Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 48 (28.11.1913)
- Date
- 1913-11-28
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 48. Das jüdische Statt. y Visitenkarten-Rätsel ist nicht richtig gelöst). — Alice Harburger, Sulz u. W, z Zt. Buchsweiler. — Pvonne Harburger u. Marguerite Ott, Buäisweiler. Zwei Rätsel: A. Simon ». L. Weill/Seminaristen, Köln a. Rh. — Lucien Roos, Quartaner, Hagenau. — Joseph Kahn, III real; Andreas Kahn V. real. Hagenau. — Dvonne.Mosbacher, complaMe. (Spinal. — Cacilia u. Leopold Lehmann, Dauendorf, — Recha Gutmann, bei Jakob Seligmann, Nördlingen (Bayern). — Julia Simon, Weiler (Kr. Schlettstadt). — Armand Ledermann, sind., Fegersheim. — Babette, Neumetzger, Oberdorf-Bopfingen (Württbg.). — Peter Kahn, Realtertianer, Barr (Benfeldb — Mimy Blum, Weiler (Kr. Schlettstadt). — Ernst Hirtz, Handelsschüler, Winzenheim (Ob.-Elf.). — Arthur Levy, Altkirch. — Leo Walter, Tertianer, Straßburg (Lembach). — Irene Strauß, Straßburg. - Julian u. Germania Siesel, Diemeringen. — Jacques, Jenny u. Alice Braun, Ingweiler. — Rene Pessurun, Paris, z. Zt. Ingweiler."— Eugen Netter, 'Erstem, Hufschmiedgasse 1. — Renee u. Luzian Aaron, israel. Schule, Oberehnheim. — Germaine Stein, Straßbnrg. Kronenburgerring 23. - Constant Samuel, Colmar. — Edgar u. Irma Müller.Maria Siesel, Diemeringen. — Theophil Sichel, Knabenwaisenhaus, Hagenau. — M. A. Grumbach, Nancy. — Louis Bloch, Ingweiler. — Elsa u Leopold Lehmann, Lausanne'(Schweiz), (was hier cintrifft. wird gewissenhaft gebucht). — Luise u. Frida Plaut, Nürnberg. Drei Rätsel: Lucien Baer, Realsekundaner; Marcelle Baer, Höhere Mädchenschule; Eugen Schwartz, Realquartaner. Barr. Pier Rätsel: Ren^e Salomon, Scherweiler (die Karte muß sich verirrt haben!). — Helene Samuel, Neubreisach (das eingesandte Rätsel enthält nichts Jüdisches, ist also, für.uns nicht verwendbar). Briefkasten der sRätscl-Ecke. A. n. M. W. Ingweiler: Da das Rätsel verschiedene Unrichtigkeiten (schon die erste Zeile!) enthielt, mußte es abgeändert werden, sonst hätte es überhaupt nicht gebracht werden können, also nichts für ungut! Wegen Raummangels mußten Korrespondenzen über die Aguda-Bewegung und andere verschoben werden. - Für Lemaan Zion erhallen: Von Herrn Jacob Dahlheim 24 Ji. Eingesandt. Gebweiler, den 23. November 1913. Für den 7. Dezember l. I. wird im Konsistorium, Bezirk Oberelsaß, der Vorstand sämtlicher isr. Gemeinden wieder erneuert. Seit nahezu 30 Jahren haben größtenteils die Wähler hiesiger Gemeinde mir ihr Zutrauen geschenkt, wofür ich ihnen hierdurch meinen verbindlichsten Dank ausspreche. Diejenigen Wähler, welche Willens sind, mir weiterhin ihr Vertrauen zu schenken, bitte ich, dies auf eine jüngere Kraft zu übertragen, da ich unter den gegenwärtigen Umständen ein weiteres Mandat nicht mehr anzunehmen gewillt bin. Joseph Heimerdinger. Vermischtes. Eine Hilfsaktion für die Geretteten des „Vollurno". Für die Geretteten vom „Volturno", ohne Unterschied der Konfession, hat der jüdische Hilfsverein für Einwanderer in New- Pork gemeinsam mit dem amerikanischen Roten Kreuz und mit dem jüdischen Frauenverein eine Hilfsaktion eingeleitet. Die Passagiere wurden im Hafen erwartet und sohin im Vereinsheim untergebracht. Jakob Schiff hat als erster 5000 Dollar gezeichnet. Jalioß oder Esau. Die Brüder Jakob und Esau waren Zwillinge, wie Kajin und Abel auch Zwillinge waren. Was aber bei Nennung der Namen von Jakob und