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Das jüdische Blatt · 1911-09-22 · 38 (22.9.1911) · p. Seite 16

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Journal
Das jüdische Blatt
Volume
II (1911)
Issue
38 (22.9.1911)
Date
1911-09-22
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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16 Das jüdische Statt Nr. 38. mit sonorer Stimme ausgerufen: „Reb Cha'im Gern läßt alle du!ö Im t tim') zum Socher einladen". Und alle folgten willig dem Ruse, allen voran der ehrwürdige Lehrer. Den hättet Ihr kennen sollen. Eine gedrungene Gestalt, eine so milde Seele, der Vater seiner Gemeinde. Mancher Sturm war über ihn hinweggebraust, aber er blieb aufrecht, blieb stark und groß, auch den früheren Schülern gegenüber, die — es war der größte Schmerz seines Lebens — seine Lehren in den Wind geschlagen hatten, und die Güter des Glaubens für die Güter der Erde leichten Herzens hingegeben hatten. Innige Freundschaft verband ihn mit Chaim Gern, mit dem er lernte, so oft es nur angängig war. Als er das Haus seines Freundes an diesem Freitag-Abend betrat, das mit Sabbatglanz erfüllte schlichte Heim, da erhoben sich alle Anwesenden zu seinen Ehren. Dann begann die festliche Unterhaltung. Ein behendes Fragen an die Schwiegermutter über alle Verhältnisse der großen Fürther Gemeinde, ein bedächtiges Antworten aus ihrem Munde. Nichts von Politik, nichts von den Händeln dieser Welt, nur das Religiöse, das Wohlergehen des Glaubens war Gegenstand der Unterhaltung, und wie freudig blitzte manches Auge, als erzähl wurde, daß auch in der großen Gemeinde noch gelehrt würde, daß in dieser großen Handelsstadt noch kein einziges Geschäft am Sabbat „offen" war. Da wurde Imbiß und Unterhaltung durch eine plötzliche Frage eines Gemeindemitgliedes, des alten Benjamin Wolf, unterbrochen. „Aber sagen Sie mal, mein lieber Herr Lehrer, jetzt bin ich schon so oft bei einem Socher eingeladen gewesen, möchte doch einmal wissen, was er zu bedeuten hat; Sie wissen doch alles." i) Gemeindemitglieder. (Fortsetzung folgt.) Beiträge M Ablösung «on k«8ck HWli«»ck-Grat»laiisusbarttu für Lre?-l8roe1. Rabbiner Camille Bloch, Dörnach, 5 Mk. — Rabbiner Dr. Weill, Buchsweiler, 5 Mk. — Henry Bloch, Markirch, 3 Mk. — Pierre Geismann, Dörnach, 10 Mk. — Henry Weil, Müttersholz, 4 Mk. — Apotheker Jules Levy, Mülhausen, 3 Mk. — Lehrer Samuel, Grussenheim, 3 Mk. — Rabbiner Dr. Jos. Bloch, Barr, 3 Mk. — Moise Bloch, Scharrachbergheim, Mk. 2. — Max Rothschild, Mülhausen, Mk. 3. — H. Braun, Heymann, Luzern, Frankenstr. 12, Mk. 3. — Familie M. Mayer, Jhringen, Mk. 5. Für die AögeörannLen in Konstantinopek erhalten: Frau Julie Bloch, Ingweiler, 4 Mk. — Pfastatt: Eine in unserer kleinen Gemeinde zugunsten der Abgebrannten in Konstantinopel veranstaltete Sammlung ergab 43 Mk. Das Geld wurde an das Lokalkomitee des Hilfsvereins der deutschen Juden zu Mülhausen abgegeben. IsraMischtsKnubrniuuisknlianssStistilngA.M.Rrhiis) in Kagenau i. Hls. R o sch-Ha schonoh-Spende. Zur Ablösung vom Versand von Visiten- oder Gratulationskarten sind folgende Gaben eingegangen: Altkirch:Hr.Dr.FohlenGeorg 3.