Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 13 (28.3.1913)
- Date
- 1913-03-28
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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8 Nr. 13. Das jüdische Blatt. unsere Leser wissen, durch fein ausgeprägtes musikalisches Talent in weiteren Kreisen die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Bei dem Konzert des Salonorchesters Schwider im Caf<> Central gelangte nun kürzlich feine 2. Komposition, ein Jubelmarsch, zur Wiedergabe, und der junge Komponist, der selbst am Klavier mitwirkte, erzielte bei allen Anwesenden einen begeisterten Erfolg, zu dem wir ihin bestens gratulieren. Es besteht begründete Hoffnung, daß er nach seiner demnächst bevorstehenden Absolvierung sich ausschließlich der Musik widinen wird; und seine bisherigen Leistungen ans diesen! Gebiete berechtigen zu der Erwartung, daß er dann auch noch weitere Lorbeeren ernten wird. Großblittersdorf. Ein Prozeß von prinzipieller Bedeutung für den Viehhandel fand vorige Woche seinen Abschluß vor dem Kaminergericht in Berlin. Der Vorstand unserer Gemeinde, Herr I. Sinai), wurde, während er in einem benachbarten preußischen Dorfe eine Knh kaufte, von einem Gendarmen nach seinem Wandergewerbeschein gefragt. S. erklärte dem Beamten, daß er stehendes Gewerbe habe, und zeigte ihm seine Legitimationskarte. Der Gendarm bestritt die Berechtigung zum Vieheinkauf und nahm die Sache zu Protokoll. Gegen dies Protokoll erhob S. Einspruch, wurde jedoch vom Schöffengericht für strafbar erklärt mit der Begründung: stehendes Gewerbe gestatte den Einkauf von Vieh beim Produzenten also Züchter, der Verkäufer der Kuh sei aber in erster Linie an der Bahn beschäftigt, und betreibe die Landwirtschaft nur als Nebengewerbe. Gegen dieses Erkenntnis legte S. Berufung ein, die Strafkaminer stellte sich aber auf den denselben Standpunkt wie die Vorinstanz: auch damit gab sich S. nicht zufrieden und brachte die Sache vor das Kammergericht Berlin, welches nun ein freisprechendes Urteil füllte. 3- B. Ingweiler. Fortsetzung der Gabenliste. 97. Zwei Figuren von Georg Sommer, Pasel. 98. 1 Blumenordner von Frau Felix Bloch. 99. 1 Jardiniere von ders. 100. 1 Fruchtkorb init Aepseln gefüllt von Frl. Jecmne Braun. 101. 1 Veilleuse v. Mme. Moise Kling-Mommenheim. 102. 1. Bierkrug von Adolf Levy, Reims. 103. 1 Cache-pot von dems. 103. 1 Fruchtschale von Frl. Germaine Weil-Straßburg. 105. 2 Wandteller von Joseph Weill, fils de Henri. 106 u. 107. Je eine Flasche Liqueur von Ungenannt. 108. 1 Fruchtschale mit Äpfeln gefüllt non Frl. Katharina Letz. 109. 1 Salzfaß in Nickel von Jaques Meis, Vorstadt. 110. 1 Servierbrett von dems. 111. 1 Thermometer von Albert Weill, Pfaffenhofen. 112. ]A Dutz. Dessertteller von Frl. Brünette Leevi), Bolchen. 113. 1 Rauchservice von Frau Smnu.el Braun und Agathe Braun, Offendorf. 114. 1 Sammelrahmen von Frl. Bloch, Rothalben. 115. 1 Blumenordner und 1 Fruchtschale von ders. 116. 1 Hors d'oeuvreschale von Mine. Wwe. Schwab. 117. 2 Blumenvasen von Frl. Blanche Schwab. 118. 1 Senf-Salz- und Pfeffergarnitur mit Plateau von Leopold Kling, Mommenheim. -119. 1 Vase und 1 Bougeoir von Frau Moritz Braun. 120. 1 Tafelaufsatz von Frau Luzian Uhry. 121. 1 komplette Waschtischgarnitur von Frau Leon Bloch. 122. 1 Arbeitskorb von ders. 123. 1 Waschkrug von Frau Wwe. Salomon Meis. 124. 2 Milchtöpfe von Moise Kling d. Aelt., Mommenheim. 125. 1 Flasche Ligueur von Henri Wormser. 126. 1 Flasche Kirsch von Emil Steffan. 127. 1 Tortenplatte von No,- Levy, Reims. 128. 1 Tortenschaufel von dems. 129. 1 Tischläufer und 1 Milieu von Schlotterbeck. 130. Stoff für 2 Bettjacken non Frau Wwe. Baumgart. 131. 1 Schreibtischgarnitur von Frau Maurice Levy, Hellimer. 132 u. 133. Je 1 Flasche Liqueur von Frau Wwe. Haag. 134. 1 Wecker von August Weiler. 135. 1 Wäschetrockner von Moise, Erstein. 136. 1 Hors-d'oeuvreschale von Frau Emil Frank, Großblittersdorf. 137. 