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Das Abendland · 1865-03-09 · 6 (9.3.1865) · p. Seite 56

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Journal
Das Abendland
Volume
II (1865)
Issue
6 (9.3.1865)
Date
1865-03-09
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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selbe ist die Dolmetscherin von Gefühlen, welche allen Ländern und Jahrhunderten gemeinschaftlich angehören. London, im Februar. Rothschild bat auf einer seiner Besitzungen auf seine eigenen Kosten eine evangelische Kirche erbauen lassen. (Arch. isr.) Polen. Die Emancipation der Juden in Rußland. Der Director der Commission für die inneren Angelegenheiten, das heißt, der Minister des Inneren für Polen, Fürst Czerkavski, hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der umsomehr von sich reden macht, als er von sämmtlichen Mitgliedern des Regierungs-Collegiums dringend befürwortet ist, und daher wohl unzweifelhaft die allerhöchste Bestätigung erhalten wird. Es sollen nämlich sämmtliche Staatsümter in Polen, die nicht in Beziehung zur Religion stehen, in Zukunft den Juden zugänglich sein. Wer da bedenkt, welchen großen Bruchtheil der > Bevölkerung Polens die Juden ausmachen, und wie groß dort wegen ihres Reichthums und ihrer Loyalität ihr Einfluß bereits ist, wird nicht daran zweifeln, daß binnen nicht gar langer Zeit ein großer Theil aller Aemter sich in den Händen der Juden befinden wird. Czerkavski, der kein Vertrauen zu den Beamten polnischer Nationalität hat, geht wahrscheinlich mit dem Plane um, die höheren Beamtenstellen mit rußischcn Officieren, und die übrigen mit Juden, die verläßliche Unterthancn sind, zu besetzen. Aegypten. Herr Heinrich P e r e i r e, Sohn des Herrn Emile Pereire aus Paris, bereist gegenwärtig Ägypten; wie das Journal von Cairo berichtet, hat der Bicekönig ihn m auszeichnendster Weise empfangen und ihm ein eigenes Dampfboot für einen Ausflug nach Oberägypten zur Disposition stellen lassen. Coucurs. | Die israelitische Cultus-Gemeinde zu Neubidschow bej absichtigt mit Anfang Mai l. I. folgende zwei Stellen zu besetzen und zwar: 1. Jene eines Cantors zugleich anp, und 2. Jene eines Lehrers an der hiesigen hebräischdeutschen Schule. Bewerber um die Cantorstellc haben ihre Befähigung und Moralität genügend zu documentiren, und vorzüglich jene musikalischen Kenntniße nachzuweisen, die ein Chor dirigiren und eine Gesangschule zu errichten, nöthig sind, und ist mit dieser Stelle, exclusiv e der nicht unbedeutenden Emolumente, der fixe Gehalt von jährlichen 500 fl. ö. W. verbunden. i Reflectauten haben sich einem Probevortrage zu unter- > ziehen, und werden nur dem Acceptirten die Reisespescn vergütet.! Bewerber um die Lehrerstelle, die unbedingt geprüfte ' Hauptschullehrer sein müssen, haben außer ihrer Lehrtüchtigleit in den Schulfächern auch eine umfassende Kenntniß der hebräischen Sprache nachzuweisen. Bei sonst gleichen Fähigkeiten wird derjenige bevorzugt, der auch gründlichen Unterricht in der böhmischen Sprache ertheilen kann. Mit dieser Stelle ist ebenfalls der fixe jährliche Gehalt pr. 500 fl. ö. W. verbunden, und ist insbesondere einem Sprachkundigen ein bedeutendes Einkommen durch Privatunterricht in Aussicht gestellt. Diesfällige wohldocumentirte Gesuche sind bis Ende März d. I. bei dem gefertigten Cultusvorstande portofrei einzubringen. Neubidschow, den 5. Feber 1865. Der Cultus - Vorstand : Franz Schnabel. lyaay-n whix? innwn *w'xy'2yr, Hebräisch-dentsche 5?orff glifüK f r zum SeföfluntctTtcfjte und zufolge hohen Ministerial-Erlasses vermittelst hohen Decrets der k. k. nied.-öster. Statthalterei für die oberen Elementarclassen isracl. Schulen empfohlen. Nach mehrjährig erprobter Methode systematisch geordnet und entworfen von Rudolf Fuchs, em. Lehrer an der Thalmud-Thora Schule in Wien. Wohnung: Leopoldstadt, Czerningassc Nr. 7, 2. Stiege Th. 20- Ieitungs-Ingrate werden in alle Blätter aller Länder durch die G.rpedilio» für Zeilmigs-Umioiittii von % a a f c ii |t e i n & ir o g f e r iu Wien, Stadt, Wollzeile Nr. 9, (Minie von Haasenstein rk Vogler in Hamburg und Otto Wolien in Frankfurt a. M.) unter Berechnung nach den Originalpreisen stets prompt und discrct besorgt. Das Bureau bietet den?. 1'. Inserenten Ersparung des Porto und der Mühewaltung, auch bei größeren Aufträgen den üblichen Rabatt. Belegblätter werden geliefert. Zeitungsverzeichnisse mit jeder neuen Auflage nach den inzwischen eingetretenen Veränderungen verbessert und vervollständigt gratis und franco. XL. Für Trag und Böhmen nimmt die Administration dieser Zeitung Aufträge für uns entgegen Die hiesige israel. Gemeinde sucht, wo möglich, sofort die erledigte Stelle eines geprüften Elementar- und Religionslehrers, der zugleich mip und jin sein muß, zu besetzen. Der jährliche fixe Gehalt als Lehrer ist 210 fl. ö. W. und der als *mp und pn nebst freier Wohnung und üblichen Emolumenten auf 190 fl. ö. W. festgesetzt. Das Erträgniß des hebräischen Unterrichts, wozu der Lehrer befähigt sein muß, beläuft sich auf 200 fl. ö. W. und läßt Privatunterricht noch eine Erhöhung des Einkommens zu. Oualificirtc Bewerber wollen unter Angabe des Standes (ob ledig oder verheirathet) ihre Documente über Moralität, Befähigung und bisherige Verwendung sofort, längstens bis 15. März l. I. portofrei einsenden an den CnltuSvorftand der israel. Gemeinde Soborten bei Teplitz den 12 Februar 1865. „He-itinu lltion Uilusnig" (.1. I.OWI) "ItiO Prag, Piuk.asgasse Nr. 30 empfiehlt sich unter Zusicherung1 der solidesten und billig^sten Bedienung1. Zu jeder Tageszeit loarme koschere Speisen und gute und billige Getränke. Druck von Anton Nenn in Prag.

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