Das jüdische Blatt
- Journal
- Das jüdische Blatt
- Volume
- IV (1913)
- Issue
- 7 (14.2.1913)
- Date
- 1913-02-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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IRelcb und Ausland: Leilungsprcislilte. Kayern: Lettungsnummer 546. -- -- Geschäftsstelle: - M. DuMont Schauberg, Stratzburg i. Elk. - Vertretung für Bayern und Württemberg: Max Eichiuger. König«. Hofbuchhündler. Ansbach (Bauern!. Zu beziehen: Durch die Geschäftsstelle: außerdem in Strafzburg durch die Elsüsslsche Aktiengesellschaft vorm. A. Ammel. In Basel durch A. Nordmann. Sckützenstraße 36. In Zürich durch A. Schneider, Badenersiraße 123. Bezugsbedingungen: Pro Quartal per Post 75 Pfg. (exkl. Zustellungsgebühren), per Stteifband M. 1.25. In Frankreich unter Streitband 2.50 Ir. das Bierteljahr. 10 Ir. das Jahr. In der Schweiz per Post 4 Fr. das Jahr ohne Bestellgeld, unter Streifband 10 Fr. das Jahr. In Lesterreich per Post 4 Kr., per Streifband 9 Kr. das Jahr. In England 2 Schilling, Amerika 50 Cents per Vierteljahr. Inserate nach Tarif. Abonnements nimmt jede Dottanltalt entgegen. IV. Fabrgang. Ansbach-Stralzburg, 14. Zfebruar 1913. 7. Adar 5673. I6r. 7. Inhalt. Leitartikel: Das ewige Licht. Aus der Agudns-Jistoel-Bewegung. — Hamburg wache auf. — Brief vom Lande. Deutschland. — Aus aller Welt. — Vermischtes. Familiennachrickten. — Rätsel-Ecke. — Wochenkalender. — Gebetszeiten. — Briefkasten. — Sprechsaal. Haß und Liebe. — Geschäftliche Milteilungen. — Inserate. Zu msn 'd. Das ewige Licht. „Sie sollen dir bringen Öl von der Olive, fein gepreßt zur Beleuchtung, aufflammen zu lassen ein beständiges *) Licht." I. Im heiligen Zelt steht der Priester, entzündet Abend um Abend das heilige Oel zu strahlendem Licht an der Menorah. Das Licht des Leuchters Symbol der Thora, der anzündende Priester der Lehrer, der sie verbreitet im Volk. Wie das Licht Helle wirft auf seinen Umkreis, so erleuchtet die Thora die Augen und erquicket die Seelen derer, die in ihr forschen und in ihr leben. Und wie der Priester dafür bestellt ist, daß das heilige Licht nicht erlösche, so der Lehrer, daß die Lichtsaat der Thora Wurzel fasse im Geist und Gemüt der Jünger, um nimmer daraus zu entschwinden. „Denn eine Leuchte ist das Gesetz und ein Licht die Lehre", und „die Lippen des Priesters wahren Erkenntnis und Belehrung suche man aus sein'em Munde". „Beständiges Licht" ward und wird erhalten in Israels Bet- und Lehrhäusern. Möge es immer eifrige Pfleger finden und leuchten bis in die fernsten Zeiten, wo die Völker sprechen: „Auf! lasset uns wandern im Lichte Gottes." II. Im trauten Heim steht die Gattin und Mutter, entzündet Woche um Woche das Licht des Sabbats: Das Licht Symbol der L e b e n s w e i h e. Des Werktags Arbeit und Sorge umdüstert den Sinn, Sabbats Wonne erleuchtet das Gemüt. Alltags Mühen drücken uns nieder, „Sabbatlust" weitet die Brust. Wenn noch so dichte Finsternis draußen uns umgab *) Bgl. Raschi zur St. über die Bedeutung non "p'£p. und umgibt, bei den Söhnen unseres Volkes ist's licht in den Wohnungen. „Dieser Tag für Israel ist Licht und Freude — der Sabbat Seelenruhe Dir bedeute". Mögen sie nimmer erlöschen, diese Lichter der Weihe! III. Im stillen Kämmerlein steht wehmutsvoll Jahr um Jahr der Sohn, die Tochter, entzünden ein kleines Flämmchen als Licht des „Jahrzeits". Das Licht Symbol der Seele. „Ein Licht Gottes ist des Menschen Seele, durchdringet das tiefste Innere." Eine Seele ist erloschen wie ein Licht verflackert, ist eingegangen zur Urquelle alles Lichtes, zum Borne alles Lebens. Ein schwacher Schein leuchtet vom Jenseits ins Diesseits herüber; aber aus diesen matten Strahlen dehnt sich eine weite Brücke, die Geschlecht mit Geschlecht verbindet. Was die Väter und Mütter gefühlt und gedacht, was sie gewirkt und gelitten, knistert herüber zu uns vom dämmernden Schimmer des kleinen Lichtleins: Möge ihr Tun und Denken in unserer Mitte wieder erwachen! Dr. Jos. Bloch- Barr. ilus der Agudas-Iisroet Bewegung. Plenarversammlung des Agudas Nsroel-Komitees. Frankfurt a. IN., 3. Februar. In der gestern stattgehabten Plenarversammlung des „Provisorischen Komitees der A g u d a s I i sr o e l" erstattete der stellvertretende Vorsitzende zunächst einen Bericht über die Finanzlage, der zur Kenntnis genommen wird. Darnach zeigen die Eingänge an Beiträgen für den Propagandafonds, sowie an Mitgliederbeiträgen eine befriedigende Entwicklung. Wenn auch die größeren Leistungen bisher fast ausschließlich aus Westeuropa stammen, so beginnt doch auch im Osten allmählich das Interesse in konkreterer Form sich kundzugeben. Die Versammlung beschäftigte sich alsdann mit einer Reihe verwaltungstechnischer Angelegenheiten, insbesondere der weiteren geschäftsordnungsmäßigen Behandlung der Satzungen. Hinsichtlich der Ergänzung des „rabbinischen Rate s" wurde beschlossen, auf Grund der aus den verschie-