1 Fruchtkorb von Frl. Lucie Meyer. 138. 2 Vasen von Frau Wwe. Theodor Meyer. 139. 1 Blumenvase und 1 Bonbonnik-re von ders. 140. 1 Dessertschaufel von Frau Maurice Wolfs. 142. 1 Zeitungshalter von Frau Fanny Bloch, Genf. 143—144. Je eine halbfertige Bluse von Frl. Lilly Fohlen. 145—146. Je eine Zuckerdose von ders. 147. 1 Unterrock von Frau Cerf Weill. 148. Blusenschürze von Frau Albert Weil, Straßburg. 149—150. Je eine Flasche Zwetschgenwasser von Robert Strohl. 151. 1 Blattpflanze von Emil Bloch. 152. 1 Topfpflanze von Frl. Fritjchmann 153. 2 Figuren von Frau Abraham Kahn, Saargemünd. 154. 1 Eache-pot von Frau Albert Meyer. 155. 2 Vasen und 1 Jc.rdini.-re von ders. 156. 1 Pflanze von Rem; Levy 157 1 Flasche Liqueur von Charles Strohl. 158. 1 Biskuittorte von August Rühm. Liqueur von Charles Strohl. 158. 1 Biskuittorte von August Röhni. 159. 1 Fruchtteller von Frau Jules Bernheim-Meiv, Mülhausen. 160. 2 Standbilder von Ungenannt. 161. 1 Paar Kindergummischuhe von Frau Julius Klein. 162. 1 Bonbonniere vom Verein der Bienen, Straßburg. 163. Tafelschaufel und -Besen von Frau Dr. Lernt. 164. 1 weiße Cachemirbluse St. Gallener Stickerei von Salomo Klein. 165. 1 Tortenplatte von Salomon Simon, Diemeringen. 166. 1 Kaffeeservice von Rabbiner Dr. Bloch, Dörnach. 167. 1 Portraitalbum von Clarisse Weill-Bloch, Müttersholz. 168. 1 Schachtel Toiletteseife von Ungenannt. 169. 1 Pfd. Schokolade von Frau Wwe. Klein, Straßburg. 170. 2 Vasen von Frl. Therese Weill, Hatten. 171. 1 JardiniJre von Fernande Levy, Oberseebach. 172. 2 Vasen von Frl. Blondine Weill, Reichshofen. 173. 2 Figuren von Frl. Samuel. 174. 1 Büchse Konserven und 1 Bonbonniere von Theodor Walter. 175. 2 Standbilder von Ungenannt. 176. Bonbonniere von Ungenannt. 177. Dutz. Dessertmesser von Ungenannt. 178. Aufsatz und 2 Figuren von Georg Schmitt. Reichshofen. In ihrem 75. Lebensjahr verstarb letzten Freitag zu Mülhausen, wo sie die letzten Lebensjahre zubrachte, Witwe Loeb von hier. Ihre irdische Hülle wurde am Purim hierher überführt, um neben dem vor etwa 6 Jahren verstorbenen Gatten beigesetzt zu werden. Ein langes Gefolge Einheimischer und Auswärtiger, Verwandten und Freunde gab der Dahingeschiedenen das letzte Geleite, ein Zeichen der allseitigen Achtung, deren sich dieselbe in ihrer alten Heimat erfreute. Ihre edlen Charaktereigenschaften zeichnete Herr Rabbiner Levy in seiner Grabrede, die dem freudigen Charakter des Tages zufolge, den Gefühlen der Hinterbliebenen nicht vollständigen Ausdruck verleihen konnte. In der Verstorbenen hat ein an Entbehrungen und Sorgen reiches Leben seinen Abschluß gefunden, das allerdings in den letzten Jahren dank der Liebe und Hingebung zärtlicher Kinder sich äußerst glücklich gestaltet hätte, wenn nicht Krankheit und Siechtum den restlosen Genuß dieses Glückes gehindert hätten. Noch in den letzten 14 Tagen ihres Lebens war ihr's vergönnt, ihren jüngsten aus Amerika heimgekehrten Sohn nochmals zu sehen, während mehrere andere ihrer Söhne, fern von der Heiinat, ihrer Mutter das ewige Lebewohl nicht mehr zurufeil konnten. Das Andenken dieser Gerechten wird in ihrer Familie immer fortleben. Miiitternberg. hall. Der Sitz des Rabbinats Braunsbach wird hierher verlegt. So erfreulich diese Tatsache für unsere aufblühende Geineinde ist und so sehr es begrüßenswert erscheint, wenn der Sitz unseres Herrn Rabbiners mehr in den Mittelpunkt seines Bezirkes rückt, so bedauernswert ist aus der andern Seite die Tatsache, daß wiederum die Landflucht eine alte historische Stätte unseres engeren Vaterlandes ihres Glanzes entkleidet. Denn Braunsbach war allezeit eine Stätte des Lehrens, Lernens und Uebens. Möge es als Gemeinde noch lange erhalten bleiben. onn nd Vermischtes. Jüdische Einwanderung in b e n Vereinigten Staaten während des Jahres 1912. Vom 1. Januar bis 31. Dezember 1912 find in den Vereinigten Staaten Nordamerikas im ganzen eingewandert 81 016 Juden. Diese ver-