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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1923-01-01 · XIII (1923) · p. Seite 154

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XIII (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 154 (sequence 163)
Language
German
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IRI
…/9038125-9047323--0778-9046992
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Keren Schmuel" (etwa 40 Häuser). In Tel Awiw sind in den letzten 2 Jahren etwa 400 Häuser neu entstanden, darunter etwa 200 mit Hilfe der oben erwähnten Hypothekenkredite. In Jerusalem ist ein neues kleines Stadtviertel „Romemah" aus eigenen Mitteln der Bewohner gebaut worden. Die meisten dieser neuen Stadtviertel sind nach den Plänen des Städtebauers Richard Kauffmann errichtet worden und zeichnen sich vor allen früheren palästinensischen Stadtvierteln durch gute Straßenführung und durch Vorsorge für genügende öffentliche Plätze aus. Die Häuser sind durchwegs in bezug auf sanitäre Einrichtung modern ausgestattet. Der Fortschritt, der in diesen neuen Stadtvierteln gegenüber der bisher in Palästina üblichen Bau- und Wohnweise liegt und der zum erstenmal in der Gründung von Tel Awiw sich manifestierte, hat in diesen neuen Stadtvierteln seine Fortsetzung und Entwicklung gefunden. Die Zahl der Einwanderer, die seit der englischen Okkupation nach Palästina gekommen sind, beträgt etwas mehr als 30,000. Dieser Ziffer steht allerdings auch eine gewisse Abwanderung gegenüber, die ziffernmäßig nicht genau feststellbar ist, aber wahrscheinlich nicht weniger als 10% der Einwanderung beträgt. Die Auswanderer setzen sich zu einem kleinen Teil aus neuen Einwanderern, zum andern Teile aber aus langjährigen Bewohnern der Städte Safed und Hebron zusammen. Diese Städte haben durch die Neugestaltung des Verkehrswesens in Palästina, Safed zum Teil auch durch die politische Abtrennung Syriens von Palästina die Grundlagen ihrer früheren Existenz verloren, und die Juden können sich dort nicht mehr ernähren. Hebron, das vor dem Kriege 1500 Einwohner zählte, hat heute nur 500. Safed ist von 7—8000 Einwohnern vor dem Kriege auf 3000 heruntergegangen. Durch die Einwanderung, Auswanderung und durch starkes Absterben der älteren Leute infolge der Entbehrungen während des Krieges hat sich die Zusammensetzung der jüdischen Bevölkerung sehr geändert. Vor dem Kriege bestand sie zu zwei Dritteln aus nicht arbeitenden, nur zu einem Drittel aus arbeitenden Elementen. Heute ist das Verhältnis umgekehrt. Die Chalukka, die vor dem Kriege eine so bedeutende Rolle für die Existenz der Juden spielte, hat heute fast jede Bedeutung verloren. Nur ein gewisser Teil der Einwanderer hat in Palästina bereits dauernde Beschäftigung gefunden; der andere Teil hat nur vorübergehende Beschäftigung bei öffentlichen Arbeiten, bei Bauarbeiten und kann noch nicht als definitiv angesiedelt gelten. Es war bisher möglich, für diese Einwanderer Arbeit zu schaffen, weil die Bautätigkeit eine rege war und weil die Zionistische Exekutive durch ihre Abteilung für Arbeitsbeschaffung zusammen mit der Arbeiterbank, welche der Arbeiterorganisation Kredite zur Übernahme von öffentlichen Arbeiten zur Verfügung stellte, sich alle Mühe gab, den Einwanderern Arbeit zu verschaffen. Aber eine Stockung in der Bautätigkeit oder in den öffentlichen Arbeiten kann trotz aller dieser Bemühungen für viele Einwanderer Arbeitslosigkeit herbeiführen. Es ist das zentrale Problem unserer Wirtschaftspolitik in Palästina, daß wir nicht nur Einwanderer in das Land bringen, sondern diese auch gleichzeitig mit einer dauernden Existenz versorgen müssen. Solch eine dauernde Existenz liegt nicht in den öffentlichen Arbeiten oder Bauarbeiten, die immer nur eine beschränkte Zahl von Arbeitern beschäftigen können und bei denen die 154

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