— Hatten: Hr. Weill Alex. 2.— Bischweiler: Hr. Rabbiner Hr. Weill Armand 10.— Dr. Lehmann 3.— Ingweiler: Hr. Bloch Emil 5.— Brnmath: Hr. Rabbiner Hr. Meyer lreres 10.— Dr. Levy 3.— Markirch: Hr. Bloch Henry 2.— Colmar: Hr. Achille Wilden¬ Niederhagenthal: Hr. Klein stein u. Wwe. Eug. Henri Goetschel 3.— Geismar 20.- Niederrödern: Hr. Kauffmann Diemeringen: Alphons Falk 5.— Henri 3.— Fegersheim: FrauWw.Alex. Scherweiler: M. L. 4.— Wildenstein 10- Straßbnrg: Hr. Ury A., Hagenan: Hr. Bernheim Oberrabbiner 6.— Bernard 3 — Hr. Durlach Jacques 5.— Hr. Hemmerdinger „ Hagenauer Alfr., Arthur 4.- Sekr. d. Konsist. 4.— „ Klein Jonas 10.- „ Heymann V., „ Levy Armand Oberkantor 4.— (i. Firma Z. Levy „ Dr. Marx, Rabb. 4.— «L Söhne) 10.— Sulz n. W.:Hr.Baer David „ Levy Emil 2 — Meyer u. Frau 5.— „ Levy Marc, Rabb. 5.— Weißenbnrg: Hr. Dr. Koch, „ Mach Leon 20.— Rabbiner 3.05 „ Picard Bernard 4.- Hr. Levy Moritz, „ Roos D., fils 5.— Apotheker 5.— Wingersheim: Hr. Benedict 1.3.— „ Sichel Isidore 3.- „ Weill Jsaac Hatten: Hr. Cahn Camille 15.— 5 — Summa Mk. 208.05 Allen edlen Gebern unseren herzlichsten Dank! Hagenau, den 19. September 1911. Dev Uerrvoltirngsvot des israelitischen Knakemvaisenhanses. Mk" Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich, insbesondere nicht hinsichtlich des rituellen Charakters der empfohlenen Maren. kNisIs-LnLNnung. Mtto Loptemdar sröllrm leb UW" »b«» 24 "Wg im iiau88 Ü6I- Winiboiiaft „2u llkn llnei Mumoo" sine Filiale. Dieselbe ist jeden Werktag vormittags geöffnet und tubre leb dort meine sämtlieben Lperüalitäten, ^vie: MelMck, Vkrme Vurrte, Mrcknitt, 5rlrie etc Rl^rtiL 8trn88b,ivK i. L. Lrosse Ztadelaasse 1- Telefon 444 Mter Aeinmarkt t* 17 6k86l!8viiaf1 mit v. L.. livli vL. vtt,, btzzein'äniilei-Haftung (fi-ülier u. 6. L. N0kk L Lo ) L. LI«. b KIau>voII(enga886 15 — lel. 144 — kllieinslr. (IVIstrgkrtor-llafen) an« Lonlvn Nnvnninalvnial SperiMSt: „UMi'-UnthMit" von Sonne Lopeennce heertsl r. >- Herren- und vrunenkriseur, Colmar i. ^>5., Liederstrasse 42. llnüulstlon lilrresl. Usnieure. klNtrlbelts Kgptunil K»8io>it8liM8sg8.8ligmpsoing. 8psrislitst In Ilssi'fsl'Iisn mit »8l'm.8slont.lrs8l8l'sn,klieren, Hvknlmiitsli uni! 8I>3mi>llllNiki'8N. »Wsnfi'i8isf- 8slon. lllifesWiig 8smtlivliei' üsststlisilen. Ißsnnove»*, 8 ptzN8ionat von ssnau L. Zpoyor INI arüQctlioiis virtsoüLttliotiö, visssauoliatt- Ilvüö ullä 8686ll8vIiaMio1i6 VsitgrdilctuvA iuvsssr AMoLöii Msr L.1ttzr88tutg. Lü88lss6r?6ll8iov8l>iki8. L8kkr6L28Q: 8. Ltirv. dMäravdliiör Nerr Kr. 0rc>Q8mg,Lii uaä Herr gtzmillaräirsLtor vr. 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