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Das Abendland · 1865-09-28 · 19 (28.9.1865) · p. Seite 161

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Journal
Das Abendland
Volume
II (1865)
Issue
19 (28.9.1865)
Date
1865-09-28
Page
Seite 161 (sequence 7)
Language
German
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101 imb zn crfirtftcu. — Mögen in beu ftronlaubcrn zn bicfcm j auf bic Sache aufutcrlfam in adieu wallen, wahre-? und Ende Filialen in der Metropole aber ber Hanviverein sich | Gründlichere? hierüber nach tüdikigern federn imb thatkräsbilben, und manche? kann sich diesem Unternehmen anschliej tigen Männern ansznsühren Vorbehalten bleiben, die sich znr s-cn, was allein zn bestehen nicht die kraft bat. — Tiefe!?öf:i:nj dieser Ansg.-be berufen suhlen. — wenigen 26orte haben die gelehrten Leser Ihre? Blattes i Ciifulc und ammüirtiijr ilniiiiltriini. U'rni]: Tic Sitzung der i?rael. Knltnsrevräsentan; vom 17. diese-? war eine ebenso gewichtige al? van ihren Mit gliedern vollständig sregnentirte und eine ebenso interessante nls lebenovolle. Bei dieser Gelegenheit ist der Standpunkt in den Vordergrund gerückt worden ans welchem die Zeit im Allgemeinen aniekommen, und welcher auch die Parlheien einnehmen, fo die Jnterressen der jüdischen Bevölkerung de? altehrwürdigen Prag zn verantworten haben. — Tie Wahl der Repäientanzbeamten, welche diesmal den Kernpunkt de-? Citznngprogramme? anSmachten, zeigte deutlich, welche Principienin der Gemeinde einander gegen überstehen, und welche im Sitznngsfaale der Repräsentanz ihren Ausdruck fanden. — ForUchreiten oder eoni'erviren, da? ist die Frage — Hier hat erftere? mit einer Stimme den Lieg davon getragen. Ti.' Wahlstimmen für die Besetzung der Präsidentenstelle galten vorzüglich nur zweien Eandidaten, gleich würdig den Präsideiuensitz einznnehmen aber wie vorausgesetzt ward und wie van einem ehrcnowerthen R'präsentanzmitgliede wirklich betont worden isr, verschieden in ihrer Anschauungsweise über da?, wa? der Gemeinde in religiöser Beziehung ainhnt und rüeksichilich der Bestrebungen welche die Repräsentanz nach dieser Richtung hin al? allein ersprieslich zn verfolgen verpflichtet fein soll. Tic Fonschrittöparlhei hat gesiegt, wenn auch nur Eine Stimme gesiegt bat. — Nachdem Herr JFI.). Wiener, der bisherige Präses- Stellvertreter erklärt hatte, eine ans ihn fallende Wahl keineswegs annehmen zu wallen, ward die Präsidentenwahl vorgenommen nnd in engerer Wahl siel selbe ans den Landtag o a b g e o r d n e r e 11 H e r r n Med. l>r. Tcbe?fo (Gegenkanditat Herr . Georg Feigell welcher diese jebod) au? dem Grunde nicht! annehmen wollte, weil er die Sympathien der Majorität so-! wohl sämmtlicher 9(epräsentanz al? der sämmtlichen Enltn?- j gemeindemitglieder für sich haben, nachdem nur Eine Stimme fnr ihn den Ansschlag gegeben hat, aber die ganze Repräsentanz, vorzüglicki Herr von Porlheim, wie selbst der geachtete frühere Präse? Herr Ernst 'Wehle und der würdige Gegenkandidat Herr Feigel drängten den Hrn. I)r. Tedesko, sich soiort für die Annahme zn erklären — und dieß um so mehr, al? feine Wahl in den Landtag ihm schon die Ueberzrngnng verschafft haben mußte, er habe sich de? Vertrauen? der jüdisckien Gesammtgemeinde zn erfreuen. — Ter Rengewälilte nahm endlidi ans vielfache? Zureden den Präsidentensitz mit der Bitte ein, es wolle ihm die Nachsicht der geehrten 'Repräsentanz gewährt bleiben, wenn er dem nick)t entsprechen sollte, was von ihm erwartet wird, e? möge ihm ferner in Allem und Jeden. mit 'Rath und That an die Hand gegangen werden, um seiner Stellung gerecht werden zn können. Tic sonstigen staitgesnndenen Wahlen haben bereit? die palilisckien ÜMättcr gebradit. Bemerken müssen wir nur nodi, daß wir blo? Thal'achen eonstatirt haben, ohne deren iveitere Konsegnenzen unser Wort zn leihen. — * K. k.