Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 222)
- Language
- German
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Die Kommission erachtet es für richtiger, nicht den Mindestbetrag festzusetzen, der für einen Ansiedler zur Entwicklung und Fundierung einer eigenen Wirtschaft unentbehrlich ist, da ja dieser Betrag infolge der Schwankungen der Preise von Gebäuden und Geräten veränderlich ist. Die Kommission fand vielmehr, daß der richtige Weg der sei, ein Verzeichnis von den unbedingt notwendigen Gebäuden und Arbeitsgeräten anzufertigen, ohne welche der Betrieb nicht auf eigenen Füßen stehen und der Siedler sich unmöglich auch nur notdürftig fortbringen kann. Es werden jedoch dem Siedler nicht alle Geräte und Bedarfsgegenstände gegeben, landläufig mit dem Ausdruck ,,full equipment" (volle Ausrüstung) bezeichnet, dieselben müssen vielmehr durch die Siedler selbst langsam und allmählich angeschafft werden. Dieser Unterschied an Gerätschaften bildet den Anteil des Siedlers bei der Einrichtung des Betriebes. Mit Anwachsen der Erträge und Entwicklung der einzelnen Wirtschaftszweige Avird die Lebensführung des Siedlers steigen und die Notlage der ersten Jahre der Kolonisation überwunden werden. Beim Prüfen der Voranschläge der einzelnen Betriebe nahm die Kommission nicht die in dieselben bereits investierten Geldbeträge als Maßstab an, sondern untersuchte vielmehr die Gebäude und Arbeitsgeräte, die die betreffenden Betriebe besaßen bzw. die ihnen fehlen. Es wurde ein Verzeichnis der für jede Siedlungsfamilie unbedingt nötigen Arbeitsgeräte und Gebäude aufgestellt, sodann auf Grund der Untersuchung der tatsächlichen vorhandenen Gebäude und Geräte festgestellt, was der Betrieb an solchen benötigt, um selbsterhaltungs fähig zu werden. Es wurde ein Schlüssel zur Feststellung der für jede Person und jedes Stück Milch- und Arbeitsvieh notwendigen Nahrungs¬ bzw. F utter mengen ausgearbeitet und die Zuteilung der Bodenfläche an jeden Betrieb wurde gemäß diesem Schlüssel und mit Rücksicht auf die Selbstversorgung des Betriebes vorgenommen. Auf Grund eines ähnlichen Schlüssels wurden sodann auch die Bilanzen der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben eines jeden Betriebes für die Uebergangsperiode und für den Beginn der endgültigen Fundierung hergestellt. Bei der Erstellung der Bilanzen für die voraussichtlichen E i n - und Ausgänge wurden als Maßstab vorsichtshalber die gegenwärtigen Erträge und Einnahmen der Betriebe nach den Bilanzen und nach den Antworten auf den Fragebogen angenommen. Es wurden hierbei von der Kommission kleine Aenderungen in dem Sinne vorgenommen, daß sie beim umlaufenden Betriebskapital der einzelnen Wirtschaften die zur Familienernährung erforderliche Menge an Milch und Eiern erhöhte. Hingegen wurde die Summe der gegenwärtigen Einnahmen auch bei denjenigen Betrieben unverändert gelassen, wo ein Anwachsen derselben zu gewärtigen ist, um dieserart das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben bei der Bilanz sicherer zu machen. Sowohl für Kwuzoth als auch für Moschwei Owdim wurde als Ausgangspunkt die Einheit der dauernden Ansiedlung in der Form einer arbeitenden Familie, die je nach den Ortsverhältnissen 80 bis 100 Dun am Bodenfläche einnimmt, genommen. Je nach der Größe der 213