Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XIII (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 154)
- Language
- German
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I. Ameliorationsarbeiten auf K. K. L.-Land im Tale Jesreel. a) Straßenbau. In Nahalal wurde eine Straße von der Siedlung nach der Chaussee Haifa—Nazareth—Tiberias gelegt. Während vordem Fahrzeuge, die nach Nahalal kamen, zur Winterszeit im Boden einsanken, geht heute der lebhafte Verkehr von Autos und Wagen direkt von der Hauptstraße nach dem Mittelpunkt der Siedlung. In Kfar Jecheskel wurde eine Straße von der Siedlung nach der Bahnstation Ajn Charod gelegt. In Ajn Charod wurde eine Straße von der Siedlung nach der gleichen Bahnstation gebaut. b) Wasserversorgung. In Nahalal wurde eine Wasserleitung installiert, die von der Quelle Samune ausgeht. Man legte Eöhren, in denen das Wasser nach der Kolonie fließt. Bohren bringen das Wasser auch in jedes Haus und auch nach jedem Gartengrundstück. Der befriedigende rasche Fortschritt in Gemüsebau, Pflanzung und Viehhaltung ist hier der ausgiebigen vom K. K. L. durchgeführten Wasserversorgung zu danken. Die in Kfar Jecheskel installierte Wasserleitung nimmt ihren Ausgang von der Quelle Charod (Gideonsquelle). In diesem Falle erwies es sich als nötig, das Wasser auf den Hügel, der die Siedlung trägt, hinauf zu pumpen, da sich an keinem die Siedlung überragenden Punkte Wasser vorfand. In Gewa wurde die Wasserleitung in Verbindung mit jener von Kfar Jecheskel installiert. Auch die Siedlung Ajn Charod entnimmt ihren Wasserbedarf der so ausgiebigen Quelle von Charod. Die Wasserversorgung für Tel Josef stammt aus der Quelle von Bechania. In Beth Alpha wurde die Installierung einer Wasserleitung aus der Quelle von Bechania in Angriff genommen, indem die Bohrleitung von Tel Josef weitergeführt wird. c) Entsumpfung. Die Plage der in Palästina herrschenden Malaria kann, wie bekannt, nur durch gründliche Trockenlegung der Sümpfe beseitigt werden. Als die großen Grundstücke im Tale Jesreel erworben wurden, stand es daher von vornherein fest, daß ausgedehnte Entsumpfungsarbeiten nötig sein würden, um die Umgebung von der Fiebergefahr zu befreien. Die vorbereitenden Schritte für diese Arbeiten waren die topographische Vermessung und die Ausarbeitung einer Vermessungskarte der Komplexe Nuris und Nahalal. Die Pläne wurden einem Komitee von Fachleuten zur Überprüfung vorgelegt und sodann im Sommer 5682 und im darauffolgenden Winter ausgeführt, bis auf einen kleinen Best, dessen Erledigung noch nötig ist, um die völlige Beseitigung aller sumpfigen Flächen zu erzielen. In Nahalal wurden vier solche Sümpfe in Behandlung genommen. Abgesehen von den sanitären Vorteilen, wurde Land in großer Ausdehnung — 3350 Dunam — durch Ameliorationen gewonnen. 1. Ajn Samune, etwa zwei Kilometer nördlich der Siedlung. Dieser ausgedehnte Sumpf wurde erfolgreich durch tönerne Abzugröhren entwässert. 10 145