Das Abendland
- Journal
- Das Abendland
- Volume
- II (1865)
- Issue
- 25 (21.12.1865)
- Date
- 1865-12-21
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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H. 3tifirfl(in.y (V vf Ll.iiral-Vrzan s .r alle jritgcm'ifjcii Iiileecffc» örs JuLruIhmiiü. Verleger, Eigenthümer u ) vcranti.'ortlicher 'Redakteur: ^5hrMaNN. i.'rnmnnfrntip;:Jbrtrog ganjjuljnfl 3 fl., halbjährig 1 fl. f.O fr., vierteljährig so fr. mit Postziisriidiina imö 3nftrHuna >»'» jaU; für s gau;|. 2 Iblr.. aidj. I Jlllr. i:. Br. - 6rfri:rinr am 2. uni 4. l'oiii.trft«,) M »Knnai* — Adiiiliilstration A'r. 008—l. — Inserate werden billigst bcrcdnirt. L all Uiiig ptr ^rüu. ri^rrtfiou auf das CO^u^utt;6. M t der nächsten Oiummrr b-ginnt :.t r..icJ Slbomifmcnt auf baS Abendland nnd nur hoffen um so mehr auf eine zahl- «i Betheiligung. ab? daS in der vorigen An nun er rnitgetheilte Programm sich des Beifall- und der Znslimmung vieler tür . .eil Männer zu ersreu.n hatte. LLir litten auch die bisherigen Abonnenten ihre Bestellung rechtzeitig cinzuleiien. damit oie Auflage d:S Blattebestimmt werden könne, und keine Störung in der Verse,'düng cintrcte. Die Pränumeration-- bedinaungen finden sich an der Spitze de- Blattes, und wollen wir n.ch bemerken, daß das Abendland ein selbstständiges Blatt ei und in keiner geschäftlichen oder sonstigen Dczehung zu der frühem Redaktion oder zu dem Blatte „Tcborah" siehe. Briefe, Zeitungsgelder ' nd sonstige Zusendungen werden franco erbeten. ■ '■ \ : > D. Ehniimi» : Redakteur dcS „Abendland." Briefe eines DrauKigerl)' uch eine „L :ufcrie** von Rabbiner 6 hrentheil in Horic. I. Die „Draußigen" bekanntlich ein lenniaus tecllnicus im Munde der BollblutpragSr für alle diejenigen böhmischen Juden die nicht daS Glück hatten in der böhmischen Metropole daS Licht der Welt zu erblicken, find denn doch ganz urgeniükhliche Leutchen; — Von den Brüdern in der Hauptstadt wenig beachtet, ja sogar hie nnd da ein wenig bespöttelt und gar mitleidig angesehen, blicken sie roch immer wieder mit einer gewissen heiligen Scheu und einem (Gefühle von Pietät auf Pr g nnd ans alles, was von dort kömmt, und fi, > sogar sanguinisch genug alles Gute, Schöne und l5rsp ießl he von Prag zu erwarten. — Seitdem vollends «Cic.'t f 5 'an " *n der .crehrlichen LandeSrepräse: rn; sich geeint , i:n;.:uit permancntc.i nicht si >'tirbarcn Rath Mir die b.hmische Zndcnschast zu bilden, sc'^en wir mit bendcr m Vertrauen ans die Hauptstadt in deren Wcichbilde -l'e ‘ zehrte Körperst* ast ihre Berathungcn hält und wer- *-n diese m'ijj von unseren besten Wünschen begleitet. — Cd : zeitgemäß und gewiß Tausenden auS der Seele gesprochen, ivareu die Worte die Sie, geehrter H* r Redacteur, in einer der jüngsten Ruminern dieser geschätzten Blätter an die Landc'repräsentegerichtet und mit denen Sie ein zu gründe: de-S -Semlnät befürworteten. denn fürwahr ein schöneres >lnd würdig -S Denkmal non pereuniuä könnte sich die b hm, che Z senschast nicht setzen — aber lieber Freund! e.'.aulen Sie mir nur die Frage, würden sich auch für den Augenl'gehörig vorbereitete Schüler d. h. böhmische L a n d e.. kind c r für da- Seminar sinden? io weiß nicht kkune ich da- Land noch zu ivenig oder sehe ich in dieser Bcziehl: -g etwazu schivarz, aber es will mich beduncken als müsste mai. die jungen Leute mit l lmu^sched'Vorbildung für ein Rabbinerscrninär gar mühsam in Böhmen aussucheu, ehe man nur eine mäßige Anzahl für den Hörsaal eine- Scminärs zusain.'.itnbrächte. — So viel ich ivciß ist eS leider bei uns irn schönen Ezechenlandc dahin gekommen, daß die guten jüdischen Eltern während ihre lieben Söhnchen noch die (Geheimnisse de- A. B. E. kaum überwunden, schon von Real- und Handelsschule, von Technik und Mechanik aber beileibe nicht von Bibel und Talmud für ihre thcucrn Stammhalter träumen, und demjenigen gewiß die bekannten Schillcrschen Worte „sonderbarer Schwärmer" ins Gesicht schlendern möchten, d,w ihnen zumuthen würde hre flnaben im Talmud unterrichten zu lassen, da sic dock „Gott.be hüte!" keine Rabbi.'.er werden sollen; — Wo-er daitn Schüler fürs Seminar nehmen? und doch'mnß^ es besser, doch muß cS bald anders werden, -wenn wir nicht hinter atfc:. andern Provinzen Oesterreichs Zurückbleiben, wenn wir in dieser Begehung nicht die Stiefkinder dcS österreichisch t IndcnthumS werden wollen — Wahrlich' cS ist kein/utop, scher noch weniger ein von religiöser Schwärmerei eingcge bcner Wunsch daß in jeder böhmischen jüdischen Eultgcmeindcschule eine Klasse für Talmudunterricht crei: t werde, in der befähigte Kinder in diese: t Fache den Anfangsunterricht erfüll werde, und müsste eS dann heilige Ausgabe deS Enlt vorjtr. des und des Rabbinen sciin dahin zu wirken, daß die Eitern sich dazu verstehen ihre Knaben diesen. Unterricht bc suchen rn lassen, waS am leichtesten bei den doch wohl in keiner Gemeinde fehlenden armen aus Kosten der Talmud lhoravercine unterrichteten Knaben zu bewerkstelligen w..rc, denen die Theilnahme an diesent Unterrichte zur Pflicht gemacht werden konnte, möge dann c ch nur in diesem Sinne baS Talmudsprüchlein rr:n x-j? cr.c-„- ü";y ',v;:n zur l!Lnhrbe,t iverden,— Daß Me rcrcbrüdi: LandcSrcpräsentan; Mr hochherzig g-nug war, e il RabbinalS - Eandidatcn Mb