen der jüdischen Bevölkerung den Besuch Erez Israels zu ermöglichen. 281