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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 258

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 258 (sequence 267)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047323--0882-9047096
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Der Drang nach Erez Israel ist sehr groß. Alle Bewilligungen, die uns zur Yerfügung gestellt wurden, sind ausgenützt worden. Die Zahl der letzteren war im Verhältnis zu den Bedürfnissen viel zu klein. Die Zahl der Emigranten aus Bulgarien, die sich seit dem letzten Kongreß in Erez Israel ansässig gemacht haben, ist etwa 100. In den größeren Städten wie Sofia, Philippopel und Bustschuk haben die Zionisten Kolonisationsvereine landwirtschaftlicher Siedlungen in Palästina organisiert. Die Chaluzbewegung steht noch in ihren Anfängen. Eine Chaluzorganisation besteht nicht. In der Jugendorganisation ist eine starke Bichtung zum radikalen Palästinazentrismus bemerkbar. Es wurden auch Gruppen von jungen Leuten gegründet, die sich als landwirtschaftliche Arbeiter ausbilden, um bald nach Erez Israel auszuwandern. Um die Palästinaarbeit besser führen zu können, hat der Verband einen Vertreter in Erez Israel ernannt. Er sorgt dort für die Immigranten, führt namens des Verbandes mit verschiedenen Institutionen in Erez Israel Verhandlungen und informiert die bulgarischen Zionisten über alle Fragen, die sie interessieren. Die „Nichtzionisten" bilden in Bulgarien keine besondere Organisation, gehören vielmehr verschiedenen Klubs und ,,Bne-Brith-Logen an. Ferner existiert in Bulgarien eine jüdische Gruppe der kommunistischen Partei Bulgariens; sie steht in schärfster Opposition zum zionistischen Landesverband, ist jedoch eine „quantité négligeable". Manche von den „Nichtzionisten" stehen der Palästinaidee nicht fern. Ihre Haltung zum Keren Hajessod ist in manchen Städten sehr günstig. Im innerjüdischen Leben, bei den Gemeinde- und Schulwahlen aber bilden sie fast immer die gegnerische Gruppe. Bei den Wahlen waren die Zionisten überall die stärkste Gruppe obwohl sie die radikalste Plattform — gewaltige Steuern zur Erhaltung der modernen hebräischen Schulen — vertreten. Bei den letzten Wahlen zu den Schul- und Synagogalräten (im April und Mai 1923) haben die Zionisten in allen Städten 90% der Stimmen erhalten. Die zionistische Forderung, den Keren Hajessod als obligatorische Steuer einzuführen und die Gemeinden zu seiner Einführung zu verpflichten, wurde bis zu diesen letzten Wahlen sanktioniert. Die zionistische Wahlgruppe in Philippopel, die allein in ganz Bulgarien offen diesen Punkt des Programms verteidigte, siegte mit 900 gegen 190 Stimmen. In der Berichtsperiode wurden in Bulgarien folgende Beträge für zionistische Zwecke gesammelt: für den Keren Hajessod........... 4,550.000 Lewa „ „ „ Kajemeth........... 299.000 „ „ lokalen Emigrationsfonds....... 330.000 ,, „ „ Verband............. . . 250.000_„_ Summe 5,429.000 Lewa Chile. Die Zionistische Vereinigung in Chile wurde vor vier Jahren mit etwa 250 Mitgliedern gegründet; von den 2500 Juden des Landes schlössen sich also 10% der zionistischen Bewegung an. 258

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