Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1925-01-01 · XIV (1925) · p. Seite 260

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIV (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 260 (sequence 269)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9038125-9054154--1189-9054421
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

und bestätigt. Auch bei den anderen Landes-Palästinaämtern Rumäniens (Bukarest, Kischinew und Klausenburg) zeigt sich ein immer stärkeres Anwachsen der Alijah-Bewegung. Die Gesamtzahl der bei diesen Aemtern registrierten und bestätigten Olim erreicht gleichfalls die Zahl 2000, so daß in ganz Rumänien ungefähr 4000 bestätigte und registrierte Olim auf die Abfertigung warten. Dabei wird infolge der schweren Wirtschaftskrise die Alijah-Bewegung von Tag zu Tag immer stärker. Der allrumänische Hechaluz hat derzeit eine Mitgliederzahl von ca. 700 Mitgliedern, die sich in Farmen und verschiedenen anderen Institutionen für Palästina vorbereiten. Das Czernowitzer Palästinaamt hat für ganz Rumänien in der Zeit vom 1. Mai 1923 bis Ende April 1925 folgende Zertifikate erhalten : Im Jahre 1923 ... 150 Zertifikate für Männer Im Jahre 1924 ... 632 Zertifikate für Männer, 94 für Frauen In den ersten 4 Monaten des Jahres 1925 . . 220 Zertifikate für Männer, 50 für Frauen Zusammen 1002 Zertifikate für Männer, 144 für Frauen In dieser Zahl sind die zuletzt eingetroffenen 492 Zertifikate nicht einbegriffen. Für Rumänien sind nach den Beschlüssen der letzten Konferenz der Palästinaämter, die in Jerusalem stattgefunden hat, 12 o/o aller Zertifikate reserviert. Es soll besonders betont werden, daß diese Zahl nicht im entferntesten ausreicht, um auch nur den dringendsten Bedarf an Zertifikaten zu decken. 4. Die Transitwanderung aus Polen durch Rumänien. Die polnische Transitwanderung über Rumänien begann im Oktober 1922. Von diesem Zeitpunkte angefangen geht ein immer größerer Teil der polnischen Wanderung über Constanza nach Palästina. Die Stärke der polnischen Transitwanderung beweisen folgende Zahlen: Im Jahre 1'923 (seit Mai d. Js.) sind 1050 Personen über Piumänien nach Palästina ausgewandert; im Jahre 1924 6090 Personen und in den ersten 4 Monaten des Jahres 1925 5428 Personen. Zusammen haben also vom Mai 1923 bis Ende April 1925 10 578 polnische Olim den Transitweg über Rumänien benutzt. Die Emigranten fahren zum größten Teile in geschlossenen Transporten, zum Teile aber auch als Einzelreisende. In den letzten Monaten werden infolge der großen Zahl der Reisenden ganze Sonderschnellzüge für die Transit-Alijah eingestellt. Die Transporte werden bis Sniatyn durch einen Begleiter des Warschauer Palästinaamtes geführt. In Grigore Ghica Voda (der rumänischen Grenzstation) übernimmt den Transport ein Begleiter .des Czernowitzer Palästinaamtes und führt ihn nach dem Hafen Constanza. Bei der ärztlichen Kontrolle, bei der Zollrevision, bei der Gepäck- und Personen-Abfertigung interveniert das Czernowitzer Palästinaamt, das in Grigore Ghica Voda eine Abfertigungstelle errichtet hat. Die Emigranten werden während ihres mehrstündigen Aufenthaltes in Grigore Ghica Voda durch die Verpfiegsstation, welche das Czernowitzer Palästinaamt an dieser Grenzstation eingerichtet hat, verpflegt. 260

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.