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Das Abendland · 1867-10-17 · 21 (17.10.1867) · p. Seite 168

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Journal
Das Abendland
Volume
IV (1867)
Issue
21 (17.10.1867)
Date
1867-10-17
Page
Seite 168 (sequence 8)
Language
German
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Tripolis. Ans Tripolis vernimmt der Moniteur, daß die dortige israelitische Gemeinde vollständige Genugthuung für die Beschädigung und den Brand der Synagoge von Zeliten erhalten hat. Eine Entschädigung von 70000 Piastern wurde für die Wiedererichtung des Tempels bewilligt, und für die Bestrafung der Schuldigen und die Sicherheit der Israeliten sollen energische Maaßregeln getroffen werden. Dieses Ereigniß, sagt das amtliche Blatt, ist größtentheils der Dazwischenkunft des französischen Generalkonsulats zu danken, bei welchen die Israeliten jenen Beistand finden, den ihre Glaubensgenossen stets und überall bei den Vertretern der französischen Regierung gefunden haben. Algier. Folgende Verordnung des Kaisers Napoleon regelt den israelitischen Cultus in Algerien. Für jede der drei algerischen Provinzen wird ein Consistorium errichtet, der Sitz derselben ist Algier, Oran und Constantin. Jedes dieser Consistorien besteht aus 6 weltlichen Mitgliedern und einem Oberrabbiner. Die Consistorien werden von einem der weltlichen Mitglieder präsidirt. Die Mitglieder können nur bei einer Uebereinstimmung von 4 Stimmen Beschlüsse fassen. Im Falle der Gleichheit gibt der Präsident den Ausschlag. Die Oberrabbiner und die weltlichen Mitglieder werden nach der Proposition des Cultnsministers und nach dem Vorschläge des Centralkonsistoriums vom Kaiser ernannt. Die algerischen Oberrabbiner werden ans den französischen oder aus den eingeborncn Rabbinen, die wenigstens 30 Jahre alt und mit einem Diplome des zweiten rabbinischen Grades versehen sein müssen, gewählt. Die weltlichen Mitglieder des Consistoriums werden aus 8 Jahre ernannt. Das Central- Konsistorium ist der Vermittler zwischen der Regierung und den algerischen Consistorien. Jedes dieser Consistorien wird im Ccntralkonsistorium durch ein weltliches Mitglied, welches aus den in Paris residirenden Wahlmännern erwählt wird, repräsentirt. (Ilnivers. Israelit.) Melbourne (Australien) Das Verwalt-»ngs-Comite des hiesigen Hospitals hat dem amerikanischen Consul, Herrn Henry I. Hart (Israelit), durch dessen Vermittlung in Verbindung m't dem Bazar, der jüngst in dieser Stadt abgehalten wurde, 3600 Pfund Sterling zum Baufond der Anstalt einging, ein werthvolles Geschenk gemacht, die ihm überreichte Adresse ist von Herrn Polnier, Vorsteher der Legislatur, der zugleich Vorsteher des Hospital-Comites ist, unterschrieben. (Jew. Chronicle) Für Schulen: In meinem Verlage ist erschienen Mayers hebräischer Setzkasten ein unentbehrliches Lehrmittel für den hebräischen Anfangsunterricht in Schulen. Dieser Setzkasten macht alle bisher gebrauchten hebr. Wandfibeln entbehrlich und erleichtert wesentlich den Unterricht indem die Vocale in getrennten Täfelchen vorhanden sind und somit die Zusammensetzung methodisch vorgenommen werden kann. Jedem Exemplar liegt eine Gebrauchsanweisung bei. Hoüliek Schmelkes Prag 904—1. Concurs. M Besetzung von 14 Stiftungsplätzen, und zwar für 2 Rabbinats — und 12 Lehramts-Candidaten aus den Mitteln der Landes-Israeliten Böhmens. Um den Nachwuchs tüchtiger Lehrkräfte und geeigneter Rabbiner nach Möglichkeit zu fördern, hat die Repräsentanz der Landesisraeliten Böhmens beschlossen, auch für das Schuljahr 1867 — 68 Studiennnterstützungsbeiträge an 2 Rabbinats- und 12 Lehramtscandidaten und zwar für jeden der ersteren zu 200 fl. ö. W. und für jeden der letzteren zu 80 fl. ö. W. zu bewilligen. Die Bedingungen, unter welchen diese Studieuunterstützungsbeiträge verliehen werden, sind: 1. Der Bewerber muß der böhmischen Landesjudenschaft angehören. 2. Seine Mittellosigkeit muß durch glaubwürdige Zeugnisse dargethan sein. 3. Die Rabbinatscandidaten haben, da eine nach allen Richtungen hin vollkommen organisirte Rabbinerschule im österreichischen Kaiserstaate derzeit nicht besteht, die Aufnahme au dem Rabbinerseminar zu Breslau, die Lehramtscandidaten die Aufnahme an der k. k. Musterhauptschule zu Prag, und insoferne sie bereits Hörer einer dieser Anstalten sind, den günstigsten Erfolg ihrer Studien im letztverflosienen Schuljahre mittelst ihrer Zeugnisse nachzuweisen. Die in der angegebenen Weise belegten Gesuche sind bis zum 24. Oktober d. I. bei dem gefertigten Repräsentanz-Vorstände um so sicherer einzubringen, als auf später einlangende Gesuche keine Rücksicht genommen werden könnte. Budin am 15. September 1867. Ion der Uepräsenlanz der Landesisraeliten Böhmens. Aer Hörnarm Gabriel Taußig. In Kosalia Wokitschek's israelitischer Privat - Töchterschule Prag, kleinen Ring Rro. Cons. 142 — 1 findet die Aufnahme neuer Zöglinge für das nächste Schuljahr 1867—68 bereits und bis Ende Oktober statt. Das einmonatliche Honorar beträgt je nach der Klasse und den Gegenständen von 2—4 fl. ö. W. per Monat. Für Wohnung und Verpflegung nebst Unterricht von 240 bis 280 fl. ö. W. jährlich. Den P. T. Herren Ältern und Vormündern vom Lande wird von der Unterzeichneten auf srankirte Briefe bereitwilligst Auskunft ertheilt, und Programme werden gratis eingesendet. Prag am 27. September 1867. Rosalia Robitschek snstitutsvorsteherin. Für Schule und Haus Ausführliche Karte von Palästina ptf in hebr. Quadratschrift. Nach den besten Quellen zum Schul- und Privatgebrauche bearbeitet von I. Ho ff mann, Lehrer ander israelitischen Hauptschule zu Iungbunzlan. Preis eines fein kollorirtcn Exemplars 40 kr. in Partien für Schulen entsprechende Ermäßigung. Zu haben bei dem Herausgeber und in den Pascheles'schen und Ehrmann'schen Buchhandlungen in Prag. __ Druck von Senders S- Brandeis in Prag.

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