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Das Abendland · 1868-08-01 · 15 (1.8.1868) · p. [Seite]

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Journal
Das Abendland
Volume
V (1868)
Issue
15 (1.8.1868)
Date
1868-08-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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MZr V. Janra. Sriinn, den 1. Äugust 1868 pro. 15. Um. Ae S™'"’ »eich, M’6 '» (ft?"8 «fe *&?«*[ Ckütral-MgM für alle Erscheint am 1. und 15. jeden Monats Administration Bäckergasse Nr. 2. 2. Stock. Exped. Krapfengasse 18, Epstein's Buchh Inserate werden billigst berechnet. Die Locale . ff ‘«I« 8erts . )e >u danken, welche er ei ,,^°tsrathes gehalten und * wte"? p°Meil Rechte : Ptc. Ler Lultan empfing r sie durch eine freundliche 5' T ^lbst einen Schritt - te stand. Der griechische ' welche sein Dragoman -mtan antwortete mit fester P die Glückwünsche, welche ' : meiner Untertanen, die ich f Glcichheit betrachte, ist auch > n besteht kein Unterschied zwis tmuhamcdaner wurden schon >ie Richtmuhamedaner wurtüütmünn berufen. Tab e Thüre;u allen Ämtern, a UtchtmnfiamebMern M- :d die Ernennung zu den Rechnen Sie auf meine Geller meiner Unterthanen ohne :r Abstammung." Auf diese eine unaussprechliche Freude, inte, seinen Dank aus und diese förmliche Explosion Fndem ich den Staatsrath chtete, verfügte ich, daß man er aus jeder Gemeinde beatskörpern ihre Kenntnisse »n. Sie werden dort die rechtigkeit führen, welche die das Vertrauen wird wachwird, da alle meine -sselben Vaterlandes und das chemcmeLohlmhm hieraus die Adressen die Depu- "Mlwoüens. zeitgemäße« I«teeesse« des I«de«thttms Präuumeeationsbetrag ganzj. 3 fl., halbjabrig 1 fl. 50" fr. vierteljährig 80 fr. mit Postzusendung und Zustellung ins Haus. Für's Ausland ganzj. 2. Thlr. halbj. 1 Thlr. 15 Gr. Verleger, Eigenthümer und verantwortlicher Redakteur D EhttNaNN. Inhalt: Die jetzigen Juden und Palästina als Ziel ihrer Auswanderung. — Stellung der Frauen nach talmudischer Auffassung. Heiligkeit des Eigenthums. — Ueber Tachygraphie Lei den Rabbinen. — Bemerkung auf Bemerkung. — Correspondenzen, und Auswärtige Notizen. — Inserate. Die jetzigen Juden und Palästina als Ziel ihrer Auswanderung, besprochen von Leopold-Wolf in Prag. „Palästina als Ziel und Boden germanischer Auswanderung und Colouisatiou, mit Rücksicht auf eine germanische Colonisatiou des Orients im Allgemeinen" ist der Titel einer in Pest, Wien, Leipzig in Hartleben's Verlag neu erschienenen Schrift und dient uns als Substrat unserer heutigen Besprechung. Ein Dr. Kuhlmanu, derzeit in Wien, ist Mitgründer einer in der Bildung begriffenen Genossenschaft für urbildliches Leben und Erweiterung der irdischen Heimat gegen Morgen. Die Gründer der obenerwähnten Genossenschaft finden es wünschenswerth, daß die Kreise, aus welchen die speciell auf Palästina gerichteten Projeete hervorgegangen sind, in Bezug auf abendländische Einwanderung und Colonisation über die natürliche Beschaffenheit und die gegenwärtigen Zustände nicht nur speciell des heiligen Landes, sondern auch des Morgenlandes im Allgemeinen, so wie auch aber die gegenwärtigen Beziehungen desselben zum Abenlande aufgeklärt werden. Da, wie schon in den Jahren 1848 und 1849 so neuerdings wieder verschiedene Auswauderungs- und Colouisationsprojecte aufgetaucht sind, die Palästina als Ziel und Boden ins Auge fassen, so ist den Gründern, die wie sie in ihrem Programme sagen, auf organischem Wege nach dem Gesetze der Menschen- und Culturverbreitnng auf der Erde den großen abendländischen Wanderzug in umgekehrter Richtung nach Südosten leiten wollen, und mit diesem Streben zugleich eine große organisatorische, die Menschheit neu erhebende und regenerirende Idee verfolgen, daran gelegen, daß zuvor wenigstens alle Diejenigen, die bereits ihr Auge nach derselben Richtung gewendet haben, und ein verwandtes Streben offenbaren, sei es auf religiös-sittlichem oder sozialem Gebiete, auf denselben Standpunkt geführt und auf dieselbe allgemeine Bahn gelenkt werden, um mit ihnen gemeinschaftlich dasselbe große und allgemeine Ziel zu verfolgen. Die Sache hat auch schon einen historischen Rückhalt; bei der Umschau nach neuen Feldern für deutsche Auswanderung und Colonisation hat sich der Blick schon wiederholt nach Palästina, diesem kleinen, räumlich wenig ausgedehnten, aber historisch ewig denkwürdigen Ländchen gerichtet. Schon vor mehreren Jahren faßte die Hoffmannffche Gemeinde in Württemberg „der Tempel" den Gedanken, mit ihren Stiftern sammt und sonders nach Palästina auszuwandern, nur hielt sie in Betracht der Zustände des heiligen Landes noch die Zeit nicht günstig für die praktische Ausführung dieses Gedankens, sie hegt denselben aber, so viel man weiß, noch heute, wenigstens unterhielt sie bis in die jüngste Zeit Agenten in Jerusalem, die dort gleichsam aus der Warte stehend, die Sache an Ort und Stelle vorbereiteten und sobald der günstige Augenblick zur Ausführung des Unternehmens gekommen sei, den Religionsgenossen in den Heimaten Zeichen geben sollten, herbeizukommen. — Ein ähnliches Unternehmen tauchte später auf in Frankfurt a. M. auf, wo eine ähnliche Gesellschaft sich gebildet hatte; man erließ dort wenigstens einen Aufruf zu demselben Zweck, der aber, wie es scheint, keine Folgen hatte. — In ähnlicher Weise bemüht sich schon seit Jahren ein Dr. Zimpel aus Amerika, der in dem Glauben steht und steif und fest darauf beharret, daß das tausendjährige Reich in wenigen Jahren seinen Anbruch nehmen werde und der dabei Napoleon III. für den leibhaftigen Antichristen hält, was er in seinen Reden und Schriften schon überall öffentlich verkündet, für die chiliastischen Einwanderer eine Eisenbahn von Jaffa nach Jerusalem zu bauen, damit diese bequem und schnell vom Hasenorte zum letzten Ziel gelangen. Er hat sogar aus eigenen Mitteln schon bedeutende Summen zum Zwecke der Erlangung einer Concession von Seiten der türkischen Regierung, so wie fiit die topographische Aufnahme jener Strecke verausgabt und macht noch fortwährend Reisen, um die Mittel zur Allsführung seines Unternehmens aufzubriugeu — Die Amerikaner haben überhaupt in jüngster Zeit wie auf den Orient im Allgemeinen, so auf Palästina ein besonders Auge geworfen. Im vorigen Jahre ist bereits eine Colonie von 150 Familien von Amerika dort hinüber gegangen und hat sich in der Ebene von Jaffa angesiedelt.

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