Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 176)
- Language
- German
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frohen Beamtenstabes für den Keren Kajemeth durchzuführen. Insbesondere waren wir bedacht auf eine ausreichende Schulung unserer Beamten. Dazu schien uns unerläßlich, sie mit dem Gegenstand ihrer Arbeit, mit Erez-Israel, intensiv bekannt zu machen. Aus dieser Erwägung heraus haben wir im Vorjahr zum ersten Male eine Beamtenzusammenkunft in Palästina arrangiert, der eine zweite in diesem Jahre gefolgt ist. Die Sekretäre einer größeren Zahl unserer Sammelstellen haben daran teilgenommen, sind systematisch durch Palästina, die jüdischen Dörfer und Städte geführt worden, haben aus berufenstem Munde Belehrungen und Informationen über den Aufbau des Landes erhalten und haben gemeinsam mit dem Hauptbüro die grundlegenden Fragen des Keren Kajemeth und die Arbeit für den Keren Kajemeth durchgesprochen. Der Versuch hat sich sehr bewährt; wir haben die Absicht, ihn zu einer dauernden Einrichtung zu machen. Der Schulung unserer Mitarbeiter, der Belebung ihres Interesses und dem Austausch der gegenseitigen Erfahrungen dient die Monatsschrift ,,Uns<er Fonds" die seit März Î924 vom Hauptbüro herausgegeben wurde, und die in den fünf Sprachen, hebräisch, jiddisch, deutsch, englisch und französisch in einer Gesamtauflage von 10 000 Exemplaren erscheint. Sie wird durch die Sammelstellen an alle aktiven Mitarbeiter des Keren Kajemeth verschickt und hat sich nach dem allgemeinen Urteil als ein sehr wertvolles Mittel zur Vertiefung und Belebung unserer Propaganda und der Organisation unserer Sammelstellen erwiesen. Hand in Hand mit der oben geschilderten Intensivierung unserer Arbeit ging ihre Popularisierung durch eine ausgedehnte Pressetätigkeit. Die geringe Beachtung, die der Keren Kajemeth noch vor zwei Jahren in der Oeffentlichkeit für sich zu konstatieren hatte, erstreckte sich auch auf das Verhältnis der jüdischen Presse zum Keren Kajemeth. Es ist uns gelungen, darin einen radikalen Wandel zu schaffen. Zunächst haben wir durch Herausgabe der „Palästina-Korrespondenz", an der sich später auch die Palästina-Exekutive beteiligte, ein Organ geschaffen, das die jüdische Presse regelmäßig wöchentlich einmal über die Begebenheiten auf dem Gebiet des Keren Kajemeth informiert. Diese Korrespondenz erscheint jetzt in sechs Sprachen — hebräisch, jüdisch, englisch, deutsch, französisch und spaniolisch. Gleichzeitig haben wir unser Pressebüro erheblich ausgebaut. Das Pressebüro des Keren Kajemeth ist in verhältnismäßig kurzer Zeit zu einem wesentlichen Faktor der jüdischen Publizistik geworden. Es steht in Verbindung mit fast 300 jüdischen Zeitungen und versendet jede Woche eine größere Anzahl von Artikeln und Berichten über Erez-Israel und die Arbeit des Keren Kajemeth in die ganze Welt. Man kann konstatieren, daß fast alle diese Notizen und Artikel in einem bemerkensAverten Grade von der Presse aufgenommen werden. Neuerdings haben wir diese Berichterstattung durch einen Bilderdienst ergänzt, dessen weiteren Ausbau wir uns angelegen sein lassen. In dieser Arbeit werden wir besonders unterstützt durch die verschiedenen Organe, die von einzelnen Sammelstellen, sei es allein, sei es in Verbindung mit dem Keren Hajessod herausgegeben werden. Wir nennen besonders den ,,Auf bau", das illustrierte Monatsblatt unserer Berliner Sammelstelle, das sich überall eine besondere 167