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Das jüdische Blatt · 1913-05-23 · 21 (23.5.1913) · p. Seite 10

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
21 (23.5.1913)
Date
1913-05-23
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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10 Das jüdische Statt Nr. 21. 11 Yätsek-Acke. Sendungen für diese Rubrik nur an || ■ Dr. Bloch-Barr erbeten. 1. Visitenkarte,rriitsel. Von Madeleine, Marcel u.Lucien Weil, Rosheim. Was ist der Beruf dieses Herrn? V. Rosen 2. Zahtenratset. Von Laure u. Leon Salomon, Struth. 1 2 3 3 2 Bibl. Frauenna-ne. — 4 5 6 5 7 Baum. — 8 9 10 Stadt in Württemberg. — 5 9 9 5 Maß. — 11 2 9 10 8 6 Niederschrift der mündlichen Lehre. — 268992 10 Bibl. Höhle. — 11 7 2 8 12 5 Frucht des Weinstocks. — 3 2 11 2 3 Prophet. — 5 3 6 13 7 Bibl. Stadt. — 14 13 9 Geographische Bezeichnung für einen Punkt der Erdkugel. — Die vordere Reihe von unten nach oben gelesen ergibt eine Bezeichnung für die fünf Bücher Moses. RiitseUasungen aus fit*. 19. 1 Nechabeam, Abisai. Banane, Baruch, Iltis, Iitro, Oleander, Sivan, Ebro, Lulav, Mendelssohn, Abdon („Rabbi Iosclmann von Rosheim"). 2. Gad, Adam, Bileam, Riviera, Iaddua, Eva, Lehar, Rehabeam. Isabel, Elisa, Sulamith, Sedan, Eldad, Rhein („Gabriel Ricsser"). Richtige RätseUasnugen: Ein Rätsel: Georg Wahl, Dörnach. — Fernande Levy, Zobern. — Cäcilie u. Leopold Lehmann, Dauendorf. E. H. in Pfast. brunnen. Briefkasten. Hotel Weil, Taunusstr. 45, direkt am Koch- -- 'Sprechsaal'. (Für die in dieser Rubrik erscheinenden Artikel übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Antwort auf den Brief vom Lande (LXYI). Sehr geehrter Herr Rosch Hakohol! Es tut mir sehr leid, daß ich Sie nicht beruhigen kann. Hierzulande ist es nämlich mit den von Ihnen in Ihrem vorvorwöchentlichen Brief gerügten Dingen nicht besser. Im Gegenteil, eher noch schlimmer. Bei uns hält man nicht nur schöne, von großem Idealismus durchwehte Reden, sondern man gefällt sich in der Rolle als Vorstand eines Vereins, der die Heiligung des Sabbats bezweckt, um nachher junge Leute, die auf geschlossen reflektieren, abzuweisen mit der Begründung, daß zurzeit eine Stelle nicht frei sei, um dann 2 bis 3 Tage später einen christlichen jungen Mann einzustellen. Sie sehen also, geehrtester Herr, überall die gleiche Erscheinung. Fällt mir da gerade ein, daß vor kurzem einige liberale Blätter, auch jüdische Zeitungen, Berichte brachten darüber, sich empörten, weil der A. Schaafhausensche Bankverein in Cöln schon seit einer Reihe von Jahren keinen Juden angestellt habe. Gewiß bedauerlich! Aber ist es dann nicht um so bedauerlicher und schmerzlicher zu hören, daß Geschäfte, die an pp£* geschlossen haben, schon lange Jahre auch nur vereinzelt Juden engagierten! Man klagt über die abnehmende Religiosität der jungen Leute, man vergißt aber dabei, daß man in gewissem Sinne zu dieser neuzeitlichen Erscheinung indirekt beiträgt. Die Mehrzahl der Vereinsmitglieder glaubt, schon ihre Pflicht erfüllt zu haben, wenn sie regelmäßig ihren Beitrag entrichtet. Nichts falscher als dies! Die Zahl der Mitglieder entscheidet nicht, sondern der G e i st, der in ihnen vorhanden ist. Ein Verein muß die Männer, die beitreten, für die Vereinigung erziehen. Es muß sich jedes Mitglied bewußt sein, daß es nicht mit der Mitgliedschaft allein schon getan ist, sondern daß es seinerseits auch gewisse Pflichten zu übernehmen hat. Ist dies erreicht, dann erst kann eine Besserung eintreten. Hoffen wir! ' Ergebenst OttoKasi. Herr Kantor L. Wolfs-Dijon bittet uns um Aufnahme des folgenden Briefes, den er gelegentlich der Wahl eines Oberkantors in Colmar an den dortigen Präsidenten geschrieben hat: „Nachdem ich v o r meiner Kandidatur um die Oberkantorstelle zu Colmar ausdrücklich angefragt habe, in welcher Weise die Wahl des Kandidaten vor sich gehe, wurde mir ausdrücklich geschrieben, in Ihrem Brief vom 23. März, daß die Wahl durch die Verwaltungskommission und das Konsistorium geschehe. Da ich nun zu meinem Erstaunen in Erfahrung gebracht habe, daß die mir seiner Zeit gemachten Angaben nicht der Wahrheit entsprechen, indem, trotzdem eine allgemeine Wahl durch sämtliche Gemeindemitglieder, welche zum Teil den einzelnen Probevorträgen der 4 Kandidaten überhaupt nicht beigewohnt haben, stattfinden soll, bedanere ich Ihnen mitteilen zu müssen, daß ich mit Gegenwärtigem meine Kandidatur für die dortige Stelle zurückziehe, obwohl die Sachverständigen sich über meine Leistungen am günstigsten ausgesprochen haben. Es ist selbstredend, daß ich mich nicht dem Urteile sämtlicher Gemeindemitglieder unterwerfe, sondern nur dem Urteile der Verwaltungskommission des Konsistoriums, sowie der Sachverständigen (Organist, Oberrabbiner). Ich bedauere sehr, daß die Verwaltungskommission nicht konsequent geblieben ist und ihren ursprünglichen Entschluß nachträglich abgeändert hat. Hochachtungsvoll L. Wolfs, VUnistre-okkiLiant, Dijon." A Monsieur lc Redacteur en Chef de la «Jüdische Blatt» Bouxwiller! Une Correspondance de Paris publiee dans le dernier No. de votre estimable Journal contient des erreurs manifestes non d'appreciation — je ne les aurais pas relevees, tant j ai le souci de la liberte d'opinion — mais ce qui est plus grave, des erreurs de fait que j’ai pour devoir de ne pas laisser s’accrediter au dehors. On y lit que jusqu'ä la soiree organisee par le Comite de l’agoudass Israel nos coreligionnaires fervents de Paris ont ete sevres de parole sacree et. prives d’enseignement religieux, vivant dans un desert aride que n’arrosait jamais la pluie bienfaisante de la rrnn Votre correspondant me parait igporer ou feindre d ignorer des choses qu’il Importe que vos lecleurs sachent, dans läuteret de la verite. Tout d’abord, que Paris possede, depuis bientbt Irois quarts de siede, une ^“Qn oh Ton eludie assidüment la Torah et le Talmud, ou, tous les soirs, sont donnes, sous la savante direction, depuis plus d’un demi-siecle, de son venere Babbln AI. Weiskopf V'J des de lequel, en outre, tous les Samedis, fait une causerie homiletique. D’ailleurs, anterieurement ä la creation de cette <euvre, vrai foyer d'Ktudes sacrees. et que completent heureusement des cours plus recents de jeunes gens — ceux-ci hebdomadaires — il existait;i Paris des quotidiens de □,pDTD'l que des

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