Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 210)
- Language
- German
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Aufgabe der Anleitung des Arbeiters in einigen landwirtschaftlichen Zweigen. Den kleineren Gruppen wird ebenfalls die Möglichkeit gegeben, eine beschränkte Anzahl von Arbeits- und Milchtieren zu erwerben. Sämtliche den Chawuroth bewilligten Beträge Averden ihnen als Anleihen gegeben. Die Behandlung dieser Gruppen oblag gemeinsam dem Departement für landwirtschaftliche Kolonisation und dem Arbeitsdepartement. Die Anleihen zwecks Eroberung der Arbeit und für die öffentlichen Arbeiten wurden hauptsächlich vom Arbeitsdepartement, •die Anleihen für landwirtschaftliche Ausbildung von dem Departement für landwirtschaftliche Kolonisation gegeben. Die Folgen dieser geordneten Arbeit ist das Anwachsen der Zahl der jüdischen Arbeiter in den Kolonien. Unsere Ausbildungskredite sind etwa 1200 von ihnen zugute gekommen. Es soll an dieser Stelle auch der großen Bedeutung der landwirtschaftlichen Mittelschule in Mikweh-Israel, wo dauernd 50 bis 60 Arbeiter Beschäftigung und landwirtschaftliche Ausbildung finden, Erwähnung getan werden. Ebenso verdient hervorgehoben zu werden, daß ein Teil der Chaluzim als jährliche Arbeiter bei Kolonisten in Galiläa oder auch als zeitweilige Mitglieder von Kwuzoth, die ohne finanzielle Hilfe unsererseits bestehen, in der Landwirtschaft arbeiten. Das Departement für Kolonisation hat während der abgelaufenen 2 Jahre für die landwirtschaftliche Ausbildung von Chaluzim den Betrag von £ 7150.— ausgegeben. E. Das landwirtschaftliche Museum. Während der letzten zwei Jahre wurden besonders folgende Sammlungen vergrößert: botanische, entomologische und mineralogische, sowie die Kollektionen von Weintrauben-, Obst- und Gemüsesorten. Es wurde auch eine neue Abteilung, die der landwirtschaftlichen Industrie, eröffnet. Das landwirtschaftliche Museum, das nun 5 Jahre besteht, ist beim jüdischen und nicht jüdischen Publikum in Erez Israel nach wie vor populär. Die Zahl seiner Besucher stieg alljährlich und erreichte bis jetzt bereits das 25. Tausend. Das Museum wird sowohl besucht von Juden aus Jerusalem und aus sämtlichen Städten und Kolonien des Landes, als auch von Arabern, namentlich von Schülern der hebräischen und christlichen Lehranstalten, die oft in den Bäumen des Museums an Hand des darin befindlichen Materials Kurse über die Naturgeschichte des Landes abhalten. Außerdem besuchen das Museum zahlreiche Totiristen aus allen Weltteilen. Das Museum sandte an die britische Reichsausstellung in Wembley in den Jahren 1924 und 1925 verschiedenes Ausstellungsmaterial (Obstsorten, Getreidevarietäten, Musterstücke von Baumarten u. a. m.) aus den jüdischen Siedlungen in Erez Israel. Es beteiligte sich mit Material auch an anderen ausländischen Ausstellungen: in Moskau und in Gent als auch an einer amerikanischen Keren Hajessod-Wanderausstellung. Das Museum sammelt immerfort Material aus sämtlichen Zweigen der allmählich fortschreitenden jüdischen Landwirtschaft in Erez Israel. 201