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Das Abendland · 1866-12-27 · 25 (27.12.1866) · p. [Seite]

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Journal
Das Abendland
Volume
III (1866)
Issue
25 (27.12.1866)
Date
1866-12-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ar- 25. Maa den 27. Deremöer 1866 III. Zaljrzang. Centrat-Organ für alle zeitgemäßen Interessen des Äudenthums. Verlcgrr. Eigenchümcr und vrrantwortlichcr Redakteur: I. ^ghlMüNN. «ifiTtH^crntimiSbtfrnn gonsjaftriB 3 fl., halbjiihrigi fi. 50 ft., «Nttkljähn, 80 Ir. mit fofaftniouig M 5,„V; fit’» #»«•»" gmijj. 2 II)Ir. halbj. I Thlr. 15 Gr. - Erscheint am 2. ««» 4. äxranetltoj des Öimmtä. - ” Admmistrati-,,. Geistgaffe SSt. 908—1. — Suicrnte merdei, billigst berechnet. Einladung zur Pränumeration aus das „Abendland." Mit dem 1. Jännxr 1867 beginnt ein neuer Jahrgang des „Abendland" und wir laden hiemit höflichst alle Me Glaubensgenossen zur Pränumeration ein, die sich für die Hebung und den Fortschritt des Judenthums nach allen Rrchtungen intcrcffircitl Wir haben seit % Jahren die Redaktion dieses Blattes übernommen, und glauben irnt Befriedigung auf den vortheilhaften Umschwung, den cs unter unserer Leitung genommen, Hinweisen zu dürfen. — Ursprünglich ein obskures Lokalblatt hat cs sich schnell einen Ehrenplatz in der jüdischen Journalistik errungen, und die meisten südlichen Blatter in den verschiedenen Sprachen haben den raschen Erfolg unseres aufrichtigen und ausdauernden Strcbens wohlwollend und gerecht anerkannt. — Unterstützt von Mitarbeitern, die in der Publicistik und in der Literatlir einen hochgeachteten Namen haben, boten wir dem Leser jedes Standes Leitartikel und größere Aufsätze, die durch ihren gediegenen Inhalt einen mehr als ephemeren Werth haben, und zur Klärung der Zeitfragen in Eultus- und Gemeindeangelegenheiten wesentlich beitrugen. — Es scheint uns überflüssig, aus der Masse des Gebotenen Einzelnes hervorzuheben, und bemerken wir nur, daß viele dieser Arbeiten in jüdischen Journalen uachgedrnckt und in fremde Sprachen übersetzt wurden. Ebenso können wir ohne Unbescheidenheit aufl die Reichhaltigkeit unserer Mittheilungen von Neuigkeiten und Vorkommnissen auf jüdischem Gebicteaufmcrksam machen. — Wir Haben zwar nicht minutiöse häusliche Geschichten und Zwiste in den Gemeinden breit geschlagen, wir haben nicht ans Mücken Elcphantcn gemacht, weil wir überzeugt sind, daß dicß alles eher geeignet ist die jüdische Journalistik — mitunter auch das Judenthum — zu kompromitiren, als sie piquant zu machen. — D agegen ist kein Factum, das nur irgend eine Bedeutung in Anspruch nimmt, unberührt geblieben, und wurde das „Abendland" in dieser Beziehung häufig als ergiebige Quelle benützt. Durch die stylistische Darstellung überhaupt wie durch belletristische Aufsätze hat die Redaktion auch auf die Unterhaltung des gebildeten Lesers Bedacht genommen, und wird diesem Atomente im nächsten Jahre besondere Aufmerksamkeit zugewendet werden. Es wird überhaupt unser eifriges Streben sein, das „Abendland" eben so populär als gemeinnützig zu machen. — Wir bitten daher sowohl die Zeitungsleser als die Zeitungsschreiber unser Vorhaben kräftig zu unterstützen wir unserseits werden gewiß alles mögliche aufbicthen, daö „Abendland" zu einem in allen jüdischen Kreisen beliebten Blatte zu machen. Wenn es uns in dem Trübsal des vergangenen Jahres unter Gottes Beistand gelungen ist, das Interesse für unser Blatt zu erwecken und wach zu erhalten, so wird hoffentlich die Glückssonne eines neuen besseren Jahres auch einige milde Strahlen auf das „Abendland" werfen. — Bei dem äußerst billigen Preise des Blattes sehen wir einer starken Betheiligung entgegen und bitten wir die geehrten Herren Abonnenten ihre Bestellungen rechtzeitig zu machen, damit die Auslage gehörig bestimmt und jede Verzögerung in der Zusendung vermieden werden könne. Das Abendland erscheint am 2. und 4. Donnerstag des Monats. — Pränumerationsbetrag ganz jährig 3 fl. halbjährig 1 st. 50 kr. vierteljährig 80 kr. mit Postzusendung und Zustellung ins Haus; fürs Ausland ganzjährig 2 Thlr. halbjährig 1 Thlr. 15 gr. — Inserate werden billigst berechnet. Zusendungen von Pränumerationsgeldern, Briefschaften, Manuskripten und Drucksachen werden franco erbeten. D. Ehrmann, Redakteur „des Abendland In einem früheren Aufsatze in diesen Blättern, der von ^Gemeinsamkeit der Deutschen und der Juden in -Böhmen handelte, wurde darauf hingewiesen, daß das deut¬ Die mittelalterlichen Iudenrechte in Lrnnn nnin Mähren. von Leopold Wolf in Prag. sche Recht (ju^ timiitonieum) auch den einwanderndcn Juden schützend zur (s?eite stand, und daß ihre allmälige größere Ansiedlung in Prag nur eine Folge dieses ihnen zugesicherten Rechtsschutzes gewesen sei. In Folge der vielen von nach Böhmen eingcwaudcrten Deutschen angcknüpftcn weit aussehenden Handelsverbindungen kamen die Juden zahlreicher ins Land, und nahmen da einen dauernden Aufenthalt. So wie sich nun solche Eolonicn in Prag und in Böhmen finden, so finden sie sich aus gleichen Ursachen und fast

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