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Das jüdische Blatt · 1913-08-22 · 34 (22.8.1913) · p. Seite 11

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
34 (22.8.1913)
Date
1913-08-22
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 34. Das jüdische Matt 11 RatseUSsmrg ans ftlr. 32. 1. Zerstörung Jerusalems«. 2. Lynagoge, 4)sop, Ratan, Agag, Gans, Cafe, Gosen, Essen. Richtige Rälsellösmtgen: Ein Rätsel: Frl. Karoline Müller, Struth, z. Zt. Dauendorf. — Alice Weil u. Fanny Wolfs, gen. Mimy, Ingweiler. — Jean Hoenel, Bischheim, z. Zt. Ingweiler. — Juliette Wahl, Dörnach, Höhere Töchterschule. — Max Gundelfinger, Realschüler in Crailsheim, z. Zt. Michelbach a. d. Lücke. — Constant Samuel, Colmar i. C. — Robert Bloch, Sulzmatt. Zwei Rätsel: Susanne Simon, Reichshofen. — Die böse Elsa u. der brave Buby Lehmann, Lausanne (Ihre Zusendungen waren wohl mit Strafporto belastet, weshalb sie nicht akzeptiert wurden, sonst werden sie natürlich getreulich gebucht.) — Jules Gugenheim, Tertianer, Bischweiler. — Frau Berthe Goetschel, Luzern. — Fernande Leoy, Selektanerin, Zabern. — Robert u. Suzanne Geismar, Romansweiler. — Albert Fohlen, Püttlingen (das war wost ein Druckfehler). — Norbert Lehmann, Dauendorf. — Helene Samuel, Neubreisach. — Iulchen Dachauer aus Eichstätt, z. Zt. Treuchtlingen. — Leopold Eisenberg, Quartaner, Straßburg i. E. Mücheröesprechung. Berlin. Das soeben in 21. Auflage erschienene „H a n d - buch der jüdischen Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege" (Statistisches Jahrbuch) hat wiederum eine wesentliche Erweiterung gegenüber seinem letzten Vorgänger erfahren. Der Haupttext ist von 204 auf 231 Seiten aufgewachsen, die Zusammenstellung der wichtigsten Vereine und Institute ist um die Hälfte der bisherigen Seitenzahl vermehrt. Eine erwünschte Neuerung dürfte die Angabe des prozentualen Verhältnisses der jüdischen Bewohner zur Gesamtbevölkerung sein. Interessant ist die statistische Tabelle über die Bewegung der jüdischen Bevölkerung seit dem Jahre 1871. Die zahlreichen Angaben von Telefonnummern werden den Benützern willkommen sein. Es dürfte hinsichtlich der statistischen Personal- und Besteuerungsfragen kaum noch ein wesentlicher Gesichtspunkt übergangen sein. Die Zuverlässigkeit der Namen- und Zahlenangaben hat zugenommen, wenn auch einzelne Jrrtümer unvermeidlicherweise mitunterlaufen. Für den Statistiker, der die einzelnen Fragen ziffernmäßig behandeln will, ist das Buch eine wahre Fundgrube. Aber die praktische Brauchbarkeit des Werkes ist nur die eine Seite. Das scheinbar so trockene Nachfchlagebuch hat noch einen idealen Wert. Indem das Werk wie in einem Brennpunkt alles vereinigt, was die deutsche Judenheit für Zwecke des Gemeindewesens, für Wissenschaft und Humanität leistet, ist es die schlagendste Darstellung vom Wesen des Judentums und bietet zugleich einen Querschnitt der innern historischen Entwickelung, die dieses genommen hat. Die Opferwilligkeit für ideale Zwecke, die sich aus den Namen und Zahlen ergibt, niuß jeden gerecht Denkenden mit Ehrfurcht erfüllen und ist die augenfälligste Widerlegung aller Bezichtigungen der materialistischen oder, wie unsere Gegner gern sagen: mammonistischen, Gesinnung der Juden. (Mitteilung vom Bureau des D. I. G. B.) Soeben ist auch das Stenographische Protokoll des 6. Deutsch- Israelitischen Verbandstages erschienen. Weil sich an den Verlauf des Verbandstages so viele lebhafte Preßerörterungen geknüpft haben, wird jedem, der sich ein Bild der Verhandlungen über den Hauptgegenstand, die jüdische Volksschule, machen will, die eingehende Lektüre des Schriftchens zu empfehlen fein. Jüdisches Gemeinde ja hrbuch 5674 (1913/14). Herausgegeben von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15. 