Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 210)
- Language
- German
- Belongs to
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angelegenheiten, die bisher durch private Gesellschaften besorgt wurden, im Interesse der Immigranten selbst übernahmen. Die Reisekosten der unbemittelten Palästinawanderer wurden von verschiedenen Organisationen aufgebracht. Die Zionistische Organisation bewilligte im Jahre 1921/22 £ 1000 und im Jahre 1922/23 £ 1240 (für Reiseunterstützungen und für gewerbliche Ausbildung von Chaluzim). Die Verteilung der Beträge für gewerbliche Ausbildung erfolgte durch Vermittlung der Hechaluz-Organisation. Hätte die finanzielle Lage der Organisation dies gestattet, so hätte sie für Reiseunterstützungen, besonders aber auch für die überaus wichtige handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildung der Chaluzim gern erheblich höhere Beträge zur Verfügung gestellt. Im neuen Rechnungsjahr sind weitere £ 575 dafür bewilligt worden. Von nichtzionistischen Gesellschaften wurden ebenfalls wiederholt Beträge für die Unterstützung der Palästinawanderer bewilligt. Teils handelte es sich um lokale Komitees, die sich zur Erleichterung der Immigration bildeten, teils um zentrale jüdische Hilfsorganisationen. Im Juli 1922 wurde durch Initiative des Russischen Merkas in Berlin dort eine Hilfszentrale für Aliah und Hachscharah gegründet, die ca. £ 2500 für diese Zwecke aufbrachte, hauptsächlich aus Mitteln der ukrainischen Föderation in London. Eine schwere finanzielle Belastung der Palästinawanderer besteht in den sehr hohen englischen Visagebühren, die zu mindern bisher trotz wiederholter Bemühungen nicht gelang. 2. Die Hilfeleistung in Palästina. Unsere Immigrationszentrale in Palästina sorgt îiiv die Einwanderer vom ersten Tage ihrer Ankunft. Es befinden sich zu diesem Zwecke Büros in Jaffa, Haifa und Jerusalem sowie ein Vertreter in Tiberias. Die Beamten der Immigrationszentrale empfangen die Einwanderer auf dem Schiff, verhandeln für sie mit den Regierungsbehörden, leiten das Gepäck durch die Zollämter und veranlassen die Desinfektion der Personen und des Gepäcks. Einwanderer, die keine Verwandten im Lande haben und mittellos sind, werden im Immigrantenlager aufgenommen, wo sie Verpflegung, Wohnung und ärztliche Hilfe erhalten, bis sie Arbeit in ihrem Beruf finden. Dabei hilft die Immigrationszentrale ihnen wieder durch Gewährung von Darlehen zur Beschaffung von Wohnung oder Arbeitsgeräten und Waren, Reisegeld zu den Arbeitsplätzen usw. Alle diese Beträge werden als Darlehen betrachtet, und der Immigrant muß einen Schuldschein unterzeichnen, durch den er sich zur Rückzahlung des Betrages verpflichtet. Häufig mußte die Immigrationszentrale auch Unterstützungsgelder für Kranke gewähren, für deren Versorgung eine besondere Kommission besteht, da nicht alle Einwanderer sogleich in die jüdische Krankenkassenorganisation eintreten. VI. Transportwesen. Die Eröffnung der rumänischen Reiseroute für die Palästinawanderer aus Polen und diejenigen, die aus der Ukraine und Rußland via Polen gehen, bedeutet eine wesentliche Erleichterung. In der ersten Zeit nach Eröffnung dieser Route, die seit dreiviertel Jahren von einem 201