Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 247)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9038125-9054154--1167-9054399- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
und mit Befriedigung können wir konstatieren, daß sie sich hier mit unserer Hilfe eine Existenz begründet haben. d) Gemeinden: Die Zahlen in der Tabelle D geben die Immigrantenziffer der orientalischen Gemeinden mit 7076 an, d. h. 21 %. Die Behandlung dieser Immigranten mußte eine ganz1 besondere sein; denn diese Gemeinden sind untereinander in ihren Forderungen, ihrer Lebensweise verschieden. Die Leitung und Ordnung einer so mannigfaltigen Immigration erfordert besondere Anstrengung und wir müssen betonen, daß die Immigrations-Abteilung und ihre Filialen ihren Verpflichtungen den Immigranten der verschiedenen Gemeinden gegenüber in gleichem Maße nachgekommen sind. Es gab und gibt auch heute keine ungleichartige Behandlung der Immigranten dieser oder einer andern Gemeinde. Es ist wahr, daß die Einwanderer der orientalischen Gemeinden in gewissem Grade im Vorteil sind, weil sie größtenteils auch die Landessprache kennen (die Sprache unserer Nachbarn). Sie kennen orientalische Gebräuche und Lebensweise, und begnügen sich mit wenigem. Andererseits muß aber betont werden, daß ein Teil dieser Leute aus dem Arbeiterstande sich nicht leicht an die gegenwärtigem Bedingungen des Aufbaus des Landes gewöhnt, nämlich an das Leben der Kwuzoth, das auf kooperativer Basis aufgebaut ist. Nach und nach überwinden sie diese Hemmungen und bei den Arbeitern in Jerusalem und auch an andern Plätzen sind ledige und verheiratete Arbeiter beschäftigt, die verschiedenen Gemeinden angehören und. die im gemeinsamen Willen zum Aufbau der Heimat zusammenarbeiten. e) Berufe: (siehe Tabelle E). Im Verlauf der erwähnten Periode hat sich unter den Immigranten die Zahl der Facharbeiter gemehrt. Hier ist zu betonen, daß der ledige Immigrant, der einen Beruf hat und mit dem festen Willen herkommt, das Land aufzubauen, sich leicht einlebt, weil ihm als Einzelnem die Anpassung an die Lage leichter ist. Er kann zu jeder Arbeit übergehen, auch wenn dieselbe nichts mit seinem Beruf zu tun hat. Mit dem Familienvater steht das anders. Er sucht die Möglichkeit, in seinem Beruf unterzukommen, weil er seine Familie ernähren muß. Aber auch ein solcher Immigrant kann sich, wenn er einige Mittel besitzt, mit großer Wahrscheinlichkeit eine Existenz schaffen. f) Einreiseerlaubnisse (Zertifikate). Von April 1923 bis Mai 1925 erhielten wir von der Begierung 12 853 Zertifikate, die unter 25 Länder verteilt wurden. Ein Teil wurde durch die Regierung an Privatleute verteilt, die Einreise-Erlaubnisse für geschulte Arbeiter verlangten. Die Zahl der Zertifikate wuchs allmählich, bis sie 6000 für das Halbjahr April-September 1925 erreichte und Avird hoffentlich noch ansteigen. Die Zahl der Zertifikate konnte von der MaQclatsveirwaltung aus objektiven Gründen vermehrt werden, nachdem die zionistische Exekutive im Verlaufe von mehreren Jahren bewiesen hat, daß das jüdische Erez-Israel imstande war, die Immigration zu absorbieren. Die zionistische Exekutive hat immer wieder ihr Ersuchen an die Regierung gestellt, ihr eine größere Zahl von Zertifikaten zur Verfügung zu stellen und hat diese gemäß eigener Entscheidung unter die Pa- 238