^ Prüflings - Commission für LehramtMaildldateii der Eteiiograsie. Ter August lAnmmer der „Blätter für Stenografie ans Böhmen" entnehmen wir folgendes: Mittelst Zuschrift der hohen k. k. Statthalterei vom 67. August wurde der Vorstand Herr Pros. Bleier vom folgenden Ministerin! Erlaß verständigt: „das hohe f. k. Staatsmmisterinm chat mit Erlaß vom 16. August 1.66.', Z. r>»*»«J0 E. II: Tie Errichtung einer eigenen Prüsnngskomission für Lehramtskandidaten der deutschen und böhmischen Stenografie in Prag genehmigt und den k. k. Sck)nlrath H. Johann Patek al? Regiernngskomissär nnd Leiter der Eommission, dann die al>? Lehrer der Ltenograsie bisher thätigen Fad)männer H. E. Georg Kransky, Simon Bleier, Eduard Nowotny und! I>r. L. Ehevalier al? Fach-Eraminatoren ernannt. Tem H. Bleyer, Lehrer der Stenografie am königl. böhm. Polyt. Landesinslitnl wurde da? bezügliche Ernennnngsdekret dnrck) da? Rektorat zngestellt. Prag. Wie wir vernehmen gedenkt Herr M. A. Wahle der sich um die Restanrirnng de? neuen Ik'th Chnjitu viele Verdienste erworben, eine zweite EKdenktasel nach der ans ätzender^Weife von Sandner ansgesührten Merode in der Nähe der Lranerkanzel anbringen zn lassen. * An dem Hanvteingange de? alten Friedhose? finden wir eine Verordnung angesügt, bilden fremden Be'nchern > an Sabbat- und Festtagen den Eintritt verbietet. Es ist diese vom Vorstand der Chewera kadiseha angeregte löbk tidic Einrichtung nm fo mehr heevorznheben, al? sie die Pietät vor den in den Gräbern ruhenden erheisck)l. * Herr Inlin? Snlzer dessen Tver Johanna von Neapel die Prager Bühne mir Erfolg überschritten hat, arbeitet an einer neuen, zn der er selbst den Terc verfassen soll. * Tie Tevlitzer Enltnsrevräsentanz überschickte dieser Tage dem Professor I>r. Kämpf al? Zeichen der Tankbarfett für die von ihm am Gebnrrsseslc Sr. LRajestät de? Kaiser? abgehaltene Predigt, eine schön ansgestattete Adresse. * (Ein Akt der Humanität! Herr Dr. Halla k. k. ord. . Professor an der hiesigen Klinik har ans der Kunde, daß in j der Josesstadt eine gesährliche Kranke liegt, sich selbst dem! ordinirenden Arzte erboten mit ihm zn konsnltiren, wa>? er > auch in uneigennützigster Weise that. Ein so hochherziger > Akt eine? christlichen Mitbrnder? verdient wohl Erwähnung? 1! Wien. Unter dem in öslerreidiischen Mni'enm neu ansgestellten verzeichneten Gegenständen finden sich ein für den israelitischen Tempel in Bukarest bestimmter gestickter Paro che? und ein Thora-Mantel ansgesührt von Martin Straffer. >:-- Der Enltnsvorstand hat den Bberkantor Snlzer der letzthin die im alten Tempel slaltgehabte Andaditsslörnng provozirte ans drei Monate von seinem Tienste fnspendirr. Hambirrg. (Prediger Jubiläum.» I»r. Naphtali Frankfurter, Prediger der israelitifdien Gemeinde in Hamburg feierte vor einigen Lagen das 6.',jährige Amtsjnbilänm. Wie viele Verdienste sicki der Jubilar um seine Gemeinde und nm Hamburg erworben, beivies die große Theilnabme an? allen 2d)id)teii der Bevölker ng und namentlich der Umstanddaß dem Jubilar in Werlhpapieren ein Kapital oou6d.<x.H> LRart Banko überreicht worden, nm dem gefeierten Prediger und Lehrer ans alle Fälle eine sorgenfreie Eristenz zn sickier». Auch der verstorbene Bankier Karl Heine hat ihn mit einem Legat bedacht.

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