Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 212)
- Language
- German
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9000 Dunam KKL. erhalten. Alle diese Siedlungen erwarten Kredithilfe vom KH. So erfreulich diese neue Erscheinung und dieser Drang zum Lande ist, so dürfen doch die Hindernisse und Gefahren nicht verkannt werden — zumeist völlige Unkenntnis der Landwirtschaft bei den Ansiedlern, Mangel der Gewöhnung an körperliche Arbeit, in den meisten Fällen auch ungenügendes Eigenkapital. Alle diese Umstände verengen wesentlich die geschäftliche Kreditbasis dieser neuen Kolonisation und stellen uns vor ein äußerst schwieriges Problem der Umbildung dieser Mittelstands-Elemente zu arbeitstüchtigen Bauern. Zur Beratung dieser neuen Elemente ist eine Informationsstelle des Departements in Tel-Awiw, im Anschluß an die Versuchsstation, geschaffen worden. In ihrer Leitung ist die Hitachduth Haikarim, der Kolonistenverband, vertreten. Eine Kommission aus Vertretern und Experten des Departements, des JNF. und der Antimalaria-Abteilung der Regierung bereiste im April das neue Gelände des JNF. zwischen dem Nazareth-Gebirge und dem Kischon zwecks Auswahl der neuen Siedlungspunkte vom sanitären, baulichen und landwirtschaftlichen Standpunkt. Ueber die Verwendung dieser Ländereien ist Anfang dieses Jahres eine vorläufige Verständigung zwischen dem KKL. und dem Departement zustandegekommen. Die Exekutive hat im Prinzip beschlossen, den ersten Versuch einer intensiven Kleinsiedlung nach den Richtlinien des Herrn Dr. Soskin durch unsere Beteiligung zu ermöglichen. Der Versuch soll auf beAvässerbarem Boden des JNF., in der Nähe von Tel-Awiw unternommen werden, u. zw. mit Ansiedlern, die wenigstens die Hälfte des erforderlichen Kapitals beibringen (£ 250—300). Obwohl der Voranschlag des Kolonisationsdepartements für das nächste Jahr von der Exekutive bzw. dem FWR. zur Vorlage an den Kongreß noch nicht genehmigt ist, so kann doch schon heute soviel gesagt werden, daß für die doppelte Aufgabe des Ausbaus des Bestehenden und der Neukolonisation in einem den' angereiften Bedürfnissen adäquaten Umfange Mittel notwendig sind, die den bisherigen landwirtschaftlichen Etat wenigstens auf das zweifache überschreiten. Wir möchten der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Finanzen des KH. es Uns ermöglichen werden, die agrare Basis der jüdischen Siedlung in Palästina absolut und relativ zu stärken und zu erweitern. Die ländliche jüdische Bevölkerung Erez Israels wird derzeit auf 22000 Seelen oder 18% des gesamten Jischuw geschätzt. Diese Proportion mag ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem Galuth sein, sie befriedigt und sichert uns nicht in Palästina, namentlich angesichts der verstärkten Flut städtischer Einwanderer im letzten Jahre. Andererseits wächst die Zahl privater Ansiedlungsgesellschaften. Von 900 000 Dunam Boden in jüdischem Besitze gehören rund 150 000 Dunam) dem JNF., ca. 300 000 Dunam der PJCA., 450000 Dunam den Kolonien und Privatgesellschaften. Es gilt, den ländlichen Unterbau unseres 203