Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIV (1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 40)
- Language
- German
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auf den Wunsch der Juden nach freundschaftlicher Kooperation mit den Arabern zum Ausdruck zu bringen; 3. die Versuche der Muselmanisch Christlichen Vereinigung, von König Hussein moralische und materielle Unterstützung für ihre Campagne gegen den Zionismus zu erhalten, zunichte zu machen. In diesen Absichten war die Delegation von vollem Erfolg begleitet. Sie wurde mit vollendeter Höflichkeit empfangen, und zum ersten Mal erreichte man in der arabischen Presse die weiteste Publizität für die wichtigen Resolutionen des Kongresses, während sich König Hussein davon zurückhielt, den arabischen antizionistischen Agitatoren in Palästina irgendeine Unterstützung zu gewähren. Die König Hussein überreichte Adresse schließt mit folgenden positiven Formulierungen der zionistischen Ziele: „Zugleich mit der oben erwähnten autoritativen Erklärung gestatten wir uns, Eurer Majestät Aufmerksamkeit auf die unwiderlegliche Tatsache zu lenken, daß Palästina, durch seine historischen Verbindungen, eine einzigartige Stellung im Herzen des jüdischen Volkes einnimmt; auf die Liebe des jüdischen Volkes zu diesem Land und seinen Willen, es wieder aufzubauen; auf seine Arbeit für das Land und auf die jetzt erlangte internationale Anerkennung. Wir glauben außerdem, daß unsere nationale Harmonie und Eintracht mit den Arabern Palästinas ein positiver und wertvoller Faktor zur allgemeinen Wiederherstellung des früheren Wohlstandes der Nachbarländer sein wird.'" Aus den Ueberlegungen, die zur Entsendung der Delegation führten, ist zu ersehen, daß die erreichten Erfolge bleibenden Wert haben, der durch den nachher erfolgten Fall König Husseins unter dem Druck des Eindringens der Wahabiten in den Hedjaz nicht beeinträchtigt wird. Eröffnung der Hebräischen Universität und Besuch Lord Balfours. Die hebräische Universität als Eckstein des kulturellen Gebäudes, welches das Nationale Heim für die Judenheit der ganzen Welt errichtet, wird in einem besonderen Bericht an den Kongreß behandelt, und es ist selbstverständlich, daß das Ereignis vom 1. April 1925, vor allem vom kulturellen und sozialen Standpunkt, eine historische Bedeutung für das jüdische Volk für alle Zeiten hat. Vom politischen Gesichtspunkt jedoch gibt die Eröffnungszeremonie Gelegenheit zu einigen Bemerkungen an dieser Stelle. Die Tatsache, daß der Präsident der Zionistischen Organisation, der im Namen aller am Gedanken der jüdischen Wiedergeburt hängenden Juden sprach, Lord Balfour einladen konnte, Palästina als Gast des jüdischen Volkes zu besuchen, hat die höchste Bedeutung vom Standpunkt einer tatsächlichen Entwicklung des Nationalheims. Erwähnt werden müssen auch die Begrüßungen und Wünsche, welche Regierungen und Gesandte mehrerer Länder bei dieser Gelegenheit Dr. Weizmann und der Universität ausgesprochen haben. Eine Anzahl derartiger Botschaften wurde telegraphisch überreicht und bei einem Bankett, welches die Leitung der Universität am 1. April veranstaltete, und bei welchem Herr Sokolow präsidierte, brachten die Vertreter von Amerika, Belgien, Deutschland, Frankreich, Holland, 31