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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 200

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 200 (sequence 209)
Language
German
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IRI
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Wenn man erwägt, daß während der letzten 18 Monate durchschnittlich ca. 840 jüdische Immigranten monatlich nach Palästina eingewandert sind, und daß trotzdem die Zahl der Arbeitslosen in Palästina sowie die Zahl der in den Immigrantenlagern befindlichen Einwanderer nicht größer wurde, so ergibt sich daraus, daß der allergrößte Teil der Einwanderer während dieser Zeit im Lande Fuß gefaßt hat. IV. Rückwirkung der allgemeinen politischen und finanziellen Verhältnisse auf die Entwicklung der Palästina-Immigration. Es ist selbstverständlich, daß der Umfang der Einwanderung nach Palästina während der Zeit seit dem letzten Kongreß bis jetzt — ca. 840 monatlich — weder von der Exekutive, noch von der zionistischen Öffentlichkeit als befriedigend betrachtet werden kann. Auch während dieser Periode waren die folgenden zwei Momente für den Umfang der Einwanderung entscheidend: die amtlichen Immigrationsbestimmungen und die finanzielle Lage der Organisation. Die ungünstige Wirkung der bestehenden Bestimmungen auf unsere Immigration geht aus dem früher Gesagten deutlich hervor. Das diesen Bestimmungen zugrunde liegende Prinzip einer mechanischen Begulierung der Einwanderung entsprechend der jeweiligen Zahl der Arbeitslosen in Palästina berücksichtigt durchaus nicht die tatsächlichen Bedürfnisse des Palästinaaufbaus. Es wurde übersehen, daß die jüdischen Einwanderer selbst häufig neue Existenzmöglichkeiten schufen und die industrielle Entwicklung des Landes förderten. Die Einwanderung, die den Wohnungsmangelim Lande schuf, hat zugleich die Baubewegung hervorgerufen, die Hunderten und Tausenden von Einwanderern Arbeitsmöglichkeit verschaffte. Andererseits aber muß betont werden, daß die schwierige Finanzlage der Organisation die jüdische Einwanderung nach Palästina beeinträchtigte. Wären größere Fonds zur Erschließung und Besiedlung der Ländereien, zur Gewährung von Darlehen an Handwerker und Gewerbetreibende verfügbar gewesen, so hätte die Einwanderung bedeutend zunehmen können, und die Palästinaregierung wäre dann auch mehr als jetzt zur Erleichterung der Einwanderungsmöglichkeiten geneigt gewesen. So aber mußte die Organisation Hunderte von Immigranten in den Lagern aushalten, ohne ihnen produktive Arbeitsmöglichkeiten verschaffen zu können. Daß unter so schwierigen Umständen die Einwanderung nicht noch geringer war, ist nur dem unvergleichlichen Enthusiasmus und der Opferwilligkeit unserer Chaluzim und sonstigen jüdischen Einwanderern zu verdanken. V. Hilfeleistung für die Palästinawanderer. 1. Die Hilfstätigkeit der Palästinaämter. Die in allen Ländern jüdischer Auswanderung bestehenden zionistischen Palästinaämter erteilen den Immigranten alle nötigen Informationen, sind ihnen bei Erlangung der Einreiseerlaubnis nach Palästina behilflich, sorgen für ihre Unterbingung und Verpflegung während der Beise, beschaffen, wenn nötig, ärztliche Hilfe und erleichtern den Auswanderern auch die Gepäckbeförderung und Geldüberweisung. Einige der Hauptpalästinaämter haben in der letzten Zeit ihre Tätigkeit besonders nach der Bichtung ausgedehnt, daß sie alle Transport- 200

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