Das Abendland
- Journal
- Das Abendland
- Volume
- II (1865)
- Issue
- 17 (24.8.1865)
- Date
- 1865-08-24
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Qhrtifl freit 24. Lucuü 1S(>5. - ----- - 5^rp-=-r;. -— Nr. 17. II. Jahrgang. Lentral-Grgan für alle reiiqemüücu Inteneifen des Zndenlhmns. Verleger, Eigcnthümcr und verantwortlicher Redakteur: Ffaak Blocli. PräilumkratilNlSlirtrng gnii^jäliriii :$ si., l)fllbjiU)riij 1 fl. .'>0 tr. mii i'oi^HfniDimi] uaD Fujtelluug iu? vlUiS. — (ürfdicint aiu 2. und 4. Donnerstag des ilüimt?. — Adnünistration Rittergzffe Ar. 10>—l. zu „:i Kronen," woljiii alle b-eldfrnduugen, Briefe und Reclamaliouru rn richten sind. B k r i ch t über die am L5. Mai 1865 in Paris abgehaltene Generalversammlung der Alliance israelite universelle. Tic Sitzung wird unter dem Präsidium dcS Herrn Ercmicux um a 11 Uhr Abend? in dem Saale Her; eröffnet. Tie Versammlung ist zahlreich. Man bemerkt unter den "Anwesenden die H. H. Albert Eohn, Präsidenten de? Wohlthäligkeit?au?schnsseS; Ad. Franck, Vizepräsidenten des Zentral Konsistorium?; Gustav Halphcu, Mitglied de? Pa riscr Konsistoriums; den Großrabbincn Isidox; Tr. Ad. Jona?, Präsidenten de? ZwcigvcrcincS in Berlin; Tanicl Lewh, Telegirten d.S ZwcigvcrcincS zu St. FranziSco; den General Ofc||tn Scmama von Tunis. Tic H. H. Alcan, Nutglied dcS Pariser Konsistoriums, Eerfberr, Präsident de?..NeutralKonsistorium und der Ge ncrak HonvMlin? entschuld iMn sich', 5ä? sie der Sitzung nicht beiwohnen konnten. Ter Präsident verkündet daS "Resultat der am 21. Mai zum Bchufe der thcilweiscu Erneuerung de? Zcntralau? schlisse? vorgcnommencn Wahlen. ES wurden gewühlt die H. H. Allcgri, Bischof?hcim, Breal, Erlanger, Goldschmidt, Faval, Lcvü AlvarcS, Roscnfcld und Saint Paul in Pari?; Eamondo in Konstantinopcl; Tr. Elkan Eohn ans St. Frau - cioco; Giuseppe Vciri in Vcrcelli; Aiaroni in Floren; und Tr. Sarphati in Amsterdam. Hr. Venen, der Sekretär, lieft folgenden Bericht über die Arbeiten de? Zenlralaucschussc?: Meine Herren! Tie Alliance Israelite Universelle ist in da? sechste Fahr ihre? Bestände? getreten, und indem ihr Zentralan?schnß Ihnen den Fahrcc-bcricht über seine 'Urbeiten erstattet, wünscht er sied Glück, Sie von dem wach senden Gedeihen unsere? Werke:- unterhalten;u könncit. Al? wir im Rückblicke de? vorigen Fahre? die verschie denen Phasen der «beschichte der Alliance Israelite Univcrseile verfolgten, waren wir so glücklich, Ihnen;n zeigen, lvic dieser Bereiu sich an? dem kleinen Zirkel seiner Gründer schnell verbreitete, sich von Fahr zu Fahr cntwikelte, und bereit? so groß geworden sei, da? er in seiner Organisation über die ganze Erde verbreitet ist, seine Komitc'? nach allen Seiten hin an?dchnt, in Europa, Afrika, "Amerika und Asien wirkt, nach den Borschristcn seiner Statuten allenthalben fin* die Emanzipation und den sittlichen Fortschritt unserer Glanbcn?brüder thütig ist; vereint mit denselben in Europa die Uuterdrücknng derjenigen Gesetze anstrebt, welche dem Grundsätze der bürgerlichen