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Das Abendland · 1867-04-04 · 7 (4.4.1867) · p. [Seite]

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Journal
Das Abendland
Volume
IV (1867)
Issue
7 (4.4.1867)
Date
1867-04-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ar. 7. H>rag den 4. Fpril 18G7 IT. Zahrgaang Central - Organ I«t<Tessr« ö-s Pränumerationsbetrag ganz;. 3 fl-, halbjährig 1 fl. 50 kr. vierteljährig 80 kr. mit Postzusendung und Zustellung ins Haus, für's Ausland ganzj. 2 Thlr. halbj. 1 Thlr. 15 Gr. Verleger, Eigenthümer und verantwortlicher Redakteur: A. LhrNMNN. Erscheint am 2. und 4. Donnerstag eines jeden Monats. Administration Geistgafle Nr. 908—1. Inserate werden billigst berechnet. Inhalt. Das Zuviel und Zuwenig bei historischen Daten. — Religion und Wissenschaft. — Co r r e s p o n d enz e n: Prag, Hostaun, Slabetz, Paris. — Notizen: Prag, Berlin, Frankfurt a. M., Gera, Paris, London, Rußland, Lissabon, Capstadt, Neu-York, Cincinati, Baltimore, Louisville, Bombai. — Buchschau. — Ueber die Magie der Alten. — Inserate. -Zur gefälligen Beachtung. Die P. T. Herren Abonenten, deren Abonement mit dem Monate März abgelaufen ist, bitten wir um gefällige baldige Erneuerung desselben. — Zugleich ersuchen wir höflichst um Einsendung der rückständigen Beträge aus dem Jahre 1866. — Die Administration „des Abendland." Das Zuviel und Zuwenig bei historischen Date». Auch eine Berichtigung und Ergänzung. Von Leopold Wolf in Prag. „Dm si faciunt idem, non semper est idem.“ Mit Bezugnahme aus die in N. 5 dieses Blattes enthaltenen „Berichtigungen und Ergänzungen meines Aufsatzes" „Memorabilien der Prager Iudenschaft" in N. 2 desselben Blattes erlaube ich mir folgendes „zur Abwehr" zu bemerken. — Ich habe cs in dem erwähnten Aussatze nirgends unterlassen, meine Quellen, aus denen ich schöpfte, ausdrücklich zu bezeichnen, und diese müssen für sich selbst das Zeugniß der Wahrhaftigkeit abgebcn. In Betreff des Einzuges Ferdinands I. im Jahre 1527 in Prag ersuche ich den sehr geehrten Herrn Hock den Artikel des Pros. Julius Max Schotky in der Monatschrift der Gesellschaft des vaterländischen Museums in Böhmen, dritter Jahrgang Januarheft 1829. S. 64. zu lesen, und er wird darin wahrscheinlich eben so wenig wie ich des Umstandes Erwähnung finden, daß der König nach dem Wunsche der Herren des Prager Rathes ihn unter ihrem Traghimmel einsühren zu dürfen, nicht stattgegeben habe. Auch den Gaul desselben Monarchen habe ich wahrscheinlich nach einem anderen Berichte geschildert, als derjenige sein muß, der Herrn H. vorliegt. Ich stehe auf dem Boden der Erzählung des Mathäus Collinus und Martin Cuthenus, die gemeiuschastlich eine auf die im Jahre 1528 in Prag stattgefundene Feierlichkeit beim Einzuge Ferdinands I. sich beziehende Schrift herausgcgeben hatten. Ich habe in meinem Artikel in N. 5 dieses Blattes Gelegenheit gehabt, des Martin Euthenus Erwähnung zu thun, und muß hier weiter auf ihn und seine Schriften zurückkommen. Martin Cuthen von Springsscld, in Kuttenbcrg geboren, woher sein Name Cuthenus — war ein Anhänger der Utraquisten, und starb als Syndicus der Altstadt Prags am 29 März 1564. Er schrieb mit Benützung Dalimils und Pulkawas und einiger böhmischen Hauschroniken bereits 1539 eine kurze Chronik von Böhmen bis auf Ferdinand I. in böhmischer Sprache und in utraquistischem Sinne! für meinen heutigen Zweck ist ein zweites Werk des Cuthenus Catalogus ducum regumque Bohemorum, ohne Belang. Worum es sich hier handelt, ist dessen von mir erwähnte und nach der ersten deutschen Uebersetzung exeerpirte“ Brevis et succincta descriptio Pompaein honorem sacr. et iuo: Imp: Ferdinandi I in Metropolim Boj Pragam adventantis 8. Nov. 1528. Praga 1528 und in 2. Auflage 1558 — 4.— Darnach erschien es deutsch: Kurzer Bericht über den Einzug oc. oc. Augsburg 1558.—4 und in neuerer Zeit „Beschreibung des feierlichen Einzugs Kaiser Fcrdinand's I. von Cornova Prag 1803—8." Ich glaube, daß Herrn H. letztere Ausgabe Vorgelegen sei, die eine getreue Uebersetzung der ersten lateinischen Ausgabe sein soll, während die Augsburger Uebersetzung vom Jahre 1558 eine Uebersetzung der 2. lateinischen Ausgabe von gleichem Jahre ist. (Qcttingcr. Allgemeines Bücherlexikon) Cuthenus als Utraquist war ein Feind der Jesuiten, und so mag er in sein ursprüngliches Werk und nach ihm Cornova den Passus bezüglich der Jesuiten cingeflochten haben! Der spätere Editor seines Werkes wahrscheinlich ein Katholik, und dessen Uebersetzer in Augsburg, vielleicht auch der Büchercensor mochten es wohl nicht

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