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Das jüdische Blatt · 1914-02-27 · 9 (27.2.1914) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
V (1914)
Issue
9 (27.2.1914)
Date
1914-02-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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goB=e&^; ■Reich und Ausland: Lettungspreislitte. Bayern: Leitungsnummer 546. Geschäftsstelle: - M. D«Mont Tchauberg, Ttraftburg i. Elf. - Vertretung für Bayern und Württemberg: Max Etchinger, König!. Hofbuchhändler, Ansbach (Bayern). Zu beziehen: Durch die Geschäftsstelle; außerdem in Llrastburg durch die Elsäsfischs AktiengeseNschaft vorm. A. Amme». In Basel durch I. Nordmann, Socinäraste 36. In Zürich durch A. Schneider, Badenerstrabe 123. Bezugsbedingungen: Pro Quartal per Post 75 Pfg. (exkl. ZustellungSgebiihren), per Streifband M. 1.25. In Frankreich unter Streifband 2.K) Ir. da« Vierteljahr, 10 Fr. das Jahr. In der Schweiz per Post 4 Fr. das Jahr ohne Bestellgeld, unter Streifband 10 Ir. dar Jahr. In Oesterreich per Post 4 Kr., per Streiiband 9 Kr. das Jahr. Ja England 2 Schilling, Amerika 50 Cents per Vierteljahr. -Inserate nach Tarif. - Abonnements nimmt jede Dottanttalt entgegen. V. Zabrgang. Ltratzburg, 27. zfebruar 1914, l. Adar 5674. Dr. 9 Inhalt. Leitartikel: Zu D^Vin 'D. Das Israelitische Krankenhaus in Straßburg. — Quelle est la mission de Fhomme sur terre? — Aus aller Welt. — Korrespondenzen. — Briefkasten. — Wochenkalender. — Gebetszeiten. — Familiennachrichten. — Rätsel-Ecke. — Sprechsaal. — Gedaljah. — Inserate. Zu nonn 'd. Die Gedanken, die Israel bei der am Sinai übernommenen heiligen Mission fort und fort erfüllen, die ständig im Bewußtsein des Volkes leben mußten, um das erhabene Ziel erreichen zu lassen, sollten durch ein äußerliches Symbol veranschaulicht und ihm vor Augen geführt werden. Darum wurde der Bau des Mischkan geboten, von dem der Geist des Guten und Edlen ausgehen sollte, um im Leben der Gesamtheit und ihrer Glieder sich zu betätigen. Aber damit war die Bestimmung des Mischkan nicht erschöpft, es sollte auch die Stätte der göttlichen Willensoffenbarung werden. Hier sollte und soll die Belehrung des Volkes ihre Wurzel und ihren unverrückbaren Ausgangspunkt haben. „D o r t", so spricht Gott, nachdem er die Herstellung der Bundeslade aufgetragen, „werde ich mich dir offenbaren und mit dir reden vom Deckel herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles, was ich dir befehlen werde an die Kinder Israels." Nicht 'umsonst ist der Ort dieser Offenbarung so genau angegeben und beschrieben, nicht umsonst so hoher Wert auf die genaueste Bezeichnung dieser Offenbarungsstätte gelegt. Nicht der Tisch und nicht der Leuchter waren zum Träger der Offenbarung gewählt. Nicht das Priestertum und nicht das Königtum, jene Schätze, deren ehrender Besitz den Familien Arons und Davids zugeeignet war, sondern die Thora soll die Grundlage der Belehrung und Volksbildung sein, deren Krone nach einem Wort unserer Alten frei vor uns allen liegt, auf daß jeder nur durch ernstes, eifriges Streben sie sich zu erwerben brauche, um sie als köstliches Besitztum sein eigen nennen zu dürfen, „s i e sollen machen", so bemerken unsere Weisen, heißt es darum bei keinem anderen der heiligen Geräte; das ganze.Volk wurde bei keines anderen Herstellung zur Mitarbeit aufgRufen als der Bundeslade. Denn an der rnin soll und muß jeder Einzelne mithelfen zum Aufbau des Ganzen. In Rephidim, dem Orte des pninn J2 dem Orte, wo Amalek aus Israels Gleichgültigkeit gegen Gott und Sein Gesetz einen Erfolg seines Angriffs erhoffen durfte, war das Volk nicht einmütig, verfolgte jeder seine Sonderinteressen: dort lagerten s i e, im Bewußtsein ihrer Spaltung und Zerklüftung, und erst nachdem Israel am Fuß des Sinai zum Bewußtsein seiner Zusammengehörigkeit gekommen war und als ein einheitliches Ganzes sich begriff (jj-pi), war es würdig, der göttlichen Offenbarung teilhaftig zu werden. Grundbedingung für die heilsame Entwicklung und Entfaltung des Thora-Geistes muß darum das ernste, pflichtbewußte Z u s a m - m e n st r e b en aller sein, das keine persönlichen Interessen kennt, nur das Ganze im Auge hat, nur dem Ganzen zu dienen und das Ganze zu fördern als fein höchstes und höchst eigenes Anliegen betrachtet. Das hat der vorwöchentliche Schekalim-Ruf gelehrt, das will der heutige Sabbat uns mahnend einprägen; dann dürfen wir, frohen Herzens der Rephidimgefahr entronnen, der amalekitischen Feindschaft gedenken, vor deren Gefahren uns das Vertrauen auf Gott, die Einigkeit in seinem Dienst und die Festigkeit unseres Wollens und Vollbringens rettet. Das Israelitische Kraiiiieichans in StraPurg. (Vorbemerkung der Redaktion: Auf den in Nr. 7 des „Jüdischen Blattes" erschienenen Artikel: „Das Israelitische Krankenhaus in Straßburg" hat uns der Hausarzt dieser Anstalt, Herr Dr. H. Bloch, eine Kritik zugesandt, die wir unverkürzt wiedergeben, obgleich sie weit über den Rahmen einer Berichtigung hinausgeht. Den Vorwurf der Kompromittierung des Israelitischen Krankenhauses halten wir für unberechtigt. Der angezogene Artikel war von einem warmen Interesse für das Israelitische Krankenhaus durchdrungen. Es wurde in ihm die erfolgreiche Entwickelung betont, die diese Anstalt seit ihrem Umbau genommen hat, und das Ansehen hervorgehoben, dessen sie sich bei dem Publikum erfreut, das genötigt ist, das Israelitische Krankenhaus aufzusuchen. Daß dabei auch gewisse Mängel be-

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