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Das jüdische Blatt · 1913-07-18 · 29 (18.7.1913) · p. Seite 11

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
29 (18.7.1913)
Date
1913-07-18
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 29. Das jüdische Statt 11 Sa Vermischtes. Jüdische E in Wanderung In N e w - V o r k landeten „Baltimore „ „ B o st o n „ „ Galveston „ „ Philadelphia „ Im ganzen landeten . . nach Amerika im Mai . . . 4 515 Personen ... 189 .' . . 277 ... 36 ... 544 . . . 5 561 Personen 1913: Briefkasten. E. G. in M. Reklamen für Wirtschaften gehören in den Inseratenteil. Lustige Ecke. Kindermund. In der Religionsstunde erklärte der Lehrer die Geschichte des Turmbaus von Babel. Als er nun die Frage stellte, warum man diesen Turm „Babel" nannte, antwortete der kleine Emil: Gott hat den Menschen die Sprache verwirrt, sodaß sie nur noch babeln tonnten. Aucheröesprechung. F ür unsere Jugend. Herausgegeben von E. Gut. Neue Folge. Frankfurt a. M. I. Kauffmann. Geb. Ji 3.—. Der erste Band des vom gleichen Herausgeber besorgten Unterhaltungsbuches für jüdische Kinder im Alter von 13—15 Jahren scheint beim Publikum — und mit vollem Recht — eine gute Aufnahme gefunden zu haben, da nunmehr bereits eine zweite Folge vorliegt. Es handelt sich bei diesem Unternehmen um den durchaus lobenswerten Versuch, unserer Heranwachsenden Jugend ein Lesebuch an die Hand zu geben, das die übrigen in der Schule gebrauchten Lesebücher nicht ersetzen, sondern ergänzen soll. Ueber die Notwendigkeit einer solchen Ergänzung, welche in die anekdotische Lektüre des Kindes die jüdische Note trägt, kann kein Streit bestehen. Da Vorbilder in dieser Richtung kaum vorhanden sind, so darf die Arbeit des als praktischer Schulmann rühmlichst bekannten Verfassers um so höher bewertet werden?) Hieran anschließend dürfte ich mir vielleicht den Wunsch gestatten, daß in einem weiteren Bande die Geschichte und Legende mehr berücksichtigt würde, und es wäre vor allem die jüdische Literatur — so z. B. die kleineren Erzählungen und Bilder von Perez, aber auch sorgsam ausgewählte poetische Stücke anderer Dichter — heranzuziehen, zumal im vorliegenden Buche fast ausschließlich Stücke sentimentalen Charakters ausgenommen wurden. Von solchen, das Prinzip solcher Bücher berührenden Erwägungen abgesehen, ist das Werk durchaus zweckentsprechend zusammengestellt, und man darf ihm weiteste Verbreitung in der jüdischen Jugend wünschen. Ausstattung und Druck verdienen alles Lob. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß H Nur die Erzählung: Der Nachbar im Paradies" (S. 34) möchte ich bei einer Neuauflage gestrichen sehen, da die Tendenz, die in diesem Stücke zum Ausdruck kommt, gar zu leicht — und vor allem bei der Jugend — falsche Anschauungen über das Wesen des Judentums Hervorrufen könnte. dieses Buch unter der Aegide des rührigen Jugendschriftenausschusses der Vereinigung israelitischer Religionslehrer- und -Lehrerinnen in Frankfurt a. M. herausgegeben wurde. Straßburg i. E. Dr. G r o m b a ch e r. Der Orient. Unter diesem Titel veranstaltet die „Allgemeine I ü d. Kolonisations-Organisation" (A. I. K. O.) in Berlin die Herausgabe eines eigenen Publikations-Organs. Die Zeitschrift will dazu beitragen, darzutun, was der Orient für die Juden und was die Juden für den Orient werden können. Die vorliegende Nummer für den Monat Juni enthält — unter den Rubriken „Die Jüdische Kolonisation", „Die Juden und die Orient- Kolonisation", „Wirtschaftliche Erschließung des