Das Abendland
- Journal
- Das Abendland
- Volume
- II (1865)
- Issue
- 13 (22.6.1865)
- Date
- 1865-06-22
- Page
- Seite 114 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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114 der Wille dazu im Verhältnis zur Freiheit erstarken! — nava nn c*cu* *ra tan! — Paris. Die eingeborenen Israeliten Algeriens haben in Adressen an den Kaiser Napoleon III. um die Natnralisirung als Franzosen gebeten, der Kaiser hat ihnen verheißen, diesen Akt möglichst zu beschleunigen. * Die Versammlung dcS „großen Trient", die am 7. d. in Paris ftattgefundcu, hat beschlossen, an der Spitze der maurischen Konstitution den Artikel aufrecht zu halten, der das Prinzip vom Dasein GottcS und der Unsterblichkeit der Seele ausspricht. Gleichzeitig hat sie aber den Grundsatz ausgestellt, daß Männer aller Glaubensbekenntnisse, wenn sic > auch nicht jene beiden Prinzipien anerkennen, als Freimaurer! ausgenommen werden können. Am 18. dieses feicrle Hr. Leopold von Portheim <1.1 f seiner Billa Blahovka seine goldene Hochzeit, zu welcher die geachkelsicn Mitglieder und die Rabbinnen der Prager CultuSgemcindc ihre Glückwünsche persönlich brachten. Auch wir können nickt umhin dem hochverehrten Jubelpaare folgende Zeilen zu widmen und dies um so weniger als Herr von Portheim unser Umrrnckmen stets wohlwollend unterstützt hat, wie er jcl cS wahrhaft Gute stützt und sördeit. 1815 Dem verehrten Brautpaare. 1d65 Pracht und Glan; und Flinerstaat Thne Halt — gar schnell vergehen; Reine Liebe, fromme That, Treu und Tugend nur bestehen. — Aat rin halb Jahrhundert schon (Surr Bund sich treu bewähret; Jubelfeier ist der Lohn, ÜPt ad)t ihn golden und verehret. Eingcstndct. Die Wahlen in die Repräsentanz unserer CultuSgemcindc, bei denen eS diesmal stürmisch hcrgcgangcn, sind nun glücklich vorüber. Cs gab Agitation über Agitation, wie solche bei jeder Wahl in eine öffentliche Vertretung, in jeder Stadt und in jeder Gemeinde Vorkommen, und mußte uns nur schmerzlich berühren, daß die Parlheicn sich von dem Eifer für ihre Candidaten so weit binrcißcn ließen, daß sie sich sogar in öffentlichen TageSblättcrn gegenseitig bekämpften, was bei unfern Mitbürgern anderer Confession über die Eintracht und daS Fcstancinanderhaltcn unserer Gemeinde, um die wir beinahe beneidet wurden, nur eine ungünstige, wenn auch irrige Meinung hcrvorbringcn könnte. Zur Befriedigung gereicht uns aber das günstige Resultat dieser Wahlen, da auS denselben größtenthcilS solche Männer h.rvorgingcn, die für Iudenthum und Gcm.inde wahrhaft begeistert, bei einigen in der Gemeinde bestehenden Vereinen schon segensreiche Zwecke anaebahnt, dieselbe energisch verfolgt, und auch zu Stande gebracht haben, wodurch sic ihr Interresse für Gcmc-ndewohl bekundeten. Wir glauben uns daher zu der Hoffnung berechtigt, daß sic auch jetzt daS Wohl der Gc'ammtgcmeinde vor Augen haben, das Vertrauen, das ihre Wähler in sie gesetzt, rechtfertigen und sich stets bestreben werden, die Bedürfnisse der Gemeinde zu befriedigen, so wie etwaige Mängel zu beseitigen. — An Gelegenheit hinzu mangelt cs nicht, und ist es gleich nicht unsere Absicht, alles hier zu erörtern, was anSzujätcn und statt dessen neu anzupslanzcn, was niederzurcißen und dafür neu aufzubauen wäre, so können