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Das jüdische Blatt · 1913-05-09 · 19 (9.5.1913) · p. Seite 12

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
IV (1913)
Issue
19 (9.5.1913)
Date
1913-05-09
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 Das jüdische Klatt. Nr 19 „Du richtest Dich und Dein Kind zugrunde", sagte Leser eines Tages zu seinem Bruder. „Ich will nicht davon sprechen, daß Du Dein vergeudetes Geld zu edleren Zwecken hättest verwenden können; soll es zugrunde gehen, wenn es dir Vergnügen macht, Du leihst aber das Ohr Deiner Tochter leichtfertigen, herzbetörenden Reden, bringst sie in steten llingang mit Männern, die in Deiner Tochter nicht die Tugend achten, weil es nur eine Jüdin ist, und zerstörst so mit eigener Hand die Keuschheit und Herzensreinheit. Ist dies eine jüdische Erziehung, ging's bei Deinen Eltern so zu?" „Sei mir mauchel, Du bist ein Narr. Was früher war, paßt nicht für heute. Wir leben im neunzehnten Jahrhundert und müssen fortschreiten." Auf diesen Ausspruch tat sich Moscheh nicht wenig zugute; er hatte ihn irgendwo aufgefangen, und wendete ihn sehr oft an. „Mein Goldchen ist ein schönes Kind und soll bewundert werden. Ich werde sie in keine Kiste verstecken vor den Augen der Menschen." Dabei blieb es. öffnet und eine hohe, fast riesenhafte Männergestalt stieg aus. War schon der schöne Mann mit den dunklen Augen, dem gewaltigen Schnurr- und Backenbart und der fremden Uniform ein Gegenstand der Verwunderung und Neugier, so verwandelte sich diese Regung geradezu in Entsetzen, als dem Wagen zwei schwarze Kobolde entstiegen; Neger mit dunklen Krausköpfen und schneeweißen Zähnen. (Fortsetzung folgt.) Letzte Machrichten. Ansbach. Der Beschwerde des Rabbinats Ansbach wurde in geheimer Sitzung des Magistrats Dinkelsbühl stattgegeben und das Schächtverbot aufgehoben. Auch die bayerische Rabbinerkonferenz zeigte reges Interesse an dieser nun erledigten Angelegenheit. II. Zwei Ereignisse bewegten alle Geister und Gemüter in der Khille, das große Bankett zu Ehren des Obergespans, zu welchem der Roschhakohol mit seiner Tochter geladen war, und die Ankunft eines amerikanischen Offiziers, der mit der Postkutsche von P. gekommen war; das Städtchen war nämlich noch unberührt von den Segnungen des Dampfrosses. Der Fremde war mit einer Ovation empfangen worden wie jeder Fremde, der nach N. kam. Sobald die Schuljugend nur von der Ferne den Ton des Posthornes hörte, lief sie scharenweis zusammen und gruppierte sich vor dem Postgebäude; viele Müßiggänger gesellten sich noch dazu und so mußte jeder Ankömmling Revue passieren, und das war so Abend für Abend. Doch nie hatte die Schuljugend so das Recht, die Gasse vor dem Postgebäude zu sperren, als an dem Abend, an welchem der Fremde anlangte. Die Postkutsche hielt, der Postillon tat noch seine zwei pflichtschuldige „Traras"; dann wurde der Wagenschlag ge- I H7Pfl1 — Hotel Wagner | liUfjUl 11 :: Deutsches Haus :: | Ruhigste, sonnige Lage beim Bahnhof, Schiff u. Engl. Garten. Modernstes, behagl. Hotel, jeglicher Komfort. Fließ. Wasser, warm u. kalt, in allen Zimmern. Appartements mit Bad. — Mäßige Preise. C. Wagner, deutscher Eigentümer. pH wirkt tadellos und riecht angenehm. Chem. Labor. Dr. N. Moses 100 g. Dose-Mk!.-inci. Porto Berlin S.O. 16- 500g. - - " 3.' ' ’ Köpenickerstr. 98 a. 1 Kilo " - 5,so- ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Lchiilcr, welche das Kgl. Progymnasium mit |le(tirdjuU (Berecht. z. Einj.-Freiw.-Z.) besuchen sollen — Schulgeld 22 Mk. jährlich — erhalten unter günstigen Bedingungen Pension und religiöse Erziehung, sowie ausgiebigen hebr. Unterricht in unserem Pensionat. Unbemittelten kann von der Anstalt entspr. Unterstützung gewährt werden. Beginn des Schuljahrs im September. Meldungen bis 15. Juni an das Direktorat des (lalmud-sshora- Znltitut Schwabach: Rabbiner Dr. S. Mannes. AVo nicht erhältlich! -y«~. ,, Schneidet mich/aus!“ Berühmtes Leonhardts r.&ljfmintamputz. Merke 20 PakefeA*6,50-yerseirf«^ranio.Nachnahmflf^uöhMJnminfflbj^fingsdoi-f, Eh.11 AlmnKfrflli^fllflVerteifrwcli ScnBnenmxtur., Seifen, Drahtbürsten und allerhand Putzpulver „scharfer Mittel“ zurückweisen. SYLVAIN STRflUSZ OOOOOOOO OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Bildhauer ❖ Sculpteur % > Straßburg i. E. Gutleutgasse 19 | > Zeichnungen, Kostenanschläge stehen zur Verfügung O > SPEZIALITÄT von GRABSTEINEN ALLER ART | ><XXX>04*X><>OOi>OOOOOe004>OOiXX*>QOOQOVOO 3CFEE JEANNE BLUM ALBERT WEIL Verlobte INGWEILER PFAFFENHOFEN •-• Jüdischer Jugendbund Straßburg i. E., Schlossergasse 21 Eigene Vereinsräumlichkeiten mit zwanglosem Restaurationsbetrieb, jeden Abend von 6 Uhr ab, Samstag und Sonntag den ganzen Tag geöffnet. Schreibzimmer, Bibliothek und Lesesaal zur freien Benutzung. Die wichtigsten jüdischen und allgemeinen Zeitungen liegen auf. Jeden Freitag Abend zwanglose Unterhaltung über aktuelle Fragen unter sachkundiger Leitung. Zuverlässiges, tüchtiges Mädchen oder and) junge Witwe, der an angenehmer, dauernder und gut bezahlter Stellung gelegen ist, gesucht. Offerte unter II. K. lt an die Expedition des Blattes. * **«»*«* * Gesucht Wichts Wicht» für alleinstehende Dame. Fainilienbehandlung zugesichert. Leon Müller, Liinrenheim (O. E.)

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