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Das jüdische Blatt · 1914-01-02 · 1 (2.1.1914) · p. Seite 11

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
V (1914)
Issue
1 (2.1.1914)
Date
1914-01-02
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 1. Das jüdische platt 11 Für Herzliche Bitte: Mme: Elise Waltz, Romansweiler 2.— M; von der ^I^Kaste bei H. H. Kauffmann, Buchsweiler 1.50 dl; N. N. Ingweiler 5 M; Jakob Seligmann, Nördlingen 3.— dl; anonym Stuttgart 2 dl; anonym Ingweiler 5 dl. BätsetKcke. Sendungen für diese Rubrik nur an —- Dr. Bloch-Barr erbeten. - 1. FttUeälset. Von Äesajah Woh!gemuth, Berlin. -Deutscher Fluß. -Mann im hohen Alter. -Ort in Westfalen. -Prophet. -Stammutter. -Berühmter Märtyrer u. Mischnahlehrer -Prophetin. -Schaufäden. Die mittlere Reihe der Wörtrr ergibt, richtig untereinanoer gestellt, den Namen eines Propheten zur Zeit des Exils. 2. 3rtl|lciU‘rttrd. Von Selma Neuburger, Heidenheim. 1234567829 Nachkamme Sauls. — 4 2 6 0 7 11 Stadt in Palästina. — 1 12 5 11 j^luß in Deutschland. — 2 0 11 12 Mädchenname. — 4 7 8 2 12 König in Israel. — 1 12 5 Monat — 8 3 2 o 13 5 11 14 Vogel. — 2 13 5 Richter u. Hohepriester. — 4 12 8 2 Nagetier. - 9 12 15 6 2 Vogel. — 5 14 2 13 Stacheltier. — Erste Reihe — Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter. WatseUösmrgett aus Pr 51. 1. B, Gad, Rabbi, Babylon, Halle, Rom, n. 2. Mannheim. 3. (<hannkka, Hase, Abel, Nil, Unze, .Krug, Kamel, Achab. Richtige RatseUasungen: Cin Rätsel: Blanche u. Marcel Israel, Niederbronn. — Georgette Hirtz u. Jeanne Bloch, Winzenheim (O.-E.). — Fr. Regina Weil! u. Bernard Picard, Büdingen. — Lucie u. Armand Singer- Dreyfus, Osthofen (die übrigen Lösungen stimmen nicht ganz). — Julius Mach, Volksschüler, Merzweiler. — Realsekundauer Edgar Levy, Oberschäffolsheim ' bas eingesandte Rätsel ist gut, enthält aber nichts Jüdisches). Zwei Rätsel: Armand Roos, Tertianer, Romansweiler. — Sarah Guthmann, Wittersheim. — Anette Kaufmann, Kantorstochter, Oberehnheim. — Schlaume u. Sara Mayer, Mecleuves (?i bei Metz (bas übrige ist fehlerhaft). — Edmond, Suzanne u. Germaine Guthmann, Wittersheim. Drei Rätsel: Arthur Levy, Altkirch. — Norbert, Cäcilie u. Leopold Lehmann, Dauendorf. — Arthur, Robert, Georgette, Julie u. Julien WeiU, Altkirch. — M. A. Grumbach, Nancy. — Blanche u. Klarisse Welsch, Jnsmingen. — Marcel Kahn, Düttlenheim. — Edgar Dreyfus, Diemeringen. — Ren6 Salomon, Scherweiler. — Andreas Levy, Obertertianer, Hagenau. — Alfred u. Gaston Revel, Realtertianer; Rosa u. Blanche Revel, Buchsweiler. Fünf Rätsel: Berthold Adler, Realschüler, Bad-Mergentheim. Sechs Rätsel (aus Nr. 51 u. 52): Jeanne u. Julien Ullmann, Niederhagenthal. Den Preis für erfolgreiches Raten im Monat Dezember erhielt Norbert Lehmann, Dauendorf. (Wir bitten behufs Übersendung um genauere Adresse.) -- Briefkasten. Nach Büdingen. 1. Ja. Aber es müssen die nötigen Vorsichtsmaßregeln getroffen sein, daß beim Wegnehmen der Speisen das Feuer nicht berührt wird. 2. Der üppige Zweigenwuchs darf zur Erzielung besseren Ertrags beseitigt werden. Pf7J3 vermischtes. TNenelik und die Juden. Die abessinischen Herrscher, deren genialster, Menelik I I., dieser Tage gestorben ist, halten sich für jüdischer Abkunft und leiten sich aus der Vereinigung des Königs Salomo mit der Königin von Saba her. Beider Sohn Menelik sei al's Menelik I. der Gründer des axumitischen Reiches gewesen. Von diesem Menelik wird eine direkte Abstammung konstruiert; Menelik 11. hat an dieser Vorstellung festgehalten, durch sie seine Herrscheronsprüche begründet und sich in seinem Titel u. a. als „Löwen aus dem Stamme Juda" bezeichnet. Auch Meneliks Gattin, die als ränkevoll und europäerfeindlich geschilderte Kaiserin Taitu, soll altjüdischer Herkunft sein. Die Abessinier und ihre Dynastie sind ja nun seit alter Zeit Christen, aber es gibt unter ihnen auch Juden, die trotz mancher Verfolgungen durch die christlichen Abessinier und der Bekehrungsversuche durch weiße christliche Missionare ihren Glauben und ihre Sitten sich bewahrt haben: nämlich die Falaschas (d. h. Fremde), wie sie von den Abessiniern genannt werden, oder BiOta-Jsrael (d. h. Haus-Israel), wie sie sich meist selbst bezeichnen. „Fremde", d. h. Stammes- oder Landfremde, sind die Falaschas indessen schwerlich; denn ethnisch gleichen sie den Abessiniern, und sprachlich sind sie, wie diese, Hamiten. Wenn einige Beobachter bei den Falaschas die sogenannten charakteristischen jüdischen Gesichtszüge gefunden haben wollen, so ist darauf wenig zu geben. Ueber die Entstehung ihres Judentums ist nichts Sicheres bekannt, doch sind sie vielleicht im dritten vorchristlichen Jahrhundert durch aus Aegypten gekommene jüdische Missionare bekehrt worden, wofür u. a. die enge Anlehnung ihrer in Gez (dem Kirchenäthiopisch) geschriebenen Bibel an die Septuaginta zu sprechen scheint. Jedenfalls ist ihr Judentum vortalmudisch. Prof. F. Fa'ülovitch, der ihre Zahl nach angehenden Forschungen im Lande auf 30 000 angibt, nahm 1908 Gelegenheit, sich bei Menelik für diesen eigenartigen und ehrwürdigen Bevölkerungsrest zu verwenden. Wie man im mittelalterlichen Europa den Juden alle möglichen Schandtaten andichtete, um sie mißhandeln zu können, so glaubt man im „christlichen" Abessinien noch heute vielfach, daß die Falaschas das Fleisch lebender Menschen verzehren und sich des Nachts in Hyänen verwandeln, um das Vieh ihrer abessinischen Nachbarn zu überfallen. Die Beamten werfen sie also ins Gefängnis und nehmen ihnen ihre Habe. Andere Bedrückungen sind damit verbunden. Man preßt sie, die geschickte Handwerker, ja die einzigen Vertreter des Handwerks im Land sind, zum Bau christlicher Kirchen und zwingt sie, an ihren Feiertagen zu arbeiten. Menelik hörte FcMovitchs Klagen nicht ohne Bewegung an und versprach einen Erlaß, der solche Willkür untersagte. Er ließ sich auch einen hebräischen Text vorlesen, um, wie er sagte, „die Sprache seiner Vorfahren" zu hören. Bücheröesprechunfl. Zwei neue Monatsschriften. In diesen Tagen ist das erste Heft der „Jüdische Monatshefte" unter Mitwirkung von Rabbiner Dr. Salomon Breuer in Frankfurt a. M., herausgegeben von Rabbiner Dr. P. K o h n in Ansbach, erschienen. (Geschäftsstelle: Verlag Heidingsfeld Frankfurt a. M., Röderbergplatz 45.) Heft 1 hat folgenden Inhalt: 1. Geleitwort, von Rabb. Dr. Salomon Breuer; homiletische Betrachtung über den ersten (

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