wir cs doch nicht unterlassen, auf ein gemeinsames und daher auch allgemein bekanntes Bcdürfniß hinzuwciscn, dessen Befriedigung schon wahrhaft dringend noththut. ES ist dies nämlich ein entsprcchendcS, der Zeit und den. Verhältnissen angemessenes Gemeindebad verbunden mir einem Tauchbadc, welches doch in einer isr. Gemeinde umsoweniger fehlen soll, da Letzteres auf einem rein mosaischen Gesetze beruht, und cS eine Anstalt ist die zum Bestände einer isr. EultuSgcmeinde gehört wenn gleich die Partheicn nicht gehalten sind auch davon Gebrauch zu machen. Die Anstalt muß da sein, für den, der sic benützen will!_ Namen, bisheriger Lebenswandel und bisheriges Streben sowohl, als auch Abstammung von Männern, die an der Spitze unserer Gemeinde sind, bürgen uns, daß die Befriedigung dieses allgemein fühlbaren Bedürfnisses bald seine Erledigung finden wird, und der Dank hicsür wird sein, daß Einzelne, Unbekannte, denen aber ebenfalls das Wohl' der Gemeinde am Herzen liegt, nicht zurückgcsä reckt sondern vielmehr aufgemuntcrt werden, auf Zustände, die der ganzen Repräsentanz nicht bekannt sein können, aufmerksam zu machen in der gewissen Voraussetzung, daß, wo cs daS Wohl der Gemeinde gilt, auch jeder gutgemeinte Vorschlag Prüfung und Erwägung findet, und von einer Repräsentanz die auf solch würdige Weise ihr Amt verwaltet, kann man dann . mit Recht behaupten, cS sind Männer L'pLixn welchen ihren Lohn in der Achtung ihrer Mitbrüder und innerer Befriedigung ihrer treuen BerufScrfülluna finden werden und finden müßen. I. Im Verlage v. Senders & Branders Prag, Riltergassc Nr. 108—1, ist erschienen und zu haben: Kleine Cr-ähl ringen enthaltend: Die Klugheit der Einwohner nnö Jerusalem vor der Zerstörung dcS zweiten Tempels. Auszug aus dem Midrasch Echa. Preis 10 kr. öst. Währung, mit Pastv"r'e-id>lng 16 fr. öst. Währung. ConnuTi. In der hiesigen EultuSgcmeinde ist di" Stelle eines geprüften Lehrers, ledigen Standes der zugleich der hebräischen Sprache mächtig ist mit dem fixen Gehalte von 300 — 330 fl. östr. W. nebst den üblichen Emolumenten vom 15. Oktober d. I. an zu besetzen. Bewerber, welche mit entsprechender Befähig!,n sich anSzuwciscn vermögen, haben bis 15. August l. I. \he rcat Gesuche an den gefertigten Cultusvorstand sich zu wenden. Reisekosten werden nur dem Acceptirien vergütet. Horcpnik letzte Post Krcloivitz am 5. Juni 1,805. Der Lu! tiisvorslai, d. Briefkasten der Redaktion. jP’ 1” V * 9- 3k"cm Wünscht in unserer „Deborah" größeren Ausgaben ^anm;» geben, deren Ausarbeitung auch immer in der nächsten Nummei zu erscheine., hätte und den Kindern Milirl gäben, ihre Kenntnisse zu eriveiiern und ihre Geisteskiäslen zu üben, wollen wir versuchsweise bis zum Erscheinen , wer von u»e projeklirleu „Jugendzeitung" Nachkommen, und mögen für die nächste Nummer der „Deborah". welche erst am 6. Juli erscheinen kann solgcnde Aufgaben ge,öst werden. Demer'en müssen wir jedoch, wenn'durch diese Aiiflöiunge» eine Beilage zum Blatte nöthig werden sollte, diese den Parteien billigst auigerecknet wud. — 1. Ein knrzcS Verzeichnis; der Propheten, wo und unter welchen Königen Judah'S oder Israels sie gewnk,. 2. Wie viel Könige balle Juda wie viel J>rael und wie lange ivor die RegiernugSdaucr beider? Druck von Senders & Srandris in Prag.