Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 44)
- Language
- German
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Aufnahme- und Unterbringungsmöglichkeiten, eine Notwendigkeit, die sich, durch die gesteigerte Eimvanderung des Jahres 1925 immer stärker fühlbar machte. Der Regierung wurden über diesen Punkt fortwährend Vorstellungen gemacht und anläßlich des Besuches des Staatssekretärs in Palästina wurde auch ihm diese Angelegenheit vorgelegt. Im Juni 1925 gelang es endlich, von seiten der Regierung die Zusicherung zu erlangen, daß ein beträchtlicher Betrag für weitere Quarantänebauten verwendet und diese Arbeit schnellstens ausgeführt werden soll. Touristik. In dem Bericht der Exekutive an den XIII. Kongreß wurde in hezug auf die Aufnahme von Touristen festgestellt „es erscheint notwendig bei der zionistischen Exekutive eine besondere Abteilung zu gründen, welche unter der Leitung der Politischen Abteilung eine Arbeit unternehmen sollte, deren Zeit sie jetzt über Gebühr in Anspruch nimmt. Es erscheint wünschenswert, daß Touristen, welche sich für das Land interessieren, von den zionistischen Aemtern in ihren Ländern eingeladen werden sollten, bei öffentlichen Versammlungen zu sprechen und an der Propaganda teilzunehmen. Wir fühlen, daß die kleine Ausgabe für ein solches Amt in Palästina mehr als ersetzt werden würde durch das Wachsen der Sympathie und der Beiträge im Auslande." Erst im Januar 1924 wurde mit Herrn Gerschon Agronsky ein Vertrag abgeschlossen, wonach er von nun ab nach Palästina kommen und dem Leiter der Politischen Abteilung bei dieser Arbeit und bei der Reorganisierung des Pressebüros helfen sollte. Diese Verfügungen wurden durch den Keren Hajessod und die Zionistische Organisation Amerikas herzlich begrüßt. Der Keren Hajessod bewilligte 1000 £ für einen Spezialfonds im Zusammenhang mit dem Touristenwesen. Kurz darauf wurde auf Initiative der Exekutive ein Jüdisches Informationsbüro eingerichtet unter den Auspizien eines Koriiitees, welches Vertreter der Exekutive, des Keren Kajemeth, der Hadassah, des Waisen-Komitees, der Internationalen Zionistischen Frauenorganisation und der Universität umfaßte. Die Zusammensetzung dieses Komitees wurde auf diese Organisationen beschränkt, weil es wünschenswert war, daß nur diejenigen Institutionen, welche daran interessiert sind, den Besuchern bei der Besichtigung Palästinas zu helfen, ohne daß sie von ihnen Beiträge verlangen, an der Erhaltung und Leitung eines Jüdischen Informationsbüros teilnehmen sollten. Herr Moss Levy, früherer Beamter der palästinensischen Regierung, wurde Leiter dieses Büros, für das in dem neuen Uhrturmgebäude gegenüber der Post, im Mittelpunkt der Stadt, Räumlichkeiten genommen wurden. Das Büro war von ungemeinem Werte, indem es täglich die Namen der neuen Ankömmlinge notierte, für Besucher Unterkunft sicherte, ihnen Reisepläne zusammenstellte und Drucksachen allgemein zionistischen Charakters, besonders mit Bezug auf den Keren Hajessod und Keren Kajemeth, verteilte. Trotz gewisser Mängel, welche die Erfahrung aufgezeigt hat, hat das Jüdische Informationsbüro seine Existenz gerechtfertigt und sollte vor der nächsten Reisesaison ausgebaut werden. 3:! 35