Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 246)
- Language
- German
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als man sie früher eingeschätzt hatte und der Prozeß des Aufbaus bekommt ein viel rascheres Tempo als die Experten erwartet hatten. Es wäre falsch, die ökonomischen und politischen Ursachen in den Galuthländern als die Hauptfaktoren für die vergrößerte Immigration anzuerkennen. Nach wie vor sind die ideale Gesinnung, der nationale Opfermut und das Chaluztum der Jugend die Grundlagen unserer anwachsenden Immigration. b) D i e finanzielle Lage: Die Ausgaben für die Immigration wurden in hohem Maße verringert (siehe Tabelle F). Diese große Ersparnis bei der Immigration ist drei Ursachen zu verdanken: 1. Verbesserung der technischen Vorbereitung der Immigration im Ausland und der Auswahl der Immigrantenklassen; 2. Ersparnisse in den Ausgaben für die Immigranten im Lande, bei der Verpflegung, Administration usw.; 3. verstärkte Familien-Einwanderung. Die Immigrationsabteilung hat den Palästina-Aemtern im Galuth Anweisungen erteilt — im Einverständnis mit der zionistischen Exekutive — bei der AusAvahl der Elemente für das Land nach Möglichkeit damit zu rechnen, ob der Immigrant Verwandte im Lande besitzt, die ihm bei seiner Einordnung helfen, oder ob er genug Mittel besitzt um durchzuhalten, bis er eine Existenz findet. Die Immigrationsabteilung hat auch bis zum äußersten Ersparnisse in der Administration eingeführt, wenngleich das auch die Arbeit :sehr erschwert hat. Dennoch haben die verausgabten Beträge das bewilligte Budget überschritten, weil die Immigration dreimal größer war, als man sie vor einem Jahre einschätzte. Eine Einwanderung von 3000 Personen im Monat, darunter zirka 1000 Immigranten, die Zertifikate der Zionistischen Exekutive benutzen, konnte man im August Î924 nicht voraussehen. c) D i e L ä n d e r : In Tabelle C ist die Zahl der Immigranten nach den Ursprungsländern angegeben. Die Immigranten kamen aus 47 Ländern. Das ist ein Kibbuz Galujoth im wahren Sinne des Wortes. Die erste Stelle nimmt Polen ein mit 42, Rußland 20, Litauen 5, Rumänien 4,5 Prozent usw. Details über die Immigrationsbewegung aus Polen, Litauen, Rumänien usw. finden sich in den Berichten der Palästina-Aemter. Wir möchten hier nur auf die Zahl der Immigranten aus Rußland aufmerksam machen, die größtenteils auf die Zertifikate der zionistischen Exekutive hereinkamen. Voller Schwierigkeiten und Hindernisse war unsere Verbindung mit den Genossen in Rußland. Wir haben aber alle Hindernisse überwunden und können mit Befriedigung konstatieren, daß wir fast immer den Genossen, die wegen ihres Zionismus politisch verfolgt wurden, die Einwanderung nach Palästina ermöglichen konnten. Besondere Aufmerksamkeit schenkten wir der Lage der Flüchtlinge in verschiedenen Ländern und wir haben die Einwanderung von Hunderten von Flüchtlingsfamilien aus Konstantinopel, Danzig. Riga und anderen Häfen ermöglicht. Auch Hunderten von Jemeniten-Familien aus Aden verschafften wir die Möglichkeit, nach Erez-Israel zu kommen 237