Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 170

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 170 (sequence 179)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/9038125-9047323--0794-9047008
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

6. Die Moschawim und die Farmbetriebe in den Jahren 5681 bis 5683. (Vergleichende Tabelle). Jahr Zahl der Moschawim und Betriebe Bearbeitete Fläche in Dunam Zahl der Arbeiter Zahl der Seelen Zahl der Dunam Individuelle Arbeit Kooperative Arbeit pro Arbeiter 5 681 5 683 2l) 6 26 29 22 070 39 715 598 1 521 593 1 997 37,2 26,10 Vermehrung während der zwei Jahre . . *r - So« 3 17 645 928 1 404 .' -7 r. x) Kolonie Merchawja, Naohlath-Jehuda, Kfar-Nahalal, Kfar-Jecheskel, Ben-Schemen, Kfar-Malal (Ain-Chai). 7. Überführung von Chaluzim zur Landwirtschaft. Wenn die Zionistische Organisation die Möglichkeit hätte, den größten Teil der ins Land kommenden Chaluzim in der Landwirtschaft unterzubringen, würde sie damit sowohl eine Pflicht den Chaluzim gegenüber erfüllen, als auch einen bedeutungsvollen Schritt für den Aufbau des Landes tun. Aber die Sachlage war eine andere. Da keine Möglichkeit vorhanden war, die Mehrzahl der Chaluzim in der Landwirtschaft unterzubringen, war es notwendig, sie bei verschiedenen öffentlichen Arbeiten, besonders bei der Anlage von Kwischim und Bauarbeiten,' zu beschäftigen. Nur ein kleiner Teil der Chaluzim konnte zur Landwirtschaft übergehen. Natürlich kann nicht aus jedem jungen Mann, der aus dem Galuth kommt, ein Landwirt werden. Selbst diejenigen jungen Leute, die im Ausland eine gewisse landwirtschaftliche Vorbereitung erhielten, haben eine praktische Vorbereitung hier im Lande nötig, um sich den Bedingungen des Landes anzupassen. Das ist die Überführung zur Landwirtschaft, von der wir hier sprechen. Für diejenigen Chaluzim, welche vor zwei Jahren zur Landwirtschaft gekommen sind, waren die letzten Jahre wirklich Jahre der Vorbereitung und praktischen Ausbildung. Besondere Schulen für die Ausbildung landwirtschaftlicher Siedler waren nicht nötig, da die praktische Arbeit in der Landwirtschaft die beste Vorbereitung für landwirtschaftliche Arbeit bietet. Hier muß auf eine neue Kategorie von Chaluzim hingewiesen werden; wir meinen Chaluzim, die seit einiger Zeit aus Zentraleuropa (vor allem aus Deutschland und der Tschechoslowakei) einwandern. Dieser Chaluzimtypus zeichnet sich erheblich vor den Chaluzim aus Osteuropa aus, besonders dadurch, daß viele von ihnen eine gewisse landwirtschaftliche Vorbereitung besitzen und alle an ein geordnetes Leben gewöhnt sind. Ein Teil von ihnen hat sogar landwirtschaftliche Schulen absolviert. Aber auch diese Chaluzim brauchen Anpassung an die landwirtschaftliche Wirklichkeit in Erez Israel. Die Überführung der Chaluzim zur Landwirtschaft geschah auf zwei Wegen. Der erste Weg war, die Chaluzim provisorisch in Kolonien 170

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.