Orients" und „Kommerzieller Levante-Führer" — verschiedene Aufsätze, die ein interessantes und wissenswertes Tatsachenmaterial über die wirtschaftliche und sozialpolitische Entwickelung des Orients bringen. Besondere Berücksichtigung findet in diesen Berichten, der Aufgabe der A. I. K. O. entsprechend, das jüdische Kolonisationswerk; das Blatt ist denn auch in erster Linie für die Mitglieder der A. I. K. O. bestimmt, denen es unentgeltlich zugestellt wird. Außerdem soll „Der Orient" an allen bedeutenden Plätzen der Levante, vornehmlich in den jüdischen Kolonien Palästinas, Verbreitung finden. Wie mache ich Inventar und Bilanz-Abschluß? Die gesetzlichen Vorschriften in gemeinverständlicher Erläuterung nebst Bilanz-Entwürfen. Aus der Praxis für die Praxis dargestellt. (Verfasser: Hans Lustig, kaufmännischer Sachverständiger und Bücherrevisor. Baumgartens Verlagsbuchhandlung, Saarbrücken 3, Preis 1,50 «41.) 4. Auflage. „Das Büchlein, das klar und kurz dem Geschäftsmann sowohl in theoretischer Erläuterung als auch an der Hand von Beispielen zeigt, wie dem Gesetze entsprechend Bilanz zu stellen ist, unter anderem aber auch auf die Fehler hinweist, die häufig von den Bilanzstellern begangen werden, dürfte in jedem Kontor willkommen sein. Auch der erfahrene Kaufmann kann aus dessen Lektüre noch Nutzen ziehen und wird es nicht ohne Befriedigung aus der Hand legen." 11. 8. B a u st e i n e. Zur Unterhaltung und Belehrung aus jüdischer Geschichte und jüdischem Leben. Herausgegeben unter Mitwirkung einer Kommission von Th. Rothschild. Verlag von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. 1913. Preis 3 Ji. Ueberall in deutschen Landen hat sich das Bestreben geltend gemacht, die Jugend mit guten und nützlichen Unterhaltungsschriften zu versorgen. Insbesondere sind es die Lehreroereine, die sich dieser wichtigen und dankbaren Aufgabe unterzogen haben. Sie, die Lehrer, haben es aber auch sozusagen gar oft am eigenen Leibe verspürt, welchen Schaden die tausendfachen Erzeugnisse der Schundliteratur da und dort unter der Jugend angerichtet. Für die Jugend „ist das beste gerade gut genug". Diesem Grundsätze dienen auch die Jugendschriftenkommissionen, die sich in den Lehrerverbänden, Lehrervereinen, Benei B'rith-Logen und in anderen Vereinigungen in den letzten Jahren gebildet haben. Eine solche Jugendschriftenkommission besteht seit 1910 auch in dem „Verein isr. Lehrer u, Vorsänger in Wllrtt.", und sie hat in dieser Zeit unter den er-, schienenen, für die israelitische Jugend bestimmten Schriften getreulich Umschau gehalten und gewissenhafte Auslese vorgenommen. Aber mit einem eigenen Erzeugnis ist sie bis jetzt nicht vor die Oeffentlichkeit getreten. Erst anläßlich des jüngst in Stuttgart stattgefundenen, glänzend verlaufenen Vereinsjubiläums überraschte sie die Festteilnehmer mit einer Schrift, die den eingangs erwähnten Titel führt, und auf dem zweiten Blatt die Widmung trägt: „Dem Verein isr. Lehrer u. Vorsänger in Württ. zur Jubelfeier seines 50 jährigen Bestehens in Zuneigung u. Treue seine Jugendschriftenlommission". Die Schrift, deren Erscheinen freudig überraschte, enthält auf 173 Seiten Buchdruck Erzählungen, Schilderungen, Gedichte aus biblischer Geschichte (12 Stücke), aus jüdischer Geschichte (34 Stücke) und aus jüdischem Leben (27 Stücke). Sämtliche Stücke, Bausteine genannt, sind chronologisch geordnet. Diese Bausteine sind dem besten und auserlesensten Material entnommen, das irgend-

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