Das Abendland
- Journal
- Das Abendland
- Volume
- II (1865)
- Issue
- 15 (27.6.1865)
- Date
- 1865-06-27
- Page
- Seite 29 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 129 ß u ch f ch n u. Im Verlage der Herren Senders und Brand eis in Prag ist so eben erschienen ein Rcligionsbnch unter dem Titel Kleiner Katechismus der israel. Glaubcns-Eerc-- > monien und Sictenlchre non Tr. Salomon Fischet. Ticfee, in Fragen und Antworten systematisch cingethcilte Buchlein ist unter den uits bisher bekannten Religionsbüchcrn, was Leichtsaßlichkcit betrisst, das erste in dieser Art. In prägnanter und dennoch vielsagender Kürze, erschließt dieser Katechismus der Jugend die Anforderungen der Thora, die rein religiöse Glaubens und Sittcnlchre, mit einer solchen Leichtigkeit, daß wir dem Herrn Verfasser Tank wissen, mit dieser glücklichen Idee einem — wir müssen uns schon des Ausdruckes bedienen — Uebclstandc abgeholfcn;u haben, die Jugend mit Rcligionsbüchcrn zu plagen, die sowohl in quantitativer als qualitativer Beziehung Veritündniß, Lehren und Lernen erschweren. Ein praktischer Umstand bleibt noch crwähncnswcrth, daß das religiöse Büchlein seiner Billigkeit wegen i 25 fr.) jedem Kinde, welchen Standes immer, zugänglich wird. fEililjcsciidtt.) G e e h r t c st c r Herr Redakteur! Weit entfernt, mich in Betreff der in Ihrem geschätzten Blatte Rro. 19 des Abendlandes gebrachten Notitz über die raudnitzcr Schute und der von dem sehr geehrten H. Patct in Nro. 1-1 eingesendeten Berichtigung in eine weitläufige Polemik cinzulasscit, finde ich mich dennoch veranlaßt, Sie zu ersuchen, nachstehende Zeilen in die nächste Rumn'cr Ihres Blattes aufnchmen zu wollen. 1. Muß ich Herrn Patck meinen tiefgefühlten Tank aussprcchen, daß er sich — was doch so selten der Fall isl — die Ehrenrettung seines Iugendlehrcrs in so schmeichelhafter Weise für diesen und in so kostspieliger Art für sich selbst hat angelegen sein lassen. Rur mag er mein geringes Verdienst durch das Vergrößerungsglas der Freundschaft gesehen haben, indem mein werter Kollege H. Reich seit dem Bestände unserer Schule unstreitig dieselbe Stellung, wie ich, einnimmt. 2. Mag nun Ihr unter dem Ausdrucke „wie bekannt" verborgener Gewährsmann der sehr gelehrte und belehrende Krcisrabbincr A. Kohn oder ein Anderer gewesen sein, so blcibr doch scstgestellt, daß selber durch die Angabe von bloß zwei braven Lehrern und durch das absichtliche Jgnorinen meinen geringen Persönlichkeit zum mindesten kein besonderes Wohlwollen für mich an den Tag legen wollte. 9. Können Sie sich, Herr Redakteur versichert halten, daß Sie durch di' Bekanntschaft mit H. Patck, wenn zur Bewunderung dessen Bildung — welche hervorzuhebcn er in seinem „Eingesendcl" doch gewiß nicht beabsichtigte — wenigstens einen sehr achtbaren, unbescholtenen und allen Umtrieben fern stehenden Charakter kennen zu lernen Gelegenheit gehabt haben würden. Uebrigcns gereicht cs mir zum besondern Vergnügen .durch die Entrichtung der für diesen Aussatz entfallenden Inseratsgebühr zu dem wünschenswerten Fortbestände Ihres durch die größte Unpartheilichkcit, präzise Sprachrichligkeit und musterhafte Ortograsic sich auszeichnenden Blattes auch ein kleines Schürflein beitragen zu können. Endlich schließe ich mit Ihrem eigenen Wahlsprnche, aber in umgekehrter Weise: c>* jW '2 dessen Sinn leicht zn enträthseln ist. Ludwig Kohn. Indem wir unter Einem deni oben Unterzeichneten Herrn Kohn hiemit bestätigen die von ihm für H. Ai. Patck eingcsandten 5 fl. richtig erhalten zu haben, erklären wir zugleich seinem Wunsche auch gerne willfährig zu sein und ihn selbst auch mit einem zweien Betrag von 5 fl. zu belasten, nachdem unser Verleger cs sich nicht nehmen läßt, immer 5 fl. zu verlangen, wo uiis Sottisen gesagt werden. — Nachdem es jedoch bei Ihnen cingcführl zu sein schcirit, daß Eine Hand die andere wäscht, so werden Sie uns auch diese Reproeität Ihnen gegenüber zu gute halten, und wenn Sie meinen, daß unser Blatt nicht gramatikalisch und orthographisch richtig geschrieben oder gedruckt ist, so wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie in Ihrer Transmutation des Verses ‘21 sich eines kleinen Schnitzers gegen die hebräische Sprache schuldig gemacht haben, nach dem Su dein tz, wie in der Regel, nicht ein 7; haben folgen lassen, welches nur dann ausgelassen werden darf, wenn das folgende Hauptwort durch ein anderes, folgendes näher bestimmt wird. z. B.! c> b“z Sapienti sat. T. R. (ftirnjejciiiiet.) Euer Wohlgcboren! Hiermit habe ich die Ehre, meinen Eintritt zum projekcirren Lchrerverein höflichst anzumeldcn, und zwar mit der Verpf ickunng eines jährlichen Beitrags von 9 fl. ohne jcmals einen materiellen Nutzgenuß zu beanspruchen. Meines Erachtens erscheinen alle zu machenden Vorschläge von Privaten in dieser durch Namen von so ausgezeichneter Berühmtheit garantirtcn Angelegenheit als überflüssig. Sobald cs bekannt gegeben sein wird, wann und wohin die Beitrüge abzulicfcrn seien, werde ich meiner über» nommencn Verpflichtung Nachkommen, jedoch aufs Publiknin zu wirken ist hier durch mancherlei Verhältnisse nicht thunlich. «'Nnchmigcn Euer Wohlgeboren die Versicherung meiner aufrichtigsten Hochachtung, mit der ich die Ehre habe, zu verharen Nachod, den 10. Juni 186.'). Tcro ergebenster Herrn Tr. Noscnancr M. G o l d m a n n. in Prag. Definitiv bestelllcr Religionölchrcr ‘ der Haupt- und Realschüler in Nachod. (Eiillicscndtt.) Jur Aadehaussrage. Prag, im Juli 1869. In der vorletzten ‘Nro. Ihres geschätzten Blattes hatten Sic ein „Eingcsendct", welches die so lange verschleppte Badchaussrage fsür eine wahrhaft religiöse Enltusgemeinde von höchst wichtigem Interesse! eingehend besprach. Ich kann Ihnen berichten, daß man sich endlich in den betreffenden Kreisen entschloß, diese Angelegenheit ihrer Lösung znzusührcn, dies jedoch in sehr ungenügender und mangelhafter Weise geschah. Man ließ das jetzt bestehende Badehans bei der Neusynagoge rcnoviren und etwas reputirlickier Herstellen, votiric I dem Miethcr desselben eine gemessene Subvention, und —