und politischen Gleichheit widersprechen und der religiösen Freiheit entgegengesetzt sind; wie sic scrncr, über da? Geschick der Israeliten in den barbarischen Gegenden besorgt, sic gegen die Bcrfolgnng, die ihnen wegen ihrer Schwachheit unaufhörlich droht, in Schutz zu nehmen sucht; die Unbekanntcswn unter ihnen, die an die äußersten Enden der Erde Versprengten, die von dem Stande unserer Zivilisation, ja selbst von unserer Existenz kaum eine Ahnung haben, kennen lernen will; die Ansmerk'amkeil der kühnen Erforscher jener Gegenden auf sic richtet; im Tricntc den Aufschwung zu einer durch schreckliche Perfol gungcn vernichteten Zivilisation herbeisührt. Schulen > Leben rufend, und deren Veitmu; unterrichteten, ihrem A c rufe hingegcbcncn Männern anvcrtraucnd; und wie er cn lich im T ccidcntc, in unserer eigenen RUtte, den Fortschritt, der Wissenschaft crmuthiget, indem er ans di: vösnng schichtlicher und statistischer Ausgaben, die da? Iudenlhu^- intcrcssircn, Preise setzt, und die Vcrösfentlichnng literarisch , Arbeucn bcgünsngcl, irclchc geeignet sind? die Kenntniß de Religion zu verbreiten, damit sic mit Unparlheilichkeit bc urtheilt werde, und ihren Platz in der großen Bewegung der Ideen unserer Zeit behaupte, welche in der Gesammt heit ihrer Arbeiten durch die aufgctlärtcn Menschen aller Länder und aller Kulte unterstützt wird. Wir trennten nn? damals voll de? Vertrauen? in die Zllkunft unsere? Ver cin?^ welcher nach Maßgabe seiner Entwickelung von Tag zu Tag besser verstanden wird, indem er weder in seiner Organisation, noch in seinem Ziele etwa? Mysteriöse? ein schließt, sondern bei Hellem Tage in vollkonnncuer Ucbcrcin slimmung der Absichten vorgeht, alle? Trennende entfernend, und all diejenigen vereinigend, welche eine gemeinschaftliche Aktion für nüIich halten, znm Schutze der Unterdrückte», zum Siege der religiösen Freiheit, znm Fortschritt der Zivi lisation, zur Verbreitung der Anstlärung mit einem Pro grainme in der Hand bcizurragcn, welchem man in ücücksichl auf unsere Kräfte nicht den Vorwurf zur großen An?dch nung machen kann, an dem jedoch Riemand auch nur ein Wort zu dcsavouircn braucht, und welche? die Mitglieder in nnanfltörlicher Anstrengung zusamtncnhäil, ebne der Kraft der Initiative de? Einzelnen Abbruch zu thun, und ohne die Zentralisation in einem andern Maße, al? in dem an zuslrebcn, in welchem sie zu einem gemeinsamen Wirken aller Menschen von gutem Willen nothwcudig ist. Unsere Hoffnung hat un? nicht getäuscht; unser Verein hat sich vergrößert. Tie Zunahme d.r Mitglieder wurde fortgesetzt. Tie Beitrittserklärungen tamen un? vald tercinzclt zu, bald kollektiv. Unsere Mitglieder geben in den verschiedensten Formen ihre glühende Shinpalhie für unsern Verein zu erkennen: manche machen im Sillen Prosclhtcn, um mit einer bedeutenden Zall von Mitgliedern zu crschciucn; c? gibt Gemeinden, die, nachdem sic unsere Statuten und unsere Berichte stndirt haben, un? anlündigcn, daß ihre sämmtlichcn Bcitglieder der Alliance beitreten; c? gibt Aiän