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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 264

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 264 (sequence 273)
Language
German
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IRI
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sonen, die nach Palästina fuhren, um dort eine Möglichkeit zu finden, im Lande zu bleiben. Wie sehr sich inzwischen die Immigration (sbewegung in Litauen entwickelt hat, kann aus der einen Tatsache erkannt werden, daß in der Zeit vom Oktober 1923 bis September 1924 Litauen nach den offiziellen Statistiken an dritter Stelle derjenigen Länder stand, aus denen eine Emigration nach Palästina stattfand, und das trotz der kleinen Zahl der litauischen Juden. Die in Litauen herrschende schwierige ökonomische Lage war eine der Hauptgründe für die Emigration. Die folgenden Ziffern zeigen die Ausdehnung der Emigrationsbewegung: Touristen..... 236 Männer 87 Frauen — Kinder Bemittelte Auswanderer 259 ,. 178 , 166 Personen, die zu ihren Angehörigen fahren 116 ■„ 107 , 25 Zertifikate 176 „ 103 „ 13 708 Männer 475 Frauen 204 Kinder Die Zahl derjenigen Personen, die aus ökonomischen Gründen Litauen verlassen wollen, ist größer, als aus obiger Tabelle hervorgeht, aber das Palästinaamt kann nach den geltenden Bestimmungen nicht jedem die Auswanderungsmöglichkeit verschaffen. Angehörige der Mittelklasse und verschiedene gelernte Handwerker, die nach Palästina gehen wollen, und imstande wären, sich dort anzusiedeln, erhalten keine Einwanderungserlaubnis, weil sie nicht die bestimmungsgemäß erforderliche Minimalsumme besitzen, und die dem Palästinaamt zuerteilten Zertifikate sind völlig unzureichend. Die Zahl der in Verbindung mit dem letzten Arbeitsplan erhaltenen Zertifikate ermöglicht zum Beispiel nur 10 % der Anträge zu befriedigen, die das Amt erhielt. Die Zahl der für die Emigration vorgemerkten Arbeiter beträgt jetzt 1500. Das Palästina-Amt in Lemberg. Das Palästina-Amt in Lemberg umfaßt als Landespalästina-Amt ganz Ostgalizien, also ein von ungefähr 600 000 Juden bewohntes Gebiet. Gegründet im Jahre 1919, entfaltete es eine wirkungsvolle Tätigkeit insbesondere zu Beginn der dritten Alijah, wo es galt, die Chaluzidee zu wecken, zu organisieren und für die Emigration vorzubereiten. — Es gelang ungefähr 1000 junge Juden aus der Organisation „H a s c h o m e r H a z a i r" und ,,H echaluz" nach Erez-Israel zu bringen. Im Jahre 1920 und 1921 ging durch Ostgalizien eine starke Welle jüdischer Flüchtlinge aus Rußland und der Ukraine; das Palästina- Amt war mit Erfolg bemüht, den geeigneten Teil dieser Massen nach Erez Israel zu bringen. Hier gilt es nicht nur Emigrationsarbeit zu leisten, sondern auch für rechtliche Hilfe zu sorgen und Stützungsaktionen durchzuführen, um die Emigration überhaupt zu ermöglichen. Die Auswahl des Menschenmaterials, insbesondere die Ueberwachung der beruflichen und sprachlichen Vorbereitung der Ghaluzim und Olim besorgt die Palästinalandeskommission, welche dem Amte vorsteht. Sie findet eine wirksame Unterstützung in einer großen Reihe von lokalen Palästinabüros in den größeren jüdischen Zentren des Landes. — Es war leider nicht möglich, den großen 264

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