112 Seiten gr. 8", fest gebunden Jl 1.—. „Die Verwaltung der jüdischen Gemeinden ist eine Kunst, ihre Lehre eine besondere Wissenschaft geworden", heißt es in dem kurzen Vorwort, das der Herausgeber, Dr. Max Kollenfcher-Posen, dem Werke mit auf den Weg gibt. Wenn das zutrifft, so liegt hier jedenfalls der erste — und wie man sagen kann, recht gelungene — Versuch vor, die Ergebnisse dieser „Wissenschaft" zu sammeln und einem größeren, interessierten Kreise in allgemein verständlicher Form zugänglich zu machen. Einige Titel, die wir dem Inhaltsverzeichnis entnehmen, mögen die Vielseitigkeit der Orientierung, die in dem vorliegenden „Gemeindejahrbuch" geboten wird, belegen: Ein Gemeindeprogramm, von Dr. Gustav Witkowsky- Berlin. — Gemeinde und Schule, von Dr. Ernst Kalmus- Hamburg. — Unsere Feste, von Rabbiner Dr. Joseph- S t o l p. — Wirtschastspolitische Aufgaben der Gemeinden, von Handelsredakteur Hans Goslar-Berlin. — Die Sprache des Gebetes, von Dr. Heinrich L o e w e - B e r l i n. — Die Verhältniswahl in den jüdischen Gemeinden, von Dr. Elias Straus-München. — Ausländer und jüdische Gemeinden, von Dr. V i c t o r - W a n d s b e ck. — Die Finanzwirtschaft der Gemeinden, von Dr. Max Köllen scher-Posen. Ein reichhaltiger belletristischer Teil wird das seine dazu beitragen, das Werk zu einem beliebten Hausbuch zu machen. Der wohlfeile Preis und die schmucke Ausstattung dürften zur Verbreitung des Werkes das ihre beitragen und eine jährliche Wiederholung der Herausgabe als lohnend erscheinen lassen. Briefkasten. m. R. in Ar. Adressenänderungen müssen beim zuständigen Postamte veranlaßt werden. Geschäftliche Mitteilungen. pND □’onnK Vom bekannten Exporthause Ignatz Rath, Triest, liegt uns ein Preiskourant über Esrogim, Lulovim und Hadassim vor, der im Anhänge zahlreiche Anerkennungen von Rabbinern, Privaten und Händlern enthält und über die Leistungsfähigkeit und Coulance dieser Firma glänzende Zeugnisse liefert. Herr Rath bezieht seine Esrogim aus Parga und Palästina, und unsere Glaubensgenossen, welche die Esrog-Mizwah erfüllen, sollten gewiß nur Palästinenser Zedern gebrauchen, da sie hiedurch unsere Brüder, welche diese Frucht auf dem heiligen Boden kultiviern, in ihrer Existenz fördern. Lustige Kcke. Eine Judenfrau hatte am Tischoh beav Schafteuheu gesucht und sich dabei erkältet und bekam Halsweh. Sie klagte es dem Arzt. Dieser, ein Deutscher, fragte: „Seit wann haben Sie es, gute Frau?" Sie wollte nun nicht sagen „Tischohboff", so sagte sie denn:-„Seit der Zerstörung Jerusalems." „Das ist 'ne alte Muck", sagte der Doktor, „da kann ich nicht mehr helfen." Hedatjay. Bilder aus der jüdischen Vergangenheit von Caroline Deutsch. (Fortsetzung.) Als nach einiger Zeit Ismael aus dem Kreise trat und sein Haupt vor Zippora neigte, schien sich der junge Kriegsmann nur fester an den Stamm des Baumes zu lehnen — sonst zeigte er keine Bewegung.

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