Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 280 (sequence 289)
- Language
- German
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f) Nach den Berufen waren: Landarbeiter, bzw. Landwirte .... 308 Hilfsarbeiter, bzw. qualifiz. Handwerker . 484 Kaufleute und Industrielle . . . .196 Freie Berufe....... . 92 Ohne Beruf (Hausfrauen, Schüler, etc.) . 162 zusammen 1242 Der Prozentsatz der Hebräischsprechenden betrug 74 o/o. Nur ein verhältnismäßig sehr geringer Teil der Auswanderungsbereiten, die beim Wiener Palästina-Amte registriert sind, konnte tatsächlich befördert werden. Dies bezieht sich hauptsächlich auf diejenigen Beisebewerber, die als ausgebildete Chaluzim oder als Handwerker und Arbeiter verschiedener Art nicht im Besitze von hinreichenden Geldmitteln waren und nur auf Grund der besonderen Chaluzzertifikate zur Einwanderung zugelassen werden konnten. War insbesondere in der «rsten Hälfte der Berichtszeit die Zahl der Zertifikate an sich sehr gering, so wurde die dem Wiener Palästina-Amt zugewiesene Quote derart knapp bemessen, daß den vielfachen Anforderungen unmöglich Genüge geleistet werden konnte. Mit Bücksicht auf die verhältnismäßig sehr große Zahl der Auswanderungslustigen konnte in Bezug auf körperliche und geistige Eignung der Werber der strengste Maßstab angelegt werden. Bei der Auswahl wird nach bestimmten, festgesetzten Gesichtspunkten unter besonderer Berücksichtigung der jeweils von dem Immigrations-Departement in Jerusalem bekanntgegebenen Sonderumstände vorgegangen. Auch die ärztliche Ueberprüfung der Auswanderer wurde im Sinne der einschlägigen Spezialinstruktionen der Exekutive streng durchgeführt. Eine sehr schwierige Situation, die geradezu katastrophale Formen anzunehmen drohte, entstand im Sommer 1924 dadurch, daß viele Hundertc von Emigranten, hauptsächlich aus Polen, ohne jedwede Beise- und Ausweisdokumente nach Wien kamen und erklärten, durchwegs nach Palästina befördert werden zu wollen. Nur diejenigen Emigranten, die bei der strengen Auswahl als geeignet für Erez-Israel befunden wurden — es war dies nur ein verhältnismäßig geringer Teil der im Bahmen der sogenannten wilden Wanderung nach Wien Gekommenen — wurde im Laufe der Zeit nach Erez Israel befördert. Für alle anderen mußte damals ein allgemeines, zu diesem Zwecke geschaffenes jüdisches Hilfskomitee gegründet werden, das sich der Emigranten annahm. Durch direkten Vertragsabschluß der Exekutive mit dem Lloyd Triestino, womit jedwede Zwischengesellschaft ausgeschaltet und gleichzeitig eine wesentliche Ermäßigung des Fahrpreises erzielt wurde, ergab sich die Möglichkeit, die transporttechnischen Agenden der Palästinawanderung im unmittelbaren Wirkungskreise des Palästina-Amtes zu erledigen. Die Durchwanderer wurden insbesondere bei größeren Transporten von einem Beamten des Palästina-Amtes an der Landesgrenze zwecks Erleichterung der Paß- und Zollrevision erwartet und 280