Esau fehlte, ist das verbindende „Wow"! Meinen die sinnigen Erklärer der Schrift, die diese Beobachtung gemacht haben, mit diesem Ausspruch nicht auch, daß jede Geistesverwandtschaft den Zwillingsbrüdern Jakob und Esau mangelte, daß sie in Herz und Seele so verschieden waren, wie in ihrem Aeußern? Zweimal weiß jüdische Lehre von einem stattgefundeneu Kauf und Verkauf zwischen den Söhnen Rebekkas zu berichten. Den ersten Kaufvertrag schloß Jakob mit Esau ab, um die Rechte der Erstgeburt. Das ist bekannt. Der andere Kaufvertrag betraf das Recht des Erbbegräbnisses in der Höhle Machpela. Jakob zahlte den Kaufpreis für Esaus Erbteil an der Machpela. In beiden Fällen war Jakob kein guter Rechenmeister im Sinne der Menschen. Für die Erstgeburt samt ihren Pflichten ließ Esau seinem Bruder das väterliche Vermögen abnehmen. Der arme Jakob war damit für den mächtigen Esau tot. Esau hatte keinen Grund mehr, zu hassen, er hatte allen Grund, zu lachen. Als daun Jakob die offizielle Versöhnung mit dem „König von Seir" um den Preis seiner ausgesucht schönen Viehherden herbeiführte, war Esau gnädig gestimmt, und Jakob türmte eine Menge Gold aufeinander und bat: „Verkaufe mir deinen Teil an dir Machpela!" Esau war weltklug und fragte seinen Bruder: „Wozu willst du mein Stück an der Machpela haben?" Jakob sprach: „Die Machpela bedeutet für mich das Jenseits, anlom habbo. Ich bin bereit, um das jenseitige Leben alle Schätze dieser Welt hinzugeben." Esau war ein ausgezeichneter Kaufmann und sagte zu Jakob: „Ich kann mich nicht entschließen, mein ganzes Jenseits zu verkaufen.' Ich will mir nebst dem vollen Diesseits etwas von jener, wie du sagst, kommenden Welt Vorbehalten. Dann magst du gerue für dich um den Preis deines anlom bases die ganze Machpela in Besitz nehmen." Auf dieser mittleren Linie wurde der Kauf und Verkauf der Fourilieugruft zwischen Jakob und Esau abgeschlossen. Zum zweiteumal opferte Stammvater Jakob alles, was er im Ausland verdient hatte, seinem Ideal. Hatte er bei der Erstgeburt die göttlichen Pflichten für das Diesseits eingetauscht, so gab er bei den, Kauf des Alleinbesitzes der Machpela der Hoffnung Ausdruck, nach feinem Erdenwallen bei seinen Vätern ruhen zu dürfen. Das sollte ihm sein Bruder Esau nicht streitig machen, da sollte er ihn, was cs auch kosten mochte, nicht verdrängen. Ein mosebaul kadmauni weiß ergänzend hiezu weiter zu berichten. Als Esau starb, ließ er sich versprechen, im Köuigsgemand und mit Bogen, Köcher und Pfeilen ausgerüstet, bestattet zu werden. Seine Söhne erfüllten seinen Wunsch. Im Jenseits angelangt, suchte er die Pforte des Paradieses. Am Eingang trat ihm sein eigner Ahn, Abraham, entgegen und fragte ihn nach seinem Begehren. Schon wollte der wilde Jäger seine Jagdwaffen an den Mauern Edens aufhängen, da wurde er von Abraham daran gehindert, der zu ihm sprach: „Ju dieseni Kleid, das in Waffen starrt, hast du hier keinen Zutritt." Esau zog seinen Vertrag mit Jakob hervor, in dem ihm etwas vom Jenseits und den seligen Freuden Edens versprochen und verbrieft war. Ohne vom Eingang zurückzuweichen sprach Abraham: „Jakob war sehr klug. Er willigte darein, daß dir ein bißchen anlom babbo zukommen feste. In den Rausch deiner irdischen Genüsse wäre ohne diese Zustimmung der ernüchternde Gedanke gefallen, was einmal nach dem Tode, in der jenseitigen Welt, aus dir werden wird und wie es dir e'nstens ergeht. Zum ungeschmälerten Genuß des Dies-