Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 45)
- Language
- German
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Die Exekutive hat auch in Kantara während der Touristensaison einen Beamten stationiert, welcher die Touristen erwartet und dafür sorgt, daß sie nach Ankunft in Jerusalem mit dem Jüdischen Informationsbüro in Verbindung treten. Die Exekutive half bei der Einrichtung eines Hotels in Balfouria, welches Reisenden im Emek Aufnahme gewährte. Es wird an die Errichtung von Hospizen in Nahalal und Daganiah in nächster Zeit gedacht. Die Exekutive erhielt für die Peßachsaison von 5684/85 Erleichterungen von der Regierung für spezielle Touristenvisen mit einmonatlicher Gültigkeit. Die übrigen Formalitäten wurden übergangen unter der Zusicherung, daß der Besucher ein Tourist bona fide ist und nicht die Absicht hat, im Land zu bleiben. Es hat sich die Praxis eingebürgert, Touristen, deren Namen täglich von den Hotels in Erfahrung gebracht werden, in das Jüdische Informationsbüro einzuladen und die, an denen die Exekutive besonders interessiert war, erhielten Einladungen, die Exekutive zu besuchen und ihre Mitglieder zu sprechen. Mit den bekannteren Reiseagenturen wurden bessere Beziehungen angebahnt, und die wichtigste von ihnen hat in ihr Programm von 1925 eine Liste der jüdischen Siedlungen aufgenommen und Instruktionen erteilt, wie man sie erreichen kann. Die in Jerusalem für Touristen getroffenen Erleichterungen haben zur Organisierung ähnlicher Touristenkomitees in Tel-Awiw und Haifa Anstoß gegeben. Die Exekutive nahm teil an der Veröffentlichung einer besonderen Touristen-Nummer von „Palestine Weekly" im Januar 1925 und von ,,Mischar W'taassiah", welches Touristen-Nummern in hebräischer und deutscher Sprache herausgab, wo, abgesehen von einem umfassenden Reiseplan, auch Nachrichten über die jüdischen Siedlungen, besondere Artikel über die Arbeit des Keren Hajessod und Keren Kajemeth aufgenommen wurden. Wo es möglich war, wurden die zionistischen Föderationen über Touristen ihrer Länder auf dem laufenden gehalten. Besonderer Dank soll den folgenden Herren für ihre wertvolle Hilfe im Zusammenhang mit dem Empfang und der Führung von Touristen ausgesprochen werden: Herrn Louis Topkis aus Wilmington, Herrn Isaak Harris aus Boston, U. S. A. und den Herren Dr. Magnes, Felix Rosenblüth und Murray Rosenberg im Lande. Es ist unmöglich, die genaue Zahl der jüdischen Besucher während der Berichtsperiode anzuführen, aber es mag festgestellt werden, daß im Laufe des Jahres 1924 nach offiziellen Berichten über 49 000 Touristen und Durchreisende, ausschließlich der Immigranten und vom Ausland zurückkehrenden Einwohner, ins Land kamen. Es muß bemerkt werden, daß alle Arbeiten in Verbindung mit Touristen durch die zionistische Exekutive und das Jüdische Informationsbüro auf nichtgesellschaftlicher Basis geleistet worden sind. Es wurden Ratschläge gegeben, aber keinesfalls Plätze weder auf Dampfern, Eisenbahnen noch Automobilen verkauft, dies vielmehr absichtlich den regelrechten Touristenagenturen überlassen. 36