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Das Abendland · 1866-07-26 · 14 (26.7.1866) · p. Seite 112

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Journal
Das Abendland
Volume
III (1866)
Issue
14 (26.7.1866)
Date
1866-07-26
Page
Seite 112 (sequence 8)
Language
German
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112 zu hatten, wie die von I. edirten Kommentarien. Wir sind nns des kühnen Wagnisses dieses Ausspruchs wohl bewußt, aber innere Kriterien zwingen uns dazu. Kara ist dafür bekannt, daß er agadischen Erklärungen auS dem Wege gehend, stets bestrebt ist, den natürlichen Schriftsinn zu ergründen, und so zeigt er sich auch in dem Kommentar, den wir ihm vindizirten. Dasselbe aber können wir von dem in n'n nicht sagen. Bemerkungen wie die folgenden: 1.18 na« ,'n xrn pma "m vntw nae>a D'ean — 21 n"' "h r« ,nx“p dv nxan Sip na nmn njp — II. 6 jvatp , s"'L>a ama no 'jdö ,iatp wen naaa> tö — 8 pn ms omSy nai ,ip na: — 16 noa matn? 'dS , pyS n"v ampn na »jbö /fSy ixa — 19 2x2 'a S'Sa 'iSa awa S'Sa ,htS2 wn 'aip — 22wnaa D’nca D‘nca wSn3 nti\x /man-— III. 6 '\t owoa ,D*apnea D2ij? *mS'n*jS — 8 nnx SSanaa» »a Sa 'na ,wSan ona> D*anD3 ra»xa nmn — 10 nxaiaiaa maSe 11 ,DnnBaa rnx nnx nSy rna man — 55 Stpeip dtw niSja ,nvnnn maa SikpS — IV. 15 mixen ja pxy mn ,W3 D3 — V. 1. tdt na o^pS ... jn pma 'vSx '1 .ma t|S« maaa p mpiDD 2"a ,'n Dawxen by ys» aanx wiD'i naxza» — 11 n*n.T nya nSna 13V nrow naSe ,ncn awa nSna — stechen von der schlichten Exegese Kara's so grell ab, daß wir ihn unmöglich für den Verfasier derselben halten können. Sind nun nach der Versicherung des glaubwürdigen Editors die Erläuterungen zu den Haftaroth in unserem Pentateuchmanustript nach Form und Inhalt denen zu den Megilloth homogen, so sind dieselben höchst wahrscheinlich auch den entsprechenden Kommentaren Kara's zu den Propheten entnommen. Ergebniß dieser Umschau ist, daß Herr Dr. Hübsch sich auch durch die Edition dieses Kommentars kein kleines Verdienst um die jüdische Wissenschaft erworben, und alle die ein Interesse daran nehmen, ihm dafür zu Dank verpflichtet find. In der Stunde der Trennung drängt es uns um so mehr, der Anerkennung der so vielfachen trefflichen Leistungen dieses wackern Arbeiters im Garten des Herrn, und dem allgemeinen tiefen Bedauern über den Verlust, den die Gemeinde durch seinen Abgang erleidet, hier Ausdruck zu geben. Wir hoffen daß H. Dr. Hübsch auch jenseits des Ozeans Muße finden wird seinen so resultatreichen Studien obzuliegen, und uns, die wir auf dessen na SyatP min nun verzichten müssen, öfters mit anaat? min zu erfreuen. Und so rufen wir ihm ein herzliches Lebewohl zu. diSpS "p. Simon Hock. Erklärung. Geehrter Herr Redakteur! In Nr. 10. dieses gesch. Bl. hat ein gewisser L. aus Reichenau unter anderem auch meine im „Ben Chananja" veröffentlichten homiletischen Briefe als einen Gegenstand seiner sehr übel angebrachten Lustigmacherei behandelt. Ich habe dazu geschwiegen, eingedenk der alten Mahnung pmn iS nenn iai mran fv— und weil ich überhaupt jedem Anonymus gerne aus dem Wege gehe. Denn dessen bin ich gewiß, hätte der Talmud unser Zeitungswesen gekannt, so würde er bei seiner Warnung: njn jnjwa pp n»w tmn auch den Anonymus aufgezählt haben. Nun hat eS aber derselbe Herr L.— und daß eS derselbe ist, dafür bürgt mir Buffons bekannter Ausspruch vom Stil und vom Menschen — wahrscheinlich durch das Gewährenlassen noch dreister gemacht, versucht, die Rolle des katzbalgenden Lustigmachers mit einem etwas anständigern Geschäfte zu vertauschen. Er windet jetzt „ein Bouquet frommer Wünsche." Aber die Katze kann einmal das Mausen nicht lassen, und so hat sich auch der Reichenauer Blumenhändler im Materiale vergriffen. Denn, anstatt Rosen, Veilchen und Vergißmeinnicht in sein Bonquet zu flechten, reicht er uns einen aus Brennesseln, Dornen und Disteln gewundenen Strauß dar, dem er zum Schluß einen „frommen Wunsch" anhängt, und welcher uns an die sprüchwörtlich gewordene Geschichte des von der rohen Faust mit dem zarten Auge angcknüpsten Verhältnisses gemahnt. Sie werden mich fragen, geehrter Herr Redakteur, was mich denn das saubere Geschäft des Herrn L. angehe?— Die Hochachtung vor meinem entwürdigen Schwiegervater, dem Oberrabbiner Fassel, dem dieser Herr L. mit seinem jüngsten „Brennesselbouquct" aufwarten wollte, drängt mich zu meiner heutigen Auslassung. Ich kann meine Entrüstung darüber nicht verschweigen, daß ein Mann wie Herr L., der sich uns als ein Talmid chacham vorsteüt, der dem geehrt. Leser das alte Wort: oarnaia nun nwan zur Beherzigung empfiehlt,— daß ein solcher Mann, dem von ihm selbst zitirten a'?iV2aiSa»a'2na n"n zuwiderhandelnd, einen „S^auß- Streit" mit einem in der jüd. Gelehrtenwelt gut ana irdenen Rabbiner vom Zaume bricht. Ich hätte es zwar nicht nöthig, für Fassel gegen verkappten Reichenauer Blumenhändler eine Lanze zu führ denn alle Welt weiß, daß Fassel Mann genug ist/um s,^ Sache selbst auszufechten. Allein, weil ich davon über fc{ , bin, daß Fassel dresem Herrn L. gegenüber, nur, »mt % / verächtlichen Schweigen antworten würde, habe iu, *. ' br> wenig lohnenden Ausgabe unterzogen, Herrn L. hiem,' ' Schranken des journalistischen Bontons zurückzuw! Wer dieser Herr L. sei, kann ich nicht wissen viel weiß ich, daß derjenige, welcher wahrhaft Wünsche aus dem Harzen hat, bei deren BeröfiM, durch die Presse niemals die Maske der Anyy' tät vornimmt. Indem ich Sie, geehrter Herr Redakteur, um veränderte Aufnahme dieser Abfertigung des Herrn L. nächste Nr. dieses gesch. Bl. höflichst ersuche, kann ic; S versichern, daß diese Abfertigung in ihrer Art gewiß dv erste und letzte ist, welche von meiner Feder niedergeschrieben wird, und somit habe ich die Ehre mit dem Ausdrucke besockerer Ergebenheit zu verharren, Warasdin, 25. Juni.— Dr. S. H. Souneschein. Ornamenienstickereien für -ie Synagoge. Die Unterzeichnete, deren Firma sich seit 40 Jahren wegen ihrer soliden und schönen Arbeiten des besten Rufes ersteut, empfiehlt sich dem geehrten jüdischen Publikum, insbesondere den löbl: Synagogenvorständen zur Anfertigung aller Arten von Ornamentenstickereien für die Synagoge, als: naae ,niBB ,nano ,mioa, und Torahmäntel, und verspricht die schnellste und solideste Ausführung zur vollen Zufriedenheit der Besteller. Möglichst billige Preise bei sorgfältiger schöner Arbeit werden das der Unterzeichneten geschenkte Zutrauen auf jede Weise rechtfertigen. Torahmäntel und Torahdecken ncae sind zu jeder Zeit vorräthig. Salomon Plohn's Wittlve Prag, kleine Karlsgasse Wr. 145. 1. Stock. im Hegelein'schen Haust. Drnck von Senders * Brandeis in Prag.

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