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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 236

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 236 (sequence 245)
Language
German
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IRI
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aus allen Weltteilen aufbaut und nur ein nach Fächern geordneter Katalog dem Leser die volle Ausnutzung der Bibliothek ermöglicht. Der Katalog der Bibliothek umfaßt heute etwa 250 000 Buchzettel. Für die hebräischen Bücher wurde ein nach Buchtiteln geordneter Katalog außerdem angelegt. Sehr schöne Erfolge hatte die Auslandspropaganda für die Bibliothek. Heute existiert eine zentrale Sammelstelle für die Bibliothek in Mitteleuropa unter Leitung von Professor Heinrich Loewe in Berlin. In Österreich, Tschechoslowakei, Litauen, Polen, Italien, Belgien, Frankreich, Spanien wurden Vereine und Komitees zugunsten der Bibliothek gegründet, in den Vereinigten Staaten hat das Universitätsbibliothekskomitee bei der Zionistischen Organisation schon während des Krieges Arbeit geleistet und setzte sie fort. In England hat sich die Interuniversity Jewish Federation mit ihren 17 Zweigstellen die Arbeit für die Bibliothek zu einer ihrer Hauptaufgaben gemacht. Die Bibliothek erhielt vielfach Anerkennungen und Geschenke von Regierungen. Die palästinensische Landesregierung erkannte in einem Schreiben an das Britische Museum die Bibliothek als eine solche von akademischer Bedeutung an, und Sir Herbert Samuel selbst ehrte die Bibliothek durch mehrfache Zuwendungen. Die Regierung von Frankreich übersandte mehrere hundert Bücher, die italienische und die tschechoslowakische Regierung bereiten größere Büchersendungen vor. Große Bibliotheken wie das Britische Museum in London und die New- York Public Library steuerten zur Einrichtung der Bibliothek bei. Der internationale Kongreß der Bibliothekare, der in Paris zu Ostern 1922 stattfand, empfahl den Bibliotheken Europas und Amerikas mit der Nationalbibliothek in Jerusalem in freundschaftliche Verbindungen zu treten. Die jüdische Gemeindebibliothek in Berlin beschloß der Bibliothek in Jerusalem ihre Doppelexemplare zu überlassen. Zahlreiche Privatpersonen, sowohl Juden wie Nichtjuden, übersenden der Bibliothek unausgesetzt Bücher und Zeitschriften. Dr. Jarcho (New York) und Frau E. A. Gordon, eine in Kyoto (Japan) wohnende christliche Dame, errichteten besondere Abteilungen an der Bibliothek. Der verstorbene Philosoph Josef Popper (Lynkeus) in Wien und der verstorbene Chemiker Dr. Jakob Benenson in London hinterließen ihre vollständigen, sehr wertvollen Bibliotheken, bei einzelnen Komitees sind Legate zugunsten der Nationalbibliothek angemeldet. Diesen vereinigten Bemühungen ist es gelungen, die Zahl der Bücher der Bibliothek mehr als zu verdoppeln, und heute zählt die Nationalbibliothek 70 000 katalogisierte Bände. Viele Zehntausende von Büchern sind außerdem im Auslande gesammelt worden und konnten nur mit Rücksicht auf die hohen'Transportkosten noch nicht nach Palästina gebracht werden. Eine besondere Förderung erhielt die medizinische Abteilung der Bibliothek. Die amerikanischen Ärzte gemeinsam mit dem Verein der jüdischen Ärzte Palästinas richteten eine besondere medizinische Abteilung ein, die im Sommer 1923 eröffnet und provisorisch im Hause des Pasteurinstituts untergebracht wurde, da der Raum im alten Hause nicht ausreichte. Die Raumfrage war überhaupt eine schwierige. Durch äußerste Ausnützung der vorhandenen Räumlichkeiten und durch